PC-Markt hat sich Ende 2016 wieder leicht erholt

Laut den Daten der International Data Corporation (IDC) hat sich der internationale PC-Markt Ende 2016 wieder etwas erholt – trotz der Knappheit einiger Komponenten. So wurden im vierten Quartal des letzten Jahres ca. 70,2 Mio. PCs ausgeliefert. Unter dem Begriff „PCs“ bündelt die IDC dabei nicht nur klassische Desktop-PCs, sondern auch Workstations und Notebooks. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2015 entspricht das zwar immer noch einem Minus von 1,5 %, insgesamt bescheinigen die Analysten dem PC-Markt aber etwa seit Mitte 2016 eine zunehmende Stabilisierung. Weltweit wurden 2016 etwa 260 Mio. PCs ausgeliefert.

Auch das entspricht gegenüber dem Jahr 2015 einem Minus – von 5,7 %. Mittlerweile finde sich der Markt jedoch wieder. In der ersten Jahreshälfte 2016 behinderte das kostenlose Upgrade auf Windows 10 noch bei einigen Kunden die Kauflust, doch dieser Faktor fällt ja nun weg. In Japan und Kanada kam es sogar zu Wachstum, während sich die Märkte in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika stabilisieren. Das Minus in den USA reduzierte sich zumindest.

Die Top 5 der PC-Hersteller belegen aktuell, in dieser Reihenfolge: Lenovo, HP, Dell, Apple und Asus. Lenovo konnte dabei besonders zu den Feiertagen in Europa punkten. Die Konkurrenz von HP holt allerdings auf, zumal jene ein höheres Wachstum verzeichneten. Das trifft auch auf Dell zu, die bei den Top 5 der PC-Hersteller insgesamt das größte Wachstum verbuchen durften. Apple musste hingegen im vierten Quartal 2016 ein Minus von 0,9 % hinnehmen. Deutlich schlechter sieht es für Asus aus: Der Hersteller verbuchte im vierten Quartal ein Minus von 11,3 %.

Betrachtet man hingegen das Gesamtjahr, sehen die Zahlen teilweise etwas anders aus: So tauschen hier dann Apple und Asus in den Top 5 die Plätze. Dafür hat Lenovo im Gesamtjahr kein Wachstum, sondern ein Minus hinzunehmen. Für Asus sieht das Minus wiederum im Gesamtjahr gnädiger aus, während es bei Apple 9,8 % beträgt. Das liegt sicherlich auch daran, dass die neuen MacBook Pro des Herstellers erst Ende 2016 auf den Markt kamen.

Insgesamt sind die Daten der IDC keine große Überraschung, zeigen aber immerhin, dass der PC-Markt sich langsam stabilisiert. Aufgrund der Etablierung von Smartphones und Tablets geschieht diese Stabilisierung natürlich nicht mehr auf dem Niveau, das vielleicht vor einigen Jahren seitens der Hersteller erwünscht wurde, aber dafür verdienen jene ja im mobilen Markt auch kein schlechtes Geld. Lukrativ ist aktuell vor allem der Gaming-Bereich, in dem immer noch etwas kürzere Lebenszyklen an der Tagesordnung sind und die Kunden auch bereit sind mehr Geld für beispielsweise eine neue Grafikkarte auszugeben. Bereits 2016 stürzten sich viele Hersteller auf jenen Bereich, der wohl auch 2017 eine große Rolle im PC-Markt spielen dürfte.

(via BusinessWire)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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16 Kommentare

  1. Stabilisiert heißt die erste Ableitung ist positiv oder wie ????? Ist ja seit 2012 jedes Jahr im minus

  2. Ich denke mal, dass auch zukünftig kaum relevante Zuwächse zu erwarten sind. Dem Großteil der Leute reicht doch ein Tablet. Und viele der täglichen Aufgaben erledigt man heute ganz einfach mit dem Smartphone.

    Wobei der „klassische“ Desktop-PC in Privathaushalten wohl auch kaum eine nennenswert Rolle spielen sollte. Sei es nun vom Platzbedarf, der Mobilität usw. Außer den Freaks (oder denjenigen die sich nen Mac auf den Schreibtisch stellen wollen) wird der Großteil eher zum Notebook greifen.

    Sind wir ehrlich: Abgesehen von den Zockern und den Leuten, die hier mehr oder regelmäßig im Blog lesen, nutzt der „Rest“ wohl kaum mehr als E-Mail, Internet und ein wenig Office. Vielleicht hin und wieder ein Fotobuch machen oder die Videos der Enkel archivieren. Das war’s dann auch schon. Fertig.

    Einen wirklichen Bezug zum PC hat der Großteil m.M.n eher nicht. Desktop-PC’s werden da wohl eher im betrieblichen Umfeld eine Rolle spielen.

    Was meine Wenigkeit betrifft, da war ich bereits im letzten Jahr in der Statistik dabei. Kostengünstig ein HP-Notebook geschossen, Ubuntu drauf und fertig. Die Hardware (i5, 8GB RAM, 256er Evo) sollte für mich als Linux-Nutzer die nächsten Jahre mehr als ausreichend sein. Insofern nicht die Elektronik aufgrund geplanter Obsolenz die Hufe hochreißt.

  3. Herr Hauser says:

    Nichts geht über einen Laptop oder Desktop-PC. Surfen, Arbeiten ist da 1A.

  4. @Her Hauser:
    Same here. Habe auch parallel zum Laptop noch nen Desktop PC am Laufen. Mit nem 23 Zöller macht das Arbeiten da gleich doppelt Freude. Ordentlich Platz, man kann 2 oder 3 Fenster nebeneinander haben und trotzdem alles schön erkennen. Mit den Tablets werde ich irgendwie nicht so richtig warm – weshalb ich mir da auch noch keines zugelegt habe.

  5. Wieso fällt der Faktor mit dem kostenlosen Upgrade auf Win10 weg, das geht noch problemlos? Wird nur nicht mehr so kommuniziert.

  6. ja… und texte in Word zu korrigieren geht auch auf’m Tablet eher nicht.. .da lob ich mir doch meinen grossen Screen…

  7. Tablet und Smartphone ist einfach nur ein Krampf, wenn man es gewöhnt ist an einem 27″-Monitor zu arbeiten …

    Natürlich geht das auch … ist nur verdammt unproduktiv, weil ich ein vielfaches der Zeit brauche.

  8. Es kommt halt immer darauf an was man machen will. Zum recherchieren oder ernsthaften arbeiten geht natürlich nichts über einen normalen PC am Schreibtisch mit dem 27 Zoll Monitor und einer Tasse Kaffee vor einem.
    Aber wenn man nur mal kurz was nachlesen will, tut es auch ein Tablet oder das Chromebook auf der Couch.

  9. Würde auch nie auf einen Desktop verzichten. Meinen ersten wirklich komplett eigenen Laptop habe ich mir auch erst wegen der Umschulung im November 2016 gekauft. Ein Lenovo ThinkPad im Übrigen.
    Zum Arbeiten wäre alles andere totaler Quatsch.
    Bei meinem Desktop falle ich vermutlich allerdings aus der Statistik. Der wird immer selbst zusammen gebaut.

  10. Schließe mich meinen Vorpostern an.
    Desktop mit 2X24″ Monitor und 1×55″ TV.
    Tablet und Smartphone sind dagegen elendiges Gefrickel, browsen oder Mails, die länger als zwei Zeilen sind, schreiben…einfach nur grausam.
    Selbst als ich noch regelmäßig Laptops nutzte, war immer mindestens ein zweiter großer Monitor und Maus/KB angeschlossen.

    ´PS: was ist eigentlich mit den Windows 10 Tablets, laufen die auch unter PC?

  11. Produktiv geht nur mit Desktop (bei mir ein iMac) oder Netbook für unterwegs (ein core i5 Dell mit LMDE Linux). Couch-surfen auf ’nem Chromebook und das Tablet ist nur zum CoC zocken und Musik/ Filme in Urlaub konsumieren da. Das Smartphone als mobiler Organizer, mehr nicht!

  12. Weiß nicht, warum hier der Vergleich Desktop, Tablet so Thema ist. Meine Couch im Wohnzimmer ist bequemer als der mitgenommene Campingstuhl, muss ich das noch groß kommunizieren?

  13. OT Hier also jetzt auch diese Taschenlampe in der Werbung 😀 Statt 269€ nur 67. Exakt das selbe Set kauft man sonst für ca 15€. Kürzlich selber gekauft.

  14. Der letzte PC, den ich mir (nicht selbst) „kaufte“ war anno 199x, als mir mein Vater zum Gymnasiumstart einen Pentium 90 schenkte: ein Vobis Colani Big Tower, schicktes Teil damals 😀 und seitdem bin ich wohl nicht mehr in der Statistik vertreten, da ich immer nur einzelne Komponenten dazukaufte oder austauschte… Gehäuse, Netzteile, Mainboards, Soundkarten, Grafikkarten und sonstiges Zeug. Die einzigen, denen ich noch Komplett-PCs empfehle oder besorge sind Eltern und andere im Senioren-Alter, wobei die auch schon eher mal zum Tablet greifen, statt den PC hochzufahren. Also außer zum Arbeiten und Zocken fällt mir nicht mehr wirklich etwas neues ein, wie der PC in Zukunft wieder einen Aufschwung erleben könnte. Für meine Arbeit in der Software-/Web-Entwicklung, Grafik- und Serverkram werde ich aber sicher noch viele Jahre mit meinem PC verbringen, ebenso privat bei der Verwaltung und Bearbeitung von Bildern und Photos in Lightroom.

  15. André Westphal says:

    @ Mav

    Da sagst du was: Ich selbst habe seit den späten 1990er-Jahren auch zwar mehrfach meinen PC erneuert, aber auch nie einen Komplett-PC gekauft, sondern ebenfalls immer nur einzelne Komponenten. Somit tauche ich da beispielsweise auch nicht auf – obwohl ich mehrfach neue Desktop-PCs besessen habe.

  16. An alle tablet freaks.. die meinen das es ein PC ersetzt – ihr seid eben die neue Generation wo es nur um das konsumieren von Filmen oder fake news kommentieren geht. Ein PC bleibt ein PC.

    Seit es tablets und smartphones gibt ist der Rückschritt in eine nicht geistreiche Gesellschaft vorprogrammiert. Achso programmieren kennt ihr ja nicht. Diese sogenannten Apps- inhaltlich so flach. Mal hier getoucht mal da getoucht. Juhu.

    Das erinnert mich an dieses Spielzeug für gaaaanz kleine Kinder. Wo ein Würfel auf jeder Seite verschiedene Musteröffnungen hat und man das passende Gegenstück dadurch bekommen muss. Ganz toll gemacht.

    Ich hoffe das der PC noch lange Bestand haben wird. Auch wenn die breite Masse nix damit anfangen kann.

    Auch ein PC ist heutzutage kein Wunderwerk mehr. Festplatte eingebaut und angeschlossen. Fertig. Ich stamme aus einer Zeit wo man die Festplatte noch manuel im BIOS einrichten musste. Ohne Zahlen kein Ziel.

    Aber ja… auch dieser Blog preist ja ständig irgendwelche Apps an. Egal wie banal. PC news sind da eher selten vertreten.

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