Oral-B Genius: Smarte Zahnbürste soll Karius und Baktus vertreiben

Oral-B GENIUS_SmartRingMit der Oral-B Genius soll das Zähneputzen nun in ganz neue Sphären vorstoßen: Statt mit buntem Plastik aus dem Discounter im Mund rumzuschrubben, könnt ihr mit der Oral-B Genius Vernetzungen zum Smartphone einleiten, um die Mundhygiene zu optimieren. So verbindet sich die Genius via Bluetooth mit der passenden App von Oral-B. Das war allerdings auch schon mit Vorgängermodellen möglich. Neu ist die Option, über die Smartphone-Kamera sowie die Sensoren des Telefons zu erfassen, welche Zähne wie lange geputzt wurden. Dabei halten Statistiken genau fest, wo die Zahnbürste in Zukunft stärker zu Werke gegen sollte.

Es lassen sich auch Zonen vorgeben, in denen ihr selbst besonders lange putzen möchtet – beispielsweise weil der Zahnarzt dort drohendes Karies attestiert hat. Dann erinnert die Oral-B Genius euch beim Zähneputzen daran. Als technische Merkmale der elektrischen Zahnbürste nennt der Hersteller weiterhin eine dreifache Andruckkontrolle und einen „professionellen Timer“. Im Grunde kann die Oral-B Genius sinnvolle Rückmeldungen geben, sollte man der Meinung sein eigentlich korrekt die Zähne zu putzen, in der Praxis aber doch hin und wieder bestimmte Kieferbereiche vernachlässigen.

Oral-B GENIUS_Lifestyle_Female

Im Lieferumfang der Zahnbürste liegt auch eine Reise-Schutztasche bei. In das Case ist ein Akku integriert, mit dem sich die Zahnbürste aufladen lässt. Auch mobile Endgeräte können via USB Strom dort abzapfen. Mit einer Ladung soll die Oral-B Genius ca. zwölf Tage durchhalten – bei ca. dreimal am Tag etwa zwei Minuten Nutzungszeit. Der „Smart-Ring“ der Genius lässt die Bürste wiederum mit zwölf LEDs in verschiedenen Farben aufleuchten. Offen ist leider noch der Verkaufspreis der Oral-B Genius. In Deutschland soll die elektrische Zahnbürste im Juli in den Farben Schwarz und Weiß auf den Markt kommen.

Oral-B GENIUS_Produktarrangement_Black

Ich selbst bin seit meiner Kindheit kein Fan von elektrischen Zahnbürsten, wäre aber wohl ein Kandidat, der prädestiniert für die Nutzung wäre: So drücke ich viel zu stark auf und zerfleddere meine Bürsten daher extrem schnell. Tja, das kommt dabei raus, wenn einem die Eltern in der Kindheit mit Karius und Baktus Panik machen. Der Vernetzungs-Kram der Oral-B klingt für mich auf den ersten Blick etwas übertrieben, könnte aber in der Praxis wohl wirklich das eigene Zähneputzen optimieren.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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17 Kommentare

  1. Cool, dann können die Daten ja gleich zur Krankenkasse weiter gechickt werden!

  2. Und wer nicht korrekt putzt, wird seine Behandlungskosten in Zukunft selber zu tragen haben. Danke Industrie 4.0!

  3. Wirkt irgendwie nicht wie ein rundes Produkt. Wer hat denn Lust sein Handy an den Spiegel zu klatschen und sich beim Zähneputzen dann filmen zu lassen? Unnötiges Smart Produkt…

  4. Ihr habt beide Unrecht, die App ist nämlich total beschissen, jedenfalls bei der 7000/8000er Serie. Und m.W. nach ist das jetzt dieselbe App nur in etwas aktuellerer Version für die neue Zahnbürste samt Kamera. Problem: Kein Sync. Da erputzt man sich die besten Stats, wechselt das Handy und alles ist weg.
    Insofern etwas Datenschutz, weil die Daten sind nicht personalisiert und niemand kann sagen, zu wem die Daten gehören.
    Ich habe so eine Zahnbürste mal gewonnen und finde sie ehrlich gesagt geil weil es doch motiviert und man einfach den Überblick hat und es eben nicht mal schleifen lässt warum auch immer. Der Zahnarzt interessiert sich zwar nen feuchten Furz dafür – dafür ist seine Zeit zu kostbar – aber insgesamt bin ich damit zufrieden.
    Aber die App ist schlecht zu bedienen, ken Sync mit irgendeiner Cloud und der Gamification Ansatz ist eben nur ein Ansatz; hier wäre es noch viel besser anonymisierte Daten aus der Nachbarschaft zu bekommen, damit man unter die Top 5 Putzer im Ort werden kann, etc… Ähnlich Freeletics oder sowas.

  5. PS: Kamera und Spiegel halte ich für völlig überflüssig. Ich hab sehr unauffällig weiß auf weiß ein NFC Tag neben dem Spiegel kleben. Handy kurz drüberziehen, Bluetooth geht an, App startet und nach 5 Minuten geht Bluetooth wieder aus.

  6. Meiner Meinung nach schon zu viel Technik. Wenn ich mal fürs Zähneputzen eine APP brauche dann lass ich mich freiwillig einliefern.

  7. Verbaut Oral-B Braun auch in den teuren Zahnbürsten die gleichen Schrottakkus?
    Mag ja sein, daß am Anfang der Akku eine Woche hält. Aber spätestens nach zwei Jahren blinkt es nach einmaliger Benutzung rot.
    Wenn es bei Lidl wieder die Zahnbürsten mit wechselbaren Batterien/Akkus gibt, das wird meine Neue. eneloop rein, und Ruhe im Karton.
    Zahnbürste mit bluetooth? Die Menschheit ist nur noch dämlich, oder lässt sich alles verkaufen…
    Davon abgesehen, ist die elektrische Zahnbürste an sich, die beste Erfindung seit geschnitten Brot.

  8. Ich habe davon das Vorgängermodel, aber nur weil es die mal günstig zu kaufen gab. Für mich ist das einfach nur eine Zahnbürste. Schick ist es das man sieht wenn man zu fest drückt. Diese „tolle“ App hab ich mir aber nicht angetan.

  9. @wolftarkin: Die Menschheit ist so dämlich und bezahlt für so einen Müll auch noch viel Geld. Mein Zanhbürst putz auch ohne den BLuetooth-Bullshit wunderbar.

    Der akku meiner ORal-B hat übrigens fast 5 Jahre gehalten

  10. @ wolftarkin:
    Vermutlich gelten die 12 Tage mit dem Zusatzakku.

  11. Zitat aus dem Video von den Kollegen Curved:
    „Auf einen Preis wollte man sich auf dem MWC noch nicht festlegen, er wird aber vermutlich um die 250 Euro liegen.“
    Zu dem Preis kriegt man 5-8 Braun Oral-B Professional Care 500 – ohne Blauzahn und saubere Zähne.

    Video:
    https://youtu.be/FyRqf0DsVlo

  12. Was für ein Blödsinn. Mündiger Bürger adé, wenn man schon zum Zähneputzen eine App benötigt, die einem sagt, wann man wo wie lange putzen soll. Aber wird bestimmt ein echter Renner …

  13. Ich fand den Titel von the verge dazu ganz passend: brushing your teeth has never been this complicated. Total affig das ganze

  14. Ich habe noch nie ein Loch gehabt, noch nie einen Bohrer im Mund. Sitze meist länger im Wartezimmer als auf dem Untersuchungsstuhl. Und alles mit analoger Zahnbürste und dem Putzverhalten, dass ich in meiner Kindheit beigebracht bekam. Zahnbürste wird ca. 1x pro Quartal neu gekauft, Zahnpasta nur maximal bis zur Hälfte auf den Kopf der Bürste gedrückt. Hat mir vor Jahren mal mein Zahnarzt gesteckt, würde völlig ausreichen. Günstiger kann ich meine Zähne nicht gesund halten. Schätze, dass werde ich wohl so lange machen, bis ich die Zähne nachts in ein Glas legen kann. Wenn das überhaupt nötig wird.
    Mich wundert jedenfalls, dass mein Zahnarzt immer noch so nett zu mir ist, obwohl der mit mir kein Geld verdienen kann.

  15. germanrooster says:

    wir nutzen zu hause den vorgänger. am anfang hab ich auch mal die app getestet, hab es aber schnell wieder bleiben gelassen!

    – BT-Verbingung ist mies – das verbinden dauert ewig. ebenso der sync… (gut, das kann auch am smartphone liegen)
    – die app an sich bieten imho keinerlei mehrwert! ob ich z.b. zu fest aufdrücke, sagt mir die zahnbürste selbst und zusätzlich dieser „timer“ – da brauch ich nicht noch eine 3te anzeige auf dem smartphone… wie oft ich insgesamt geputzt habe und wie lange – wayne! ich putze 2x2minuten am tag – das muss mir die app nicht sagen…
    – seit dem ich mit der app etwas rumspielen habe, funktioniert bei der zahnbürste die 30-sekündige vibration nicht mehr. auch das zurücksetzen per app ist nicht möglich… naja, jetzt muss ich halt die ganze zeit auf den timer schielen…
    – keine ahnung wieviele modis die bürste hat (ich glaub 5 oder 7). davon nutze ich in der regel aber nur 2. 1x normal (2 minuten) und 1x die 3-minuten-modus. es gibt ja diesen tollen „aufhellungs“-modus: ich bezweifle stark, dass meine zähne aufgehellt werden, wenn die bürste in einem anderen rhythmus fibriert… 😀

    für mich macht die app null sinn. und ich hab auch nicht lust, jedesmal das prozedere mit BT-an/aus-appstarten usw. mitzumachen.
    dieser kleine „timer“ reicht für mich vollkommen aus!

  16. Ich habe mir vor kurzem die 7000 gekauft, die Zahnbürste ist schon gut. Wenn man zu stark aufdrückt, leuchtet sie sofort rot und das ist SEHR empfindlich. Man braucht die Bürste nur leicht auf die Zähne halten zum Putzen.
    Die iPhone-App ist „nice to have“, aber nur eine Spielerei. Man braucht sie aber nicht immer aktivieren, die Zahnbürste speichert die letzten 30 Putzvorgänge und die App synchronisiert sie dann als Paket. Der Datenabgleich funktioniert aber schnell und problemlos.
    Für die aktuelle Zeitanzeige finde ich den SmartGuide (die kleine LCD-Anzeige) praktisch. Die startet automatisch mit der Zahnbürste.

  17. zerfleddern der Bürsten ist weniger das Problem, zerfleddern des Zahnfleischs schon…

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