Post- und Paketzustellungen: Laut Bundesnetzagentur nehmen die Beschwerden zu

Laut Auskunft der Bundesnetzagentur haben die Beschwerden über die Briefpost- und Paketzustellungen zugenommen. Demnach hätten sich die Kunden im ersten Halbjahr 2020 deutlich häufiger über die Deutsche Post, DHL und deren Konkurrenten beschwert als im Jahr zuvor. Mehr als 10.000 schriftliche Beschwerden seien bei der Bundesnetzagentur bis Ende Juni 2020 eingegangen.

Zu bedenken ist, dass dies über die Qualität der Zustellungen allgemein nicht viel aussagt, da man einen prozentualen Wert kennen müsste: Denn wenn deutlich mehr Briefe und Pakete verschickt werden, kann eben auch mehr schiefgehen. Auch wenn die reine Anzahl der Beschwerden gestiegen ist, kann es also dennoch sein, dass es gemessen an der Gesamtmenge der Briefe und Pakete prozentual weniger Zwischenfälle gegeben hat.

Jedenfalls gibt es bei den Beschwerden einen Anstieg, denn 2019 waren es im gleichen Zeitraum nur ca. 8.700 Beschwerden. Ca. die Hälfte der Beschwerden entfiel auf Pakete. Die Diensteleister zeigen sich wiederum von den Angaben der Bundesnetzagentur überrascht: Da in Zeiten der Corona-Krise mehr Menschen zu Hause anzutreffen seien, habe die Zustellung nach Meinung der Unternehmen sogar besser geklappt.

Die Deutsche Post gibt an, dass man entsprechend die gestiegenen Beschwerden bei der Bundesnetzagentur nicht nachvollziehen könne. Vielmehr habe man selbst einen Rückgang an Kundenbeschwerden bemerkt. Auf eine Million Sendungen komme bei der Post nur eine einzige Beschwerde.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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51 Kommentare

  1. Ist ja durchaus nachvollziehbar. Wenn man tatsächlich außer Haus ist, weil man arbeiten ist, ist der Zettel mit „Wir haben Sie nicht angetroffen“ verständlicher, als wenn man den ganzen Tag zu Hause ist und vielleicht sogar noch auf den Paketboten wartet.

    • Und je nach Zusteller kommt das in Regelmäßigkeit ja vor. Kein Klingeln, keine Nachricht, und am Ende einen Zettel 2 Tage später im Briefkasten oder in der App „nicht angetroffen“.

      • Ich sehe gerade, dass ich wieder nur meinen halben Gedanken geschrieben habe. War natürlich auch so gemeint, dass die Zusteller nichts geändert haben, nur, dass man es jetzt eben eher mitbekommt, wenn sie gar nicht erst klingeln, sondern gleich den Zettel in den Briefkasten werfen.

    • … oder seelenruhig hinter dem Haus im Garten sitzt und sich dann beschwert, der Zusteller hätte nicht geklingelt. In Zeiten von Live-Tracking kann jeder sehen, in welchem Zeitraum die Zustellung geplant ist. Sich dann trotzdem hinters Haus, zum Einkaufen etc zu begeben und den Zusteller „auflaufen“ zu lassen, ohne eine Verfügung „Bei Nachbar xx abgeben“, „In die Garage“, „Anderer Zustelltag“,“Umleitung in Paketshop/zur Packstation“ einzustellen und sich dann zu beschweren – da kann man nur den Kopf schütteln. Jeder Paketdienst bietet an, das Paket direkt an eine Paketabholstelle liefern zu lassen, aber es gibt genug berufstätige Leute, die trotzdem an ihre Hausanschrift (ohne irgendwelche Ablageorte/Verfügungen) bestellen – der Zusteller wird schon die Nachbarschaft abklappern und es irgendwo loswerden – so ein Verhalten ist mir bis heute schleierhaft.

      • therealThomas says:

        +1

      • kommt leider nur selten vor, wenn ich was bestellte bin ich immer zuhause und hab ein auge drauf und trotzdem finde ich immer wieder die zettelchen bzw. tracke abends wo denn das paket istz und erfahre tw erst dadurch das ich zwar zuhause war aber irgendwie doch nicht. und das ist in den letzten monaten immer schlimmer geworden. wer sich da wirklich verbessert hat: hermes, wer wesentlich schlechter geworden ist: DHL, gleichbleibend gut: UPS

      • Live Tracking wird mir schon lange nicht mehr angezeigt. Hattebch eine Weile nur bei Amazon, nicht bei DHL. Live Trackng gibt es offensichtlich nicht immer.

      • Selbst Zusteller???? Ich persönlich frage mich wieso seit einigen Wochen der Zusteller nicht mehr bis 12:00 Uhr hier war, sondern teilweise erst um 17:00 da ist? Wie gesagt, erst seit vielleicht 4 Wochen. Das dazu, dass man mal eben 8 oder 10 Stunden warten soll. Die können Sie ja gerne absitzen zu Hause. Ich kann mir das nicht leisten

      • Beim Live-Tracking von DPD ist es bei mir schon regelmäßig vorgekommen, dass sich die voraussichtliche Zustellzeit im Laufe des Tages immer weiter nach hinten verschiebt und es dann am Ende doch gar nicht zugestellt wird, sondern erst am nächsten Tag.

        Da macht es dann auch keinen Sinn, sich das entsprechende Zeitfenster freizuhalten, wenn die Abweichung dann am Ende einen Tag betrifft.

  2. Seit diesem Jahr habe ich auch enorme Probleme mit der Post. Nichts kommt mehr pünktlich an (und nein, man kann nicht alles auf Corona schieben 😀 )
    3/4 Amazon Prime Pakete haben Verspätungen von bis zu einer Woche :/

    • Dann liegt es aber relativ sicher an Amazon. Die Prime Pakete werden bei der DHL vorrangig behandelt, da müssen nicht nur die Zusteller zum Rapport, wenn welche liegen bleiben.

    • Das liegt aber an Amazon, die haben tielweise ihr Personal reduziert ( wg. Corona und Abstandregelung ) und zudem sind die auf einem Versandaufkommen in der Höhe der Vorweihnachtszeit ( Sagte mir ne Bekannte, die bei Amazon arbeitet )

      Alle Standart-Pakete von klein ( Buchsendungen ) bis groß ( Küchenmaschine ) sind von Nicht-Amazon-Onlineshops immer innerhalb von max. 2 Tagen geliefert worden, egal ob DHL oder DPD.

  3. Bin letztens hinter ihm hergerannt um mein Paket doch noch zu erhalten, er war nicht mal peinlich berührt oder Ähnliches das er den Zettel in den Briefkasten trotz meiner Anwesenheit geworfen hat….

    Solche Leute brauchen körperliche Züchtigung:-)

    • therealThomas says:

      Die Frage ist: liegt die Schuld hier wirklich bei den Zustellern?
      Die Zeit pro Paket ist extrem knapp: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/dhl-zusteller-ein-tag-als-paketbote-a-1100300.html
      Da kann ich verstehen, dass man eher mal ein Paket in den Shop bringt, damit man pünktlich heim kommt…

      • Mag sein das Sie das verstehen können. Der nächste Paketshop ist ca 15 km von mir entfernt und DPD liefert NIE hier ab. Ich wohne nicht am A. der Welt, der Bote fährt sogar in die Straße in der ich wohne. Er beliefert dort 2 Apotheken und einen Handarbeitsladen und besitzt dann sogar noch die Frechheit hier am Haus vorbei zu fahren. Im Internet steht dann das ich nicht zu Hause war. Bei Shops die mit DPD liefern lassen bestelle ich nicht mehr.

      • Entweder macht man einen Job richtig, oder sucht sich was anderes.

        • therealThomas says:

          Leider stehen viele Zusteller alternativ vor der Entscheidung: zu einem anderen Paketdienstleister gehen, wo es genauso läuft oder einen anderen noch schlechter bezahlten Job machen.
          Mal rein hypothetisch: wenn alle kündigen würden und niemand diesen Job mehr macht, außer die Leute, die absolut keinen anderen Job kriegen, steigt dann die Qualität der Zustellungen?
          Im besten Fall steigen die Gehälter und die Arbeitsbedingungen verbessern sich, was aber natürlich durch höhere Preise für die Kunden ausgeglichen werden muss.

          • Wer macht denn diesen Job? Meist Menschen ohne Ausbildung oder mal eben als Übergang bis man wieder in seinem Beruf arbeiten kann. Allerdings in Zeiten von Corona und auch danach wird es wohl nichts mit wechsel…

  4. Es ist ja völlig logisch, dass DHL keine zunehmenden Kundenbeschwerden registriert – das liegt nämlich daran, dass man sich gar nicht beschweren KANN. Es gibt weder eine E-Mail-Adresse noch ein Webformular dafür, und alle Kanäle führen letztendlich nur zu einer Telefonnummer in Bonn, unter der schlecht deutsch sprechende Call-Center-Mitarbeiter einfach alles an sich abprallen lassen, den Kunden beschimpfen, einhängen und das ganze beim nächsten Kunden wiederholen. Demzufolge ist es kein Wunder, wenn DHL sagt „da beschwert sich ja kaum jemand“. Geht ja auch gar nicht.
    Die Zustellqualität ist aber tatsächlich enorm gesunken. Wir bestellen jetzt im Online-Handel oft schon mehr als gewünscht, in der Hoffnung, dass wenigstens die Hälfte ankommt. Die andere Hälfte landet dann (ohne Zustellversuch!) in der Postfiliale (von wo aus ich keine 10kg heim schleppen kann) oder geht gleich an den Absender zurück, wegen „Zustellung nicht möglich wegen Adresse nicht gefunden“. Eine „Zweitzustellung“ (haha, wo war die „Erstzustellung“?!) aus der Postfiliale geht auch nicht, weil nach Absenden des entsprechenden Webformulars kommt „Server Error“, also geht auch diese Sendung an den Absender zurück. Und der Händler fragt dann „warum haben Sie unsere Sendung nicht angenommen?“. Das ist langsam wirklich kein Zustand mehr… 🙁

    • Peter Meyer says:

      Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe seit einem 3/4 Jahr Probleme mit dem Zusteller der DHL und DPD . Die Sendung wurde nicht gefunden, oder ist auf Misteriösen Umständen verschwunden. Die Sendung wurde in der Stadt an mir völlig fremde geliefert.

    • Ich finde das schon ziemlich unverschämt Herr Hanft was Sie hier zum Besten geben. Ich habe mich schon sehr oft in Bonn nach Sendungen erkundigt und hatte NOCH NIE!!!! eine ausländisch sprechende Person am Telefon. Das diese Menschen auch mal genervt sein können oder einen schlechten Tag haben, sollte jedem klar sein. Gleiches Recht für alle. Sie können doch eh nur Auskünfte erhalten von versicherten Sendungen, die SIE persönlich abgeschickt haben. Ihre Beschwerde hier läuft aber doch in eine ganz andere Richtung

      • Liebe(r) „KaNu“, ich gebe hier nur wieder, was mir selbst widerfahren ist. Ich habe gemäß Sendungsverfolgung eine Sendung via DHL erwartet. Obwohl ich ständig die Straße überwacht habe (mein Arbeitsplatz ist direkt am Fenster in einer Sackgasse; ich merke IMMER wenn ein Lieferwagen vorbeifährt), sprang die Sendungsverfolgung gegen 14 Uhr plötzlich auf „Nicht angetroffen, Paket wird zur Filiale umgeleitet“. Dabei ist der DHL-Zusteller nicht einmal in unsere Straße gefahren – kein Wunder, dass er mich nicht angetroffen hat, nicht wahr?
        Der Inder am DHL-Telefon hat mich dann – nach geraumer Zeit – auf die DHL-Website „www.dhl.de/zweitzustellung“ verwiesen, auf der man angeblich ein Paket aus der Postfiliale „erneut“ zustellen lassen könne. Das habe ich probiert -> „Server Error“.
        Damit das Paket nicht zurückgeht, habe ich letztendlich einen Handkarren organisiert und das Paket von der Filiale 1,5 km weit heim geschleppt. Toller Kundenservice, oder?!
        Beispiel 2, einige Wochen später: In der Sendungsverfolgung steht plötzlich nicht mehr mein Name als Empfänger, sondern der einer wildfremden Person in der Nachbarschaft (auch noch ein Datenschutzverstoß – es geht mich schließlich nichts an, wer drei Straßen weiter wohnt!). Das Paket ging dann auch ohne Zustellversuch sofort zurück wegen „Adresse nicht gefunden“.
        Beispiel 3, erst letzte Woche: Sendungsverfolgung „wurde ins Zustellfahrzeug geladen“. Ich war gerade im Viertel zu Fuß unterwegs und habe den DHL-Zusteller zwei Straßenecken weiter gesehen…. als er an unserer Einmündung vorbei fuhr! Gleichzeitig änderte sich der Sendungsstatus auf „nicht zustellbar, z.B. weil keine Hausnummer oder Adresse nicht gefunden, zurück an Absender“. Wobei diese Sendung Teil einer Gesamtsendung von drei Paketen war, von denen die ersten beiden einen Tag früher ordnungsgemäß angekommen waren – so unauffindbar sind wir offenbar doch nicht.
        Was soll ich da noch in Bonn anrufen – die schauen auch bloß auf der gleichen Internet-Sendungsverfolgungsseite nach wie ich und können auch nicht helfen. Beschwerden werden auch nicht weitergeleitet, eine Rückmeldung erfolgt schon überhaupt nicht. Ich habe inzwischen kapituliert und versuche DHL nach Möglichkeit zu vermeiden und sage auch all meinen Kunden und Lieferanten, dass sie nach Möglichkeit einen anderen Paketdienst auswählen sollen, wenn sie mir etwas schicken wollen, da die Hälfte ja ohnehin nicht ankommt. Traurig, aber wahr.

  5. Richard Rosner says:

    Die Zusteller klingeln grundsätzlich nicht und schneißen einen den Zettel in den Hausflur (!) und die Unternehmen wundern sich, dass sich alle nur beschweren.
    Während die deutsche Post es zumindest teilweise nicht schafft, die Schilder auf den Briefkästen zu lesen, ist wenigstens DHL zuverlässig. Paket an Packstation und fertig.
    Den Rest kann man aber komplett vergessen. Der Status des Pakets springt erst auf den gescheiterten Zustellversuch, wenn man schon längst den Zettel gefunden hat. Vorher umleiten an Filiale? Fehlanzeige.

  6. Vielleicht lebe ich in der Matrix, aber ich arbeite seit einige Monaten nur noch im HomeOffice ( aber auch vorher schon viel ) und habe in der Zeit sehr viele Pakete bekommen und auch einige selber verschickt.
    Bei keinem einigen Paket gab es Probleme, egal ob bei DHL oder DPD, die Zustellung erfolget immer nach Hause oder wenn ich wollte zur Packstation und das funktioniert einwandfrei.
    DPD ist mir in letzter Zeit sogar sehr positiv aufgefallen, deren Echtzeit Pakettracking funktioniert einfach genial.

    Versand mache ich selber nur per DHL, weil es für mich einfahcer ist, den Paketschein online zu erstellen und das Paket dann einfach in die Packstation zu packen als zur Poststelle zu fahren und auch das hat immer einwandfrei funktioniert.

    • Dann leben wir beide in der gleichen Matrix – ich habe in den letzten drei Monaten auch keinerlei Probleme gehabt, obwohl die Zahl der Pakete durchaus gestiegen ist. Ich habe aber zudem auch einen sehr guten Postbote… 😉

  7. Nach meinen Erfahrungen haben die Zusteller das sehr gut gemacht, sie haben tatsächlich mehr Empfänger/Nachbarn zu Hause angetroffen. Die Versender sind allerdings mit dem Bestellaufkommen nicht alle gleich gut zurecht gekommen. Das jetzt den Transporteuren anzulasten ist unfair. Ich habe mehrfach beobachten können, dass ich kurz nach der Bestellung bereits eine Trackingnummer mitgeteilt bekommen habe, DHL aber erst mehr als zwei Wochen später überhaupt die Paketdaten übermittelt bekam. In der DHL-App kann man sowas schön nachvollziehen. DHL u.a. haben für kein einziges meiner Pakete länger als erwartet gebraucht. Die Versender sind mit dem Bestellaufkommen nur schlecht zurecht gekommen.

    • Wenn ich einen DHL-Paketschein online erstelle, wird die Sendungsnummer in Pakettracking direkt angezeigt – nichts anderes machen Onlineshops ja auch, nur haben die sogar einen direkten Draht zu DHL und Co.
      Da steht dann „wurde elektronisch angekündigt“, erst wenn das Paket dann in der Obhut von z.b. DHL kommt, beginnt die Laufzeit, also z.b. wenn ich mein Paket in die Packstation stelle, dann steht es auch so im Pakettracking.

      Ich hab auf eine Bestellung 7 Wochen gewartet – lag aber weder an DPD nocht am Händler, sondern am Hersteller, der die Produktion wg. Corona auf Null gefahren hat.

      • Kann am Hersteller liegen oder am Händler. Aber es ist vom Händler eine Unart, zu einem Zeitpunkt wo die Ware noch nicht versandfertig ist, dem Kunden schon eine Trackingnummer mitzuteilen. Der Kunde beschwert sich dann bei der Bundesnetzagentur, und das ist gegenüber dem Versanddienstleister ungerecht.

        • Das macht nicht der Händler, sondern DHL. Wenn der Händler den Paketschein ausdruckt schickt DHL dem Käufer eine Mail. Das ein großes Unternehmen, dann aber erstmal packen muss und due Pakete auf den Weg bringen, ist DHL ja Wurst. Die Dummen sind dann die Händler. Ganz klar: der Fehler liegt bei DHL.

  8. Sebastian says:

    Also ich kann das sehr gut verstehen! Bin die Woche im HomeOffice und schaue dabei dem DHL-Fahrzeug zu wie es sich unter meinem Fenster hinstellt. Erkenne auch dass er das Paket, auf was ich warte, dabei habe. Dann denke ich mir, wird es gleich klingeln und gehe zur Tür. Es klingelt aber nicht, sondern ich erhalte auf einmal auf meinem Handy die Benachrichtigung „Ihr Paket wurde bei Ihrem Nachbarn abgegeben“ … als ich das Stockwerk runter gehe und Ihn Fragen möchte warum er denn nicht geklingelt hat, wird er frech und fragt im schlechten Deutsch: „Wo ist Problem, Paket ist doch da“ und steigt in sein Auto ein… Als ich ihm zu verstehen geben wollte, warum ich dann doch Pakete gerne selbst erhalten würde…war überhaupt kein Verständnis da.

    Naja, kann man nur einfach mehr in die Packstation bestellen – hat man weniger Probleme. Ich will auch nicht, das meine Nachbarn jedes Paket von mir Begutachten können.

  9. Es kommt immer auf den Zusteller an, für unsere Straße würde ich von der Zuverlässigkeit es ungefähr so einschätzen UPS->DHL (wenn es kein SubSub ist)->DPD->HERMES->GLS.
    Aufgrund von HO und in der Regel DHL Versand hab ich mich mit meinem Zusteller ziemlich gut arrangiert. Ich nehme oft für die Nachbarn an, gebe bei schweren Dingen gerne mal Trinkgeld. Als Dank bekomme ich IMMER die Pakete bis zur Wohnungstür, bekomme nur einen Zettel wenn ich wirklich nicht da bin und last but not least nimmt er sogar meine Retouren mit. Da hab ich nicht schlecht gestaunt als er mir das das erste mal Anbot, kann und vor allem will natürlich nicht jeder.
    Aber auch hier zeigt sich wieder, wenn man immer auf Augenhöhe und fair miteinander umgeht, weniger Ellbogen und ichichich, ist es für alle doch irgendwie netter.

  10. Meiner persönlichen Erfahrung nach, ist es gar nicht so sehr vom Zustelldienst abhängt, sondern viel mehr vom Zusteller. In meiner aktuellen Wohnung klappt beispielsweise mit Hermes immer alles hervorragend, auch DHL läuft eigentlich problemlos.

    Dafür ist die Qualität der Zustellungen von UPS hier nicht sonderlich gut, nachdem ich mit denen an meinen früheren Wohnorten immer sehr zufrieden war.

    • Das stimmt aber die Qualität der Zusteller hängt natürlich maßgeblich von deren Entlohnung ab. Und so Sklaventreiber die hart am Rande des gerade noch so gesetzlich erlaubten agieren wie Hermes bekommen halt nur die komplett Verzweifelten.

      • Es gibt kein Unternehmen, dass keine Subunternehmer hat. Auch DHL gibt an Subunternehmer ab und diese Fahrer arbeiten tatsächlich für einen Hungerlohn. Da muss sich nicht nur in der Fleischindustrie etwas ändern, sondern auch dort muss die Regierung einen Riegel vorschieben

        • Es gibt dennoch große Unterschiede zwischen den Unternehmen.
          Es hat schon seinen Grund wieso ich schon sehr lange keinen Hermes Fahrer mehr gesehen habe welcher der Landessprache mächtig war.

          Hermes bekommt zu den Konditionen nur die komplett Verzweifelten.

          • Ich mache das nur ungern. Unterscheide nicht gerne zwischen „Deutschen“ und Menschen aus anderen Ländern. Nur DHL liefert mit deutschen Fahrern aus. ALLE anderen ( GLS, DPD, UPS German Parcel ect) nutzen die Notlagen der ausländischen Mitbürgern aus. Nicht nur, dass diese Mitakein Wort Deutsch sprechen, lesen können sie unsere Sprache auch nicht. Somit wissen sie ja gar nicht was sie da für einen Sklavenvertrag unterschreiben. Das sind alles Halsabschneider. Widerlich

            • Sehe ich auch so, und da hätte die Politik längst was dagegen unternehmen müssen. Aber derartige Ausbeuter Arbeitsverhältnisse werden leider bewusst geduldet.

  11. Das Kommentar der Post ist blanker Hohn.

    Natürlich gehen die Beschwerden zurück wenn man die Möglichkeiten zur Beschwerde und die Kontaktaufnahme massiv einschränkt.

    Kontakt per Mail ist nahezu unmöglich und bei der Hotline ruft man natürlich nur an wenn es ein extrem schwerwiegender Fall ist, ansonsten spart man sich die Verschwendung seiner Lebenszeit gleich.

  12. Gruselig, was ihr so schreibt. Post, DHL und GLS sind hier sehr okay; DHL und Post sogar extrem freundlich und kompetent, Einzig UPS schwächelt und über die vollkommen desolaten Arbeitsbedingungen der Hermes Boten müssen wir gar nicht erst sprechen. Über allem schwebt jedoch Federal Express dabei nur knapp über DHL aber doch spürbar besser.

  13. Bei uns (NRW, Großstadt) ist die Reihenfolge, was Zuverlässigkeit angeht, in etwa so:

    DHL > UPS > DPD > GLS > ….. lange Zeit nichts ….. > Hermes > ….. 1 Mio. Jahre nichts ….. > Amazon Logistics

  14. Es liegt einfach am Personal und deren Qualität; mehr braucht man wohl nicht sagen. Ich selbst kann mich jetzt nicht mega beschweren, kommt zu 98 Prozent an

  15. Wolfgang D. says:

    Teilweise schlicht Überlastung einzelner Knotenpunkte. Sogar der lokale Zeitungsverlag SHZ (der sonst nur Briefe verteilt) hat schon Kleinkram von Amazon ausgeliefert, hatte schon vier verschiedene Dienste über den Tag hier die den Kram vor die Tür schmeissen.

    So ein blödes Plastik Uhrenarmband aus der Schweiz importieren, Mitte Mai bestellt, steckte erst letzten Sa. im Kasten. Hatte schon Verlustmeldung aufgegeben, und die Nachsendung des Händlers liegt gerade wieder beim Zoll in FRA. Schweizer und Deutsche Post.
    Anderer Anbieter, dasselbe Armband, andere Farbe, Versand aus Hk, kam nach drei Tagen durch FedEx Kurier und schon fünf Wochen in Benutzung.

    Die machen alle das Geschäft ihres Lebens, auf dem Rücken ihrer Fahrer. Selbst wenn die Unternehmen über den Wegfall von vielen gewerblichen (B2B) Sendungen klagen.

  16. Ich bin selbst ein paar Jahre bei UPS als Zusteller unterwegs gewesen, weil ich im technischen Bereich nichts bekommen habe. Es ist ein Knüppeljob für den man geboren sein muss. Nölige Kunden waren Gott sei Dank selten, aber die Paketflut wurde immer mehr. Aber wer hier denkt, daß ein Paketbote ewig an der Tür warten kann, weil man noch am Telefon, aufm Pott oder in der Dusche hockt, ist falsch gewickelt. Das ging vor 20 Jahren mal. Heute wird jeder Müll wegen 20 Cent billiger im Netz bestellt. Wenn jeder mal darüber nachdenken würde ob man Büroklammern oder Katzenstreu im Internet kaufen muss, statt beim Local Dealer…………..
    Und einige die hier so Hochnäsig sabbeln, daß dort nur Menschen arbeiten, die nix gelernt haben……….ich behaupte mal, das ein UPS Zusteller mehr im Monat verdient als mancher dieser Dummschnacker. Zumal UPS nur Leute mit abgschloßener Berufsausbildung und LKW Führerschein einstellt.

    • @Hirog
      UPS ist wirklich wohl noch ein Lichtblick was die Arbeitsbedingungen angeht. Auch ist UPS was zeitkritische Express Zustellungen angeht nach meiner Erfahrung mit einigen hundert Express Sendungen deutlich zuverlässiger. Bei DHL ging das öfter schief als bei UPS, deutlich öfter.

      Was das bestellen von Katzenstreu angeht: Das machen wir auch, warum sollte ich auch nicht?
      Wenn ich es online trotz dem hohen Gewicht und den Versandkosten sogar noch günstiger bis an die Haustür geliefert bekomme, wäre ich ja vollkommen bescheuert es zum höheren Preis im Laden zu kaufen und den Kram dann noch zum Dank selbst nach Hause zu schleppen.

  17. Ich arbeite Samstags bei DPD und fahre Pakete aus. Mal aus meiner Sicht:

    Halb 6 geht’s im Depot los, erstmal 3 Stunden Pakete vom Band holen und vorsortieren. Hab um 5 übrigens erstmal den Transporter abgeholt, bin also um halb 4 los gefahren. Freitags werden überwiegend nur PRIO Pakete von Amazon gefahren, keine Geschäftskunden und nur wenn Platz und Zeit ist andere Pakete vom Amazon, ohne „PRIO“ label.

    Um halb 9 ist soweit alles eingeladen und eingescannt, dann muss man per Hand im Scanner noch alles sortieren. Geht man dann auf „Tour starten“, geht der Timer los. Und der ist gnadenlos. Man hat 30 Minuten Zustellfenster, und das steht bei beginn schon bei 15 Minuten, denn man könnte ja auch 1-2 Minuten schneller sein statt langsamer.

    Um halb 10 klingelst du beim ersten Kunden. Der brauch eine volle Minute, bis er in Unterhose endlich an der Tür ist. Trotz Zustellmail und Zeitfenster tut er überrascht, wo denn jetzt das Paket her kommt. So geht es bei den ersten 10 Kunden los. Gerne wird auch Smalltalk angefangen. „Oh, was ist das denn?“. „Und, haben Sie heute viel zu tun?“. Zustellfenster ist jetzt nur noch 8 Minuten vor Rot, heißt ab da „zu spät“, Kunden fangen an verärgert zu sein, weil die Ankunftszeit sich immer wieder nach hinten schiebt. Ich kann nicht verstehen, warum man dem Paketboten nicht entgegen kommt. Ihr könnt bei DPD LIVE sehen, wo der Fahrer ist und wie viele Stopps er noch vor sich hat. Wenn ich sehe, er hat nur noch 1 oder 2 Stopps oder kenne die ungefähre Uhrzeit, dann kann man sich doch etwas vorbereiten, macht man doch beim Handwerker auch, wenn der kommt. Was da Zeit verloren geht, wie oft man Minutenlang vor Klingeln steht, das raubt einem den Nerv.

    Wenn ein Kunde nicht da ist, sollst du auch beim Nachbarn klingeln. Bis du da einen findest, vergehen wieder ein paar Minuten. Im Endeffekt bist du irgendwann bei Paket 30 von 100-150 Stopps (Ja, Corona Zeit ist gerade bei uns das 2. Weihnachten, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viele Pakete gerade über das Band laufen.) und außerhalb deiner Zustellfrist. Jetzt fangen die Kunden an der Haustür an mit „Das Paket sollte vor 10 Minuten schon da sein“. Und schon bist du im Zeitstrudel gefangen. Jetzt lasst mal noch einen Traktor vor euch fahren, eine Baustelle, Stau, Müllabfuhr. Schöne neue Technik.

    Naja, um 15 Uhr bist du irgendwann, wenn es gut läuft, fertig. Jetzt musst du noch die nicht angetroffenen und Nachbarn-wollen-keine-Pakete-annehmen-Pakete ins Ablieferdepot fahren. Um 16 Uhr ca. ist man dann fertig. Heimfahrt, 16:30 zuhause (um 4:30 los gefahren). 12 Stunden Tag, Samstags. Unter der Woche sind es gern 13-14 Stunden. Und das sind nur die Zeiten, für die Touren, die man kennt. Kommt leider auch mal vor dass Kollegen kündigen, was bei den Arbeitszeiten verständlich ist, oder Krank sind, dann fährt man Touren, bei denen man erstmal die Häuser und Hausnummern suchen muss (An alle Hausbesitzer ohne sichtbare Hausnummer am Haus – euch sollte man verbieten, Pakete zu bekommen.)

    Ich werde nach Zeit bezahlt, daher für mich nicht so schlimm. Aber jetzt macht euch mal Gedanken um die Kollegen, die zum Festgehalt fahren. Und dann wird noch rum gemeckert oder solche Kommentare wie „Sollen sich einen anderen Job suchen.“ Halleluja.

    • „Freitags werden überwiegend nur PRIO Pakete“ -> Samstags mein ich natürlich. Eieiei, so ein langer Kommentar und doch ein Fehler. 🙂

    • Wann kommt denn der Handwerker mal tatsächlich zum abgesprochenen Termin? Das ist wie bei der Paketzustellung….. Die is doch eh Zuhause und muss warten….. Mein Bruder ist mal für UPS gefahren, ich weiß um den Zeitdruck.

    • @Sascha S
      Warum die Leute überrascht sind trotz „Live Tracking“ bei DPD kann ich Dir sagen. Das Live Tracking ist extrem ungenau und hängt stark hinterher.
      Habe mal bei einer wichtigen Sendung das Tracking im Auge behalten und bin dann irgendwann noch was im Haus erledigen gegangen weil der Fahrer laut Tracking noch etliche Straßen und Stops entfernt war und zack hats geklingt und er stand vor der Tür.
      Also das Live Tracking ist nicht mehr als eine grobe Schätzung und taugt nicht dafür, dass man als Kunde an der Tür wartet.

      • therealThomas says:

        Kann ich so nicht bestätigen. Bei mir ist es immer ziemlich genau. Wenn der DPD-Wagen auf der Karte am Anfang der Straße ist, klingelt es meistens bei mir, das sind ca. 120m. Für mich ist es das eine vertretbare Verzögerung.

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