Nvidia ICAT: Bildvergleichs- und Analysetool kurz vorgestellt

Solltet ihr am PC spielen und ab und an auch mal einen Blick in Tests und Videos zu neuen Games werfen, dann erblickt ihr dort sicher mal Vergleiche unterschiedlicher Einstellungsmodi. Das kann ganz hilfreich sein, will man einen Eindruck davon gewinnen, wie der jeweilige Titel auf dem eigenen System aussehen könnte bzw. wie sich verschiedene Qualitätseinstellungen auswirken. Der Hersteller Nvidia hat dafür ein ganz nettes Tool am Start, das erst kürzlich kostenlos für alle Nutzer freigeschaltet worden ist.: ICAT.

Deswegen vorab: Ihr findet das Bildvergleichs- und Analysetool ICAT direkt hier kostenlos zum Download. Leider gibt es das Programm allerdings nur für Windows. Was soll euch ICAT denn bieten? Nun, ihr benötigt keine professionelle Bearbeitungssoftware für Video- und Bildvergleiche, sondern könnt euch von ICAT das Gros der Arbeit abnehmen lassen.

Nicht einmal eine Installation ist notwendig: ICAT herunterladen, EXE-Datei aufrufen und es geht los. Ihr ladet dabei bis zu vier Bilder oder Videos gleichzeitig in ICAT. Anschließend könnt ihr sie ausrichten, zuschneiden, Loops erstellen und auch in festlegbare Fokusbereiche schwenken und hereinzoomen. Verwenden dürft ihr dafür JPEG-, PNG- oder WEBP-Bildformate und MP4- oder WEBM-Videoformate. In ICAT-Fenstern könnt ihr dann auch im Splitscreen-Modus eure jeweiligen Inhalte darstellen lassen.

Vielleicht habt ihr ja auch schonmal in Testberichten A/B-Vergleiche gesehen, bei denen ihr mit einem Slider zwischen zwei Screenshots wechseln könnt? Auch derartiges lässt sich dann eben via ICAT erstellen.

Ich habe ein wenig mit ICAT herumgespielt und dabei wird schnell klar: ICAT kann zwar von jedem frei genutzt werden, das Tool eignet sich aber am ehesten für Content Creator. Grundsätzlich fängt es simpel an: Tool laden, einfach ohne Installation starten, loslegen. Oben seht ihr, dass ich z. B. vier Screenshots aus „Guardians of the Galaxy“ für einen Qualitätsvergleich in ICAT geladen hatte. Was fein ist: Ich kann über die Lupe Werte für den Zoom vergeben, die parallel für alle genutzten Screenshots parallel angelegt werden. Das erleichtert „Pixel Peeping“ ungemein, um Details zu vergleichen. Auch die Reihenfolge der Bilder lässt sich beliebig ändern.

Jederzeit lässt sich dabei zwischen dem Side-by-Side- und dem Splitscreen-Modus wechseln. Je identischer natürlich die Perspektive der Shots ist, desto leichter fallen Vergleiche. Mit Videos klappt das Ganze freilich auch. Was Nvidia aber ziemlich derbe „abtut“ ist das eigentlich Komplizierte: die Einbindung solcher Bildvergleiche, z. B. mit Slider, auf einer Website. Dies erklärt man Laien im Grunde gar nicht. Ihr müsst die jeweiligen Bilder dafür nämlich manuell in die passenden Ordner in eurem Website-Backend laden, sowie auch ein Index.html hinterlegen und einen Code zum Einbetten verwenden.

Das wird also schnell ein ziemlicher Akt, bis dies reibungslos funktioniert. Passen z. B. die Verzeichnisse nicht, könnt ihr schon auf Fehlersuche gehen. Zumal der Einbettungscode so lang ist, dass er bei mir mehrere Programme zum Abstürzen brachte: Ich wollte ihn aus ICAT für mich selbst einfach am Windows-PC in Telegram hinterlegen und am Mac für WordPress abrufen. Telegram stürzte verlässlich beim Einfügen ab. Sowohl der Windows- als auch der Mac-Texteditor taten es der Messaging-App gleich. Am Ende unterließ ich das weitere Procedere daher.

Im Ergebnis würde ich als „normaler“ Privatanwender ICAT daher eher als kleine Spielerei sehen, um für den Hausgebrauch Bild- und Videovergleiche für euch selbst durchzuführen. Sobald es ans Einbetten auf einer Website geht, wird es dann eben etwas komplizierter und es gibt viele Stolpersteine. Zu erwähnen ist noch, dass auch andere Bild- und Videobearbeitungsprogramme natürlich ebenfalls solche Bild- und Videovergleiche erlauben, ICAT das Ganze aber eben in seiner eigenen Oberfläche mit wenigen Klicks vereinfacht. Kann eben Spaß machen, wenn ihr ein Game zockt und mal in Ruhe verschiedene Settings auf Screenshot nahtlos vergleichen wollt.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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