Porno-Industrie fordert bevorzugte Anzeige legaler Angebote von Google

Seit knapp einem Monat zeigt Google bei der Suche nach Multimedia-Inhalten Werbeanziegn für legale Alternativen an, falls die Suchanfrage bestimmte Begriffe enthält. Das ist ein Teil von Googles Plan, um gegen Raubkopien vorzugehen. Für die Anbieter legaler Angebote, wie etwas Streaming-Dienste ist dies ein großer Vorteil, wird so eventuell für neue zahlende Kunden gesorgt. Nun fühlt sich die Industrie für Erwachsenen-Unterhaltung der freizügigeren Art benachteiligt und fordert ebenfalls, dass Google es ermöglicht, auch für diese Branche Werbe-Anzeigen zuzulassen.

Google Office

Mehrere hochrangige Vertreter der Porno-Industrie fühlen sich von Google diskriminiert, das diese Branche ebenso mit Raubkopien zu kämpfen habe. Problem seien vor allem die sogenannten Tube-Seite, also Seiten, die wie YouTube aufgebaut sind, nur anstatt Let’s Plays eben Pornos zeigen. Diese bieten zwar eine Möglichkeit für Rechteinhaber, damit nicht rechtmäßig verwendete Inhalten gelöscht werden, den Studios fällt es aber immer schwerer, den Überblick zu behalten.

Während Google sich zu der Sache nicht äußert, sieht die Porno-Industrie in einer solchen Gleichstellung mit „normalen“ Film-Diensten sogar die Möglichkeit, die Inhalte besser nach Alter zu filtern. Dies wäre bei der Anzeige von Seiten mit raubkopierten Inhalten nicht der Fall. Wenn legale Inhalte erst auf der zehnten Suchergebnis-Seite angezeigt werden, ist es schwer, den Nutzer davon zu überzeugen, dass er für diese Art Inhalte zahlen soll.

Google hat Porno-Seiten allerdings schon immer „diskriminiert“. Für derartige Angebote kann man keine Werbeanzeigen buchen. Dass sich dies nun ändern wird, ist sehr unwahrscheinlich, auch im Hinblick auf staatliche Maßnahmen, die in manchen Ländern ergriffen werden oder künftig zum Tragen kommen sollen. Zwar hat die Industrie durchaus recht, wenn sie behauptet, dass sie eine normale Industrie, wie jede andere auch sei, Steuern zahlt und für Arbeitsplätze sorgt. Bei Google sei das Thema aber anscheinend tabu, obwohl man sich nur einmal überlegen muss, wie oft über Google nach Pornos gesucht wird. Denn wir alle wissen ja: Internet is made for porn.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Um pornographische Inhalte zu suchen ist Bing eh geeigneter 🙂

  2. Vor allem was bringt das denn. Es gibt so viel Porn im netz wer zahlt für Porn im Netz?

    Dann blockt man eben die ersten anzeigen mit Googel Hit Hider und fertig. Machen wir und doch nix vor die Dinger sind nicht oben in der Suche weil Sie illegal sind sondern meistens kostenlos und legal.

    Wenn ich morgen alle illegalen Pornos aus dem netz kicke merkt das keine Sau. Sorry so viel kann doch keiner wich….

  3. @Iruwen
    Was sind denn geeignete Suchworte?

    „Für derartige Angebote kann man keine Werbeanzeigen buchen“
    Wie ist das eigentlich bei Alkohol, Drogen, Glücksspiel und Waffen?

  4. Ist ja auch verständlich, nirgendwo gibt es mehr Viren etc. als auf Pron Seiten.
    Zumal wenn sie das machen, werden bald wieder die Gestzgeber kommen und Google verknacken, weil sie Pron Seiten nach vorne geholt haben.
    Welche dann evtl. je nach Land Content bieten der dort nicht erlaubt ist etc.

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