OS X: Applefy bringt deine Spotify-Playlisten zu Apple Music

artikel_appleSeit zwei Monaten gibt es Apple Music. Meiner Meinung nach ist das Angebot preislich attraktiv und dürfte Gelegenheitshörern entgegen kommen, in Sachen Mobil- und Desktop-App ist man meiner Meinung nach hinter Spotify, welches sich meines Erachtens gesamt betrachtet runder anfühlt. Bereits in den ersten Tagen von Apple Music tauchten Tools auf, die den Export von Spotify-Playlisten in den Musikdienst aus Cupertino versprachen. Schön zu beobachten: Initial kostenlos, nahmen viele Entwickler Geld für ihre Apps, die laut Nutzer-Feedback selten korrekt funktionierten. 

Spotify-Apple-Mashup

Anders sieht es bei Applefy für OS X aus, eine kostenlose Open Source-App – die scheint fehlerfrei zu funktionieren, zumindest konnte ich das Ganze auf zwei verschiedenen Accounts fehlerfrei nachvollziehen. Es gibt ein wenig was zu beachten, aber das sollte eigentlich keine Hürde für euch darstellen.

Der erste Schritt ist das Herunterladen von Applefy und das Eingeben eurer Spotify-Zugangsdaten in die App. Danach werden direkt eure Playlisten in der App angezeigt, ein Klick auf „Save Playlist“ bringt alle Songs als Dummy-Files in einem entsprechenden Ordner in eurem Homeverzeichnis. Sieht dann so aus:

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Nun wechselt man zu iTunes und erstellt dort eine neue Wiedergabeliste. Richtig geraten: in diese zieht ihr nun die Dummy-Files im MP3-Format aus dem Ordner. Eventuell kann eine iCloud Mediathek-Warnung erscheinen, hier wählt ihr „Entfernen und fortfahren“:

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Es wäre schön, wäre es dies nun gewesen – doch ein paar Schritte sind noch zu erledigen. Ihr markiert via CMD+A alle Titel in der Playlist und wählt aus dem Kontextmenü „Zur iCloud Mediathek hinzufügen aus“.

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Nun werden die Songs abgeglichen und registriert. Das dauert je nach Umfang der Playliste ein paar Sekunden. Danach markiert ihr wieder alle und wählt „Download entfernen“. Die gezeigte Warnung ignoriert ihr getrost. Hiermit wird halt nur sichergestellt, dass ihr die lokalen Dummy-Dateien los seid und dann direkt aus der Cloud gestreamt werden kann.

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Ob man nun damit durch ist? Jein. Die Playlisten stehen, Songs können heruntergeladen und gestreamt werden. Aber es gibt noch Stolperfallen. Alle Songs zeigen initial eine Laufzeit von 5 Sekunden an. Keine Sorge, nach einem Anspielen wird die korrekte Dauer angezeigt.

Aber ihr werdet Songs finden, die es eben bei Apple Music nicht gibt. Normal – mancher Dienst hat Gruppe A, dafür nicht Gruppe B, alternativ kann es sein, dass Titel und Interpret bei Apple Music nicht mit Spotify übereinstimmen. Hier müsst ihr halt aus der Playlist die nicht existenten Tracks löschen – und glaubt mir bitte: ein nicht korrekt angezeigtes Coverbild ist nicht zwingendes Indiz für das Nichtvorhandensein des Tracks bei Apple Music.

Letzten Endes ist es aber so, dass Applefy Arbeit spart. Man stelle sich mühsames Heraussuchen von Tracks vor, damit man als eventueller Umsteiger seine Songs aus Spotify bei Apple Music hören kann. Da nutze ich lieber die Software und kicke nicht existente Songs aus Listen, wenn sie mir eben beim Hören – beziehungsweise Nichthören – auffallen.

>> Applefy

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. Was ich leider noch sehr vermisse, ist der umgekehrte Weg, Apple zu Spotify. Ich werde nach den drei Monaten Apple Music kündigen und bei Spotify bleiben. Allerdings habe ich ein paar sehr nette Playlists bei Apple Music gefunden, die ich gerne weiterhin hätte.

  2. Komisch dass in solchen Vergleichen selten Google Music genannt wird (generell, nicht auf das Blog bezogen). Die Desktop App im Browser ist Klassen besser als die von Spotify (zumindest das Linux Programm von denen, K.A. Ob die Windows Version besser ist, aber wozu ne Betriebssystem spezifische App, wenn alles im Browser läuft?) und die Android App find ich auch intuitiver… Das Angebot scheint für meine Belange nicht besser oder schlechter zu sein…. Was mich aktuell bei Spotify hält, ist der Preis (zahle 5 eur), würde aber bei gleichem Preis wieder zu Google wechseln….

  3. Das Tool scheint einen Premium Account bei Spotify vorauszusetzen…

  4. ja es wird ein Premium Account bei Spotify benötigt, was total doof ist da keiner einen Spotify premium account hat der zu apple Wechseln will.

  5. Tja, nette Idee hinter diesem Programm, aber:
    Ich habe jetzt in der iCloud 5sec lange sehr stille Songs. Und egal auch welchem Gerät, das an der iCloud dranhängt ich die Songs abspiele, sie bleiben 5sec lang und stumm.
    Sprich: iTunes hat die Dummies hochgeladen.

  6. @Christian: Hast du alles gelesen?

    Ob man nun damit durch ist? Jein. Die Playlisten stehen, Songs können heruntergeladen und gestreamt werden. Aber es gibt noch Stolperfallen. Alle Songs zeigen initial eine Laufzeit von 5 Sekunden an. Keine Sorge, nach einem Anspielen wird die korrekte Dauer angezeigt.

    Aber ihr werdet Songs finden, die es eben bei Apple Music nicht gibt. Normal – mancher Dienst hat Gruppe A, dafür nicht Gruppe B, alternativ kann es sein, dass Titel und Interpret bei Apple Music nicht mit Spotify übereinstimmen. Hier müsst ihr halt aus der Playlist die nicht existenten Tracks löschen – und glaubt mir bitte: ein nicht korrekt angezeigtes Coverbild ist nicht zwingendes Indiz für das Nichtvorhandensein des Tracks bei Apple Music.

    Klingt ausserdem irgendwie so, als ob die die alten Files nicht entfernt hast (wenn es denn alle sind)

  7. Ja, habs gelesen, verstanden, für logisch befunden und befolgt 🙂
    Ich habe im Benutzerverzeichnis definitiv keine MP3s mehr liegen und iTues spielt (auf dem Desktop-Rechner an dem ich sitze ebenso wie an einem Laptop oder auf dem iPhone) immer nur stumme 5sec ab.

    Der Vorgang des „Abgleichens und Registrierens“ dauerte mir auch etwas lang – die Dauer passte beser zum Hochladen von Dateien.
    Kann es sein, dass es einen Unterschied macht, ob man schon vorh AppleMusic seine Mediathek in die Cloud gelegt hatte (Match hieß das glaube ich)?

  8. Puh, das weiss ich nicht, wie das sich mit Match schlägt…..

  9. Na, ich vermute inzwischen schon recht sicher, dass eben das bei mir beobachtete Verhalten an match liegt. ist ja auch logisch: Match scannt die lokalen Daten und lädt sie in die Cloud, wenn in der Cloud nicht exakt das gleiche schon ist.
    Schade, das Toll sah gut aus.
    Na, dann tippe ich eben wieder Listen ab …