Parallels Desktop 15 erschienen

Ende 2018 wurde Parallels von Corel gekauft – doch am jährlichen Update ändert dies nichts. Parallels Desktop 15 ist erschienen. Werden sicherlich die meisten unserer Leser kennen, eine Software, die es euch erlaubt, andere Systeme in einer virtuellen Maschine auf dem Mac laufen zu lassen. Parallels Desktop bietet sofort Unterstützung für die Apple Metal API mit verbesserter Grafik. Im Zuge der Umstellung auf Metal unterstützt Parallels Desktop 15 DirectX 11, 10 und 9 und bietet den Kunden eine verbesserte Leistung.

Ich konnte vorab einer Demo beiwohnen, die die Leistung von DirectX 11 zeigte, da kamen unterschiedliche Spiele und CAD-Anwendungen zum Einsatz. Dinge wie FIFA 2019 in der virtuellen Maschine, gespielt über einen Xbox-Controller, sahen schon recht flüssig aus. Logo, da muss auch der Host die entsprechende Leistung haben. Die Bluetooth-Low-Energy-Unterstützung in Parallels Desktop 15 ermöglicht es, Xbox Controller, Logitech Craft, IRISPen und einige andere windowsbasierte IoT-Geräte (z. B. intelligente Haushaltsgeräte und Smartbands) in einer VM auf einem Mac zu verwenden. Unterstützte Plattformen sind Windows 10 und Windows 8.1, Android und Linux mit Kernel 3.13 sowie neuer.

Der gemeinsame Bluetooth-Treiber ist die Version 4.0. Parallels Desktop 15 kann derzeit macOS Catalina als VM nutzen, mit Unterstützung für Catalina als Host-Betriebssystem (OS) nach der Veröffentlichung (die für Anfang Herbst 2019 erwartet wird). Geplante Integrationen beinhalten eine verbesserte Sidecar-Unterstützung mit der Verarbeitung von Apple Pencil Tilt und Doppel-Tippen, die unter anderem in Programmen wie CorelDRAW, Corel Painter und Microsoft SketchPad verwendet werden kann.

Neu ist auch die nahtlosere Verknüpfung zwischen Windows und macOS, Nutzer können beispielsweise Bilder direkt aus MacOS-Screenshot-Vorschauen, Safari und Fotos per Drag-and-Drop direkt in die Windows-Anwendungen ziehen, um Dokumente schnell zu erstellen. Nutzer der Pro- und Business Edition bekommen noch weitere Funktionen:

Parallels Desktop 15 für Mac Pro Edition und Business Edition verfügen jetzt über ein Virtual Platform Trusted Module (vTPM), eine neue virtuelle Hardware-VM-Konfiguration, die von Windows für die Aktivierung zusätzlicher Sicherheitsfunktionen benötigt wird. Mit einem vTPM in hochsicheren Unternehmensumgebungen können Benutzer BitLocker gemäß den Konzernrichtlinien aktivieren, virtuelle Smartcards verwenden oder eine noch sichere Version von Windows Hello PIN für höheren Schutz aktivieren.

Darüber hinaus können Parallels Desktop Pro Edition- und Business Edition-Benutzer physische Festplatten (sowohl interne als auch externe) mit einer VM als logische interne Festplatten verbinden. Benutzer haben daher folgende Möglichkeiten:

Installieren von Windows oder einem anderen Betriebssystem auf dieser Festplatte
Booten mit einem Betriebssystem, das auf dieser Festplatte installiert ist
Verwenden von nicht nativen Boot Camp-Installationen

Enterprise-Anwender profitieren zudem von einer verbesserten, konsistenten Benutzerfreundlichkeit in Parallels Desktop 15 für Mac Business Edition. Die IT-Abteilung kann nun eine VM in einem gewünschten Modus sperren – Fenster, Vollbild oder Kohärenz – sodass Endanwender immer eine vertraute Umgebung erhalten und produktiver werden.

Wie mittlerweile üblich, gibt es für die Pro-Version ein Abo, welches man jährlich zahlen soll, das normale Parallels 15 bietet auch eine „unbefristete Lizenz“. Die Preisübersicht:

Parallels Desktop 15 für Mac
Upgrade von jeder Edition auf eine unbefristete Lizenz 49,99 Euro
Neues Abonnement: 79,99 Euro pro Jahr
Neue unbefristete Lizenz: 99,99 Euro
Parallels Desktop 15 für Mac Pro Edition
Upgrade von jeder Edition: 49,99 Euro pro Jahr
Neues Abonnement: 99,99 Euro pro Jahr
Parallels Desktop 15 für Mac Business Edition: 99,99 Euro pro Jahr

Alternativen? Kommt immer darauf an, was man macht. In Sachen Windows kann man vielleicht zu Apples Bootcamp greifen, dann gibt es noch VirtualBox und auf der anderen Seite noch VMware Fusion, die meines Wissens nicht pro Rechner abrechnen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Extrem teuer für Gelegenheitsnutzer. Meine damals gekaufte Version ist schon lange nicht mehr lauffähig. Jedes Jahr ein MacOS und meist nur kurze Unterstützung von Parallels Desktop. Bei mir war damals bereits nach einem halben Jahr Schluss und mit neuer MacOS-Version lief es nicht mehr fehlerfrei. Aber ich werde mir nicht jedes Jahr eine neue Version kaufen. Pro Rechner. Bin ich Krösus? Ich habe es daher gelöscht und boote halt mit Windows, wenn ich das mal brauche (Steuererklärung, weil die Windowsversion von Steuer Start billiger ist).

  2. Bleibt nur die Frage: Wann löst Oracle mal das Problem mit VirtualBox 6.x unter macOS 10.16.x … „spctl kext-consent add VB5E2TV963“ im Recovery Mode ausführen zu müssen nervt mit der Zeit, denn das ist nicht von Dauer 🙁

  3. Dass die noch leben… Nach Bootcamp hab ich nie wieder Parallels benutzt. Ja, ja, ich weiß reboot und so, aber dass das OS nativ läuft war mir wichtiger!

  4. Version 11 hielt bei mir mehrere Jahre. Es ist also nicht jedes Jahr zwingend ein Update nötig. Ausserdem bin froh, dass Parallels neben der Abo- auch noch eine Kaufversion bietet.

    Ich bin über die Preise auch nicht glücklich. So musste ich für Junior eine eigene Lizenz für sein MacBook Air kaufen, weil er einmal pro Woche Windows für die Schule braucht – und das, obwohl ich meine Version nur auf einem Rechner und nicht allzu häufig einsetze.

    Unter dem Strich ist Parallels Desktop jedoch eine Software, die in meiner Familie ein grosses Problem löst. (Komplette Apple-Umgebung, die aus beruflichen oder schulischen Gründen manchmal auch Windows braucht.) Deshalb schlucke ich diese Kröte. BootCamp ist viel zu umständlich. VirtualBox ist hässlich und benutzerunfreundlich. Und VMware Fusion hinkt hinter Parallels Desktop her.

    Also Augen zu und durch …

  5. Endlich DirectX 11. Habe ich nicht mehr mit gerechnet. Das freut mich.

  6. Andere Alternative, die meiner Meinung nach Beste gibts aber leider nur auf Linux (vlt ist alternative dann das falsche Wort) : KVM.
    Vorteile:
    Bare Metal Performance, bei entsprechender Konfiguration. Unterstützung jeglicher Betriebssysteme, auch erweiterte Funktionen wie Ordner share, Auflösunganpassung an das Fenster gibts für alle OSes, sogar in Windows mit entsprechend installiertem spice-agent. Kostenlos.
    Nachteil: Man muss es selbst einrichten, nicht für Windows oder MAC, keine One Klick Lösung

  7. Danke für die Infos …. habe heute früh gleich Version 15 installiert und diese wurde nach 2 Stunden Remote-Zugriff durch den Support wieder auf Version 14 zurückgespielt.
    Folgendes Problem tritt bei mir (nur in Version 15) auf: Ich kann Windows-Verknüpfungen (*.lnk) nicht mehr durch MacOS/Finder öffnen … es passiert einfach nichts…
    Ist bei einem shared Desktop natürlich etwas blöd …..

    Kann das Problem jemand nachvollziehen?

    • Hoi, ich habe das selbe Problem seit einigen Tagen auch, aber bei mir läuft noch die letzte 14er Version…

      Finde leider überhaupt keinen Ansatz an was das liegen könnte.

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