Oppo Find N: Foldable-Flaggschiff offiziell vorgestellt

Mit dem Oppo Find N, einem Foldable, machte Oppo bereits im Laufe der Woche „heiß“ auf das zweitägige Innovations-Event 2021. Nun macht man das faltbare Flaggschiff-Smartphone nach rund vier Jahren Forschung und Entwicklung sowie sechs Prototyp-Generationen offiziell.

Das Scharnier beim Find N soll aus 136 Komponenten bestehen und dem Aufbau eines menschlichen Gelenks gleichen. Da man den Winkel der Displayfalte vergrößert hat, würde man von einem Puffer beim Faltvorgang profitieren, so Oppo. Dieser Knickwinkel eliminiert im zusammengeklappten Zustand den Abstand zwischen den Displays. Der kleinere Knickwinkel soll zudem dafür sorgen, dass das Gerät weniger anfällig ist. Das Scharnier lässt sich in jedem Winkel zwischen 50 und 120 Grad zum freien Aufklappen fixieren. So lässt sich das Gerät auch als eigenes Stativ nutzen.

Beim Display setzt man auf eine Schicht aus ultradünnem Glas (0,03 mm). Im Vergleich dazu: Das Glas eines herkömmlichen Smartphones sei 0,6 mm „dick“. Davon verspricht man sich eine hohe Robustheit und Zuverlässigkeit. Das Display sei – auch nach 200.000 Faltvorgängen – nahezu „faltenfrei“ klappbar.

Zugeklappt verfügt das Oppo Find N über ein Außendisplay mit 5,49 Zoll (ca. 14 cm) bei einem Seitenverhältnis von 18:9. Im aufgeklappten Zustand gibt es 7,1 Zoll (ca. 18 cm) im Landscape-Format. Beim großen Innendisplay kommt ein LTPO-Display zum Einsatz. Jenes bietet eine dynamische Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz. Zudem weise jenes außerdem eine Touch-Sampling-Rate von 1.000 Hz auf. Spitzenhelligkeit? 1.000 Nits. Mittels 10.240 automatischen Helligkeitsstufen passen sich beide Displays ihrer Umgebung an.

Oppo hat seine Benutzeroberfläche nun so angepasst, dass Apps das neue Format möglichst ausschöpfen. So wird das Find N mit der Notizen-App beispielsweise zum Laptop im Mini-Format. Da das Smartphone aufgeklappt ja quasi zum Tablet mutiert, bringt man auch weitere Verbesserungen in puncto Produktivität und Multitasking mit. Mit dabei: eine erweiterte Gestensteuerung, beispielsweise für den Split-Screen:

So kann man bei Verwendung einer kompatiblen App einfach mit zwei Fingern in der Mitte des Geräts nach unten wischen, um den Bildschirm in zwei Hälften zu teilen. Ein Vollbildfenster wird in ein schwebendes Fenster umgewandelt, indem man es mit vier Fingern umfasst. Das OPPO Find N unterstützt auch herkömmliche Split-Screen-Gesten, wie langes Drücken und Ziehen kompatibler Symbole. Häufig verwendete Multi-App-Split-Screen- Kombinationen können auch auf dem Startbildschirm gespeichert werden.

Wie von anderen Foldables, beispielsweise seitens Samsung, gewohnt sei ein Wechsel zwischen den Displays nahtlos und unkompliziert. So wechseln auch die Inhalte von Display zu Display mit. Für das innere Display lässt sich auch mit einer geteilten Tastatur tippen.

Auch in Sachen Kameraausstattung möchte sich Oppo nicht lumpen lassen. Eine Triple-Kamera ist an Board. Als Hauptsensor dient ein 50 MP Sony IMX 766 Hauptsensor. Weiter hat man ein Ultra-Weitwinkelobjektiv mit 16 MP und ein Teleobjektiv mit 13 MP verbaut. Selfie-Kameras sind sowohl auf dem inneren als auch auf dem äußeren Display zu finden. Auch die Kameraoberfläche ist für den neuen Formfaktor angepasst. Es lassen sich Fotos auf der einen Displayseite aufnehmen und auf der anderen Seite betrachten.

Im Inneren des Find N werkelt ein Snapdragon 888. Jenem stehen 12 GB LPDDR5-RAM zur Seite sowie 512 GB an UFS 3.1 Speicher. Der 4.500 mAh große Akku lässt sich mittels SuperVOOC kabelgebunden mit 33 Watt betanken. In knapp 70 Minuten ist der Akku vollständig geladen, nach einer halben Stunde sind wieder 55% „im Tank“. Kabellos geladen wird mittels AirVOOC mit 15 Watt oder über kompatible Ladeplatten nach dem QI-Standard. Mittels Reverse-Wireless-Charging können auch andere Geräte mit bis zu 10 Watt aufgeladen werden. Sonstiges? Ein Fingerabdruckscanner ist in der Einschalttaste versteckt.

Das OPPO Find N ist ab dem 23. Dezember 2021 in China verfügbar. Die Variante mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher gibt es zum Startpreis von ¥7699 (umgerechnet ca. 1073 Euro), die Version mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher für ¥8999 (umgerechnet ca. 1255 Euro).

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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4 Kommentare

  1. Also ganz ehrlich, so potthässlich und undurchdacht, wie vor allem der Tablet-Modus aussieht (die abgerundeten Ecken vom Display passen nicht einmal zu denen vom Gehäuse), sieht das Ding weder aus wie knapp 1100€+ und auch nicht wie angeblich 4 Jahre in Entwicklung. Das Ding war bestenfalls ein Jahr in Entwicklung und IST der Prototyp…

    • Und dann noch die tolle Update Politik………. 😉

    • hast du da was anderes gesehen?
      ich find das ding a) optisch super gelungen, und b) wesentlich durchdachter als z.b. das fold. und in beiden fällen meilenweit weg von prototyp.

      aber gut, der größte hersteller der welt wird bestimmt unfertige prototypen auf den markt werfen, da hast du bestimmt recht. die haben ja nichts zu verlieren! 😀

  2. Tolles Gerät! Den Teardrop-Trick gab es schon beim neuen Moto Razr 5G. Leider würde mir persönlich der Stift-Support fehlen, den das Z Fold 3 bietet, so leider kein vollwertiger Konkurrent. Grüße!

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