OLED-TVs von LG: Erste Informationen zu den Ultra-HD-Modellen für 2017

artikel_lgDank der Wi-Fi Alliance gibt es erste Informationen zu LGs kommenden OLED-Fernsehern für das Jahr 2017. Ich selbst setzte immer noch große Hoffnungen in die Technik, da ich hier die legitimen Nachfolger für die zu den Akten gelegten Plasmas erkenne. Jedenfalls plant LG offenbar für das nächste Jahr neue Geräte für mindestens fünf Serien: B7 (flach), C7 (Curved), E7 (flach), G7 (flach) und W7. Während die Modelle der drei zuerst genannten Diagonalen von 55 bzw. 65 Zoll anlegen werden, erscheinen die G7 und W7 mit jeweils 65 und sogar 77 Zoll. Alle Geräte sollten Ultra HD, also nativ 3.840 x 2.160 Bildpunkte, einspannen.

Eine Übersicht erhaltet ihr direkt hier bei der Wi-Fi Alliance. Es könnte sein, dass die Einstiegspreise der kommenden OLEDs von LG nächstes Jahr günstiger ausfallen als es 2016 noch bei den Fernsehern der Fall gewesen ist. So hat sich die Produktion weiterentwickelt und die Herstellungskosten sinken. Diagonalen von weniger als 55 Zoll wird es im OLED-Bereich aber offenbar auch 2017 noch nicht geben. Damit ist erst ab 2018 oder sogar 2019 zu rechnen, da sich hier die Produktionskapazitäten und -techniken erst entsprechend entwickeln müssen. Und sicherlich aktuell auch noch nicht die Nachfrage zu den gegebenen Preisen da wäre.

lg-oled-65-zoll

Offen ist noch, welche Schwerpunkte LG 2017 bei seinen OLEDs setzen wird. Dieses Jahr sicherte sich LG mit seiner Unterstützung von Dolby Vision ein Alleinstellungsmerkmal, das allerdings noch hinter seinem Potential zurückbleibt. Denn zwar unterstützen die Streaming-Anbieter Amazon Prime Instant Video und Netflix Dolby Vision für ausgewählte Inhalte, Ultra-HD-Blu-ray-Player und entsprechende, optische Datenträger fehlen allerdings noch. Auch hier soll sich aber 2017 definitiv etwas bewegen. Wahrscheinlich ist somit auch, dass LG seinen TVs bald ein Abspielgerät für Ultra HD Blu-ray mit Dolby Vision zur Seite stellen könnte. Schön wäre auch, wenn LG sich 3D als Feature bewahren würde. So hatten die OLED-TVs mit Ultra HD aus dem Jahr 2016 noch passives 3D an Bord. Die meisten anderen Hersteller haben bei ihren UHD-Bildschirmen darauf verzichtet. Es bleibt abzuwarten, ob LG sich hier nun dem Trend hingeben wird oder durchhält und den verbliebenen 3D-Fans eine Brücke baut.

So oder so wird es spannend: Bei Veröffentlichung der neuen Serien dürften die OLEDs aus dem Jahr 2016 einen gehörigen Preissturz erleben. Sollten die Einstiegspreise der neuen Geräte tatsächlich niedriger liegen, als es dieses Jahr der Fall gewesen ist, könnte das zudem ehemalige Plasma-Besitzer wie mich zum Umstieg locken. Voraussetzung ist natürlich, dass die Bildqualität stimmt. Ich bin jedenfalls extrem gespannt und freue mich jetzt schon auf die CES 2017.

(via Hi-Fi-Forum)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

7 Kommentare

  1. Für mich wäre auf jeden Fall neben Dolby Vision und 3D auch noch die Möglichkeit zur Wandmontage relevant. Geht natürlich nur bei den flachen Geräten, aber curved halte ich sowieso für Unsinn. Kenne auch niemanden, der sich sowas krummes ins Zimmer stellen würde.

  2. Man kann auch Curved TVs in der Regel an die Wand hängen. Sieht dann nur bescheiden aus. Aber man hat ja zum Glück die Wahl.

    Ich halte OLED zwar auch für die aktuell spannendste Technologie bei Fernsehern. Für mich wird der Umstieg auf 4K aber zuerst mit einem neuen Projektor kommen. Da muss ich mich für ein bezahlbares Gerät noch eine ganze Zeit gedulden.

  3. Ich hab im Moment mehr das Problem Verwandten zu erklären warum sie einen neuen Fernseher brauchen (Arbeitszimmer). ‚Der ist erst 5 Jahre alt…‘
    TV Quelle ist hier DVB-T, anders nicht machbar. 25″ und kann natürlich kein HEVC…
    Mit DVB-T2 bleibt dann das Panel dunkelschwarz.

    Dieses Thema könntet ihr auch mal in einem Artikel ‚aufarbeiten‘. ☺️

  4. OLED ist bei den Preisen im 65″ Bereich erst in 2 Jahren rentabel. Für mich kommen nur die Höheren Serien in Frage und da ist man momentan noch 1500€ über den Mitbewerbern. Wäre wirklich Top wenn LG 3D nicht absetzt.
    Ansonsten eben warten bis die 2016 Modelle unter 3000 fallen.
    HDR ist sicher toll, ich lass mir aber nicht bei abgedunkelten Zimmer über 1000nits ins Gesicht blasen! Oled würden mir vollkommen ausreichen!

  5. also ich bin von den Smart-TVs enttäuscht:
    habe mir 2014 einen nigelnagelneuen Panasonic UHD-TV gegönnt. Preis > 2000€.
    Der bekam letztmalig in 2015 ein Update.
    Jetzt schon geht die ZDF Mediathekeken APP auf dem TV nicht mehr (Umstellung seitens ZDF). Kann zwar HBBTV nutzen, aber dennoch.
    Da sage ich mir: besser kein Smart-TV, sondern ein einfaches Display und dann ordentliches Setop Boxen wie Apple TV, Fire TV, Chromecast, Receiver etc. dran.
    So eine Box ist dann auch mal fürn „Huni“ auf den neuesten Stand gebracht, wenn überhaupt.
    Das „Sound-Problem“ Dolby Atmos und co. wird dann eben in die Sound-Receiver Abteilung verlagert
    Ich werde mir so schnell jedenfalls keinen Smart-TV mehr gönnen.

  6. Gerade nochmal den Stromverbrauch von Samsungs HDR+ in 65″ recherchiert.
    Durchschnittlich 300 Watt ??! Das waren dann wohl die letzten wirklichen Vorteile der LC Displays.

  7. Interessant wäre auch die Haltbarkeit bzgl. ausbrennen der AMOLEDs. Bin auch sehr interessiert an der Technik, die bisherigen Testberichte von Kunden klingen dahingehend aber noch nicht so prickelnd :-/