Nvidia will mit Flüssigkeitskühlungen den Stromverbrauch von Datenzentren bändigen

Nvidia bietet nicht nur Produkte wie Grafikkarten und Mediaplayer für Privatkunden an, sondern beliefert auch Geschäftskunden mit speziellen Lösungen – etwa Datenzentren. Doch der Strombedarf letzterer wächst und wächst. Keine gute Sache, bei steigenden Energiepreisen und dem Ziel, den Klimaschutz zu stärken. Da will Nvidia aushelfen: mit neuen Lösungen, die auf effiziente Flüssigkeitskühlungen setzen.

Da möchte man beispielsweise einen Ableger seiner A100-Compute-Card einführen, der mit einer Flüssigkeitskühlung arbeitet – siehe das Artikelbild. Jene soll ca. 30 % weniger Strom benötigen als die luftgekühlte Variante. Nvidia gibt an, dass man für Flüssigkeitskühlungen in vielen Bereichen Potenzial sehe – etwa auch in Fahrzeugen. Letzten Endes können Flüssigkeiten Hitze besser ableiten als Luft und so gibt es da Potenzial. Zumal Computing-Lösungen mit Flüssigkeitskühlungen in der Regel auch weniger Platz benötigen.

Mittlerweile wird da ja auch viel experimentiert und kombiniert – beispielsweise mit Dampfkammern, die sogar schon in Spielekonsolen wie der Xbox Series X und Gaming-Smartphones zum Einsatz kommen. Nvidia bewirbt seine Lösungen mit derartigen Lösungen im ersten Schritt aber eher für Mainstream-Server, nicht (nur) die High-Performance-Segmente. Vielleicht ist es da ja auch möglich, dass man irgendwann seine Grafikkarten als Standard mit Flüssigkeitskühlungen versieht?

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5 Kommentare

  1. Das spart dann Strom beim abführen der Wärme?
    Die Karten scheinen ja gleich viel zu verbrauchen und in Wärme umzuwandeln, da ändert sich ja nix oder? Ich verstehe den Sinn nicht, wenn sich nur das kühlkonzept ändert aber die Abwärme unverändert bleibt…

    • Ich auch nicht.
      Es entfallen wohl einige Lüfter. Dafür muss Wasser bewegt und ggfs. auch aktiv gekühlt werden.
      Ich vermute eher der Strombedarf für die Kühlung sinkt um 30%, nicht der gesamte Strombedarf.

    • Je heißer Silizium wird, desto höher wird der elektrische Widerstand, also braucht man — vereinfacht gesagt — mehr Strom. Das ist ein Effekt, den z.B. schon mit einer Custom-Wasserkühlung gut sehen kann. Wobei das eher um die 10% Ersparnis sind.

      Die restlichen 20% werden wohl eher dadurch erreicht, dass die Abwärme direkt in die Flüssigkeit wandert und man diese Energie dann sehr gezielt zu Wärmetauschern leiten kann, ohne die Umgebungsluft innerhalb des Rechenzentrums aufzuheizen, wie das bei Luftkühlung der Fall ist. So muss wesentlich weniger Abwärme aus der Luft abgeführt werden, man kann also die Klimatisierung reduzieren und evtl. auch die Drehzahlen der sonstigen Lüfter.

  2. Schönes Greenwashing. Wirklich energieeffizient wäre das wenn man die Abwärme aus Rechenzentren für die Fernwärmeversorgung nutzen würde.

    • Gunar Gürgens says:

      Auf jeden Fall, aber das ließe sich mit der Flüssigkeit auch wesentlich effizienter Bewerkstelligen als mit Luft.
      Ich frage mich seit aufkommen der ersten Wasserkühlungen warum man das nicht auch für die Heizung nutzt.
      Stattdessen wird seit Jahren lieber noch eine Klimaanlage in die Serverräume gebaut, das ist ähnlich klug wie im Auto Gas und Bremse gleichzeitig zu nutzen.

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