Offiziell: Telekom verkauft tolino-Ökosystem an Rakuten Kobo

Ein Eintrag beim Bundeskartellamt deutete es bereits an, die Telekom steht mit Rakuten Kobo in Verhandlungen, um das tolino-Ökosystem an die Konkurrenz zu verkaufen. Das wird nun per Pressemitteilung bestätigt, Ende Januar soll der Deal bereits abgeschlossen sein. Für den geneigten tolino-Nutzer ändert sich indes nichts, alle Dienste und Händler bleiben bestehen, auch der Telekom HotSpot-Zugang sowie der Name. Gleiches gilt für alle tolino-Partner, also die über 1.500 angeschlossenen Buchhändler, sie werden weiterhin Anlaufstelle für die Nutzer bleiben. Ob Kobo als Marke in Deutschland aktiv bleiben wird, geht aus der Meldung allerdings nicht hervor, ist aber zu erwarten.

Kobo und tolino kämpfen vor allem gegen Amazon an, das Kindle-Ökosystem genießt eine sehr weite Verbreitung beim e-Reading. Die Telekom sieht jetzt den richtigen Zeitpunkt, die erfolgreiche Plattform abzustoßen. Dass man tolino an einen bisherigen Konkurrenten abgibt, spielt dabei keine Rolle. Hier noch einmal der Passus mit den Änderungen für Kunden im Wortlaut:

„Für die tolino Kunden ändert sich durch den neuen Partner nichts. Sie bleiben weiter Kunden ihres tolino Buchhändlers und greifen auf die bisherigen Services zu. Die etablierte Marke tolino bleibt als eine der führenden eReading Marken für den deutschsprachigen Raum erhalten. Die erfolgreichen tolino eReader werden fortgesetzt und die bisherigen Geräte weiter technisch unterstützt. Die kostenlose Nutzung von Telekom HotSpots, tolino App und tolino Cloud stehen in gewohntem Umfang zur Verfügung.

Die Anbindung der weiteren Buchhändler an das tolino Ökosystem bleibt mit dem neuen Technologiepartner bestehen. Der Service steht neben den Gründungspartnern unverändert den assoziierten Partnern der Allianz wie Osiander, Mayersche Buchhandlung und den über 1.500 Buchhandlungen, die über das Barsortiment Libri an tolino partizipieren, zur Verfügung.“

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. @Sascha
    Dir ist glaube ich am Anfang in kleiner Tippfehler unterlaufen „Raketen Kobo“. Ist noch früh am Morgen 😛

  2. Nur Spekulation… aber

    Warum nur hab ich das Gefühl, dass der Amazon Kindle gewonnen hat und dieser Tolino-Reader bald Geschichte sein wird.

    Kennt irgendwer jemand mit einem Tolino Reader? Ich leider nicht. Alle haben einen Kindle.

    Leider scheint der Konkurrenzlos. Das hat wohl auch die Telekom im Hintergrund erkannt.

  3. @wpressy: Ist bei mir genau umgekehrt. Kenne kaum Leute mit einem Kindle. Deutlich beliebter sind da tolino und Kobo.

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