Nvidia GeForce Now: Neuer Flaggschiff-Tarif „RTX 3080“ startet

Nvidia führt einen neuen Tarif für sein Cloud-Gaming-Angebot GeForce Now ein: RTX 3080. Sollte euch das wie eine komische Buchstaben- und Zahlenkombinaton vorkommen, dann seid ihr vermutlich im PC-Bereich wenig aktiv. Denn dabei handelt es sich um eine Anspielung auf die Grafikkarte GeForce RTX 3080. Und die Leistung jener möchte Nvidia quasi den Abonnenten der neuen Stufe über GeForce Now liefern.

Der neue Tarif bedingt auch einen höheren Preis: Ein Abonnement für sechs Monate kostet stolze 99,99 Euro. Und da sind natürlich noch keine Spiele inbegriffen. Denn GeForce Now baut auf euren bestehenden Spielesammlungen auf, die ihr etwa bei Steam oder im Epic Games Store unterhaltet. Offenbar will Nvidia mit dem neuen Tarif auch seine Shield TV etwas pushen. Denn zwar bietet RTX 3080 grundsätzlich 4K-Gaming mit HDR, aber eben exklusiv an der Shield TV (mit bis zu 60 fps). Auch 7.1-Surround-Sound wolle man da über die Cloud ermöglichen.

An PCs und Apple iMacs ist z. B. bei 1440p bei bis zu 120 fps das Ende der Fahnenstange erreicht. Für MacBooks stellt Nvidia bis zu 1600p bei 120 fps in Aussicht. Ausgewählte Android-Geräte sollen bis zu 120 fps unterstützen. Als Beispiel nennt man die Samsung Galaxy S21. Die maximale Auflösung schlüsselt Nvidia da nicht auf.

Mit dem neuen Tarif für GeForce Now sind nun auch Sessions von bis zu acht Stunden drin. Natürlich übernimmt der neue Tarif die Unterstützung für Ray-Tracing aus der Priority-Stufe. Während der neue Tarif RTX 3080 in den USA ab November zur Verfügung steht, müssen wir uns in Europa noch bis Dezember gedulden. Vorreservierungen sollen in den genannten Zeiträumen ermöglicht werden. Es soll nur eine bestimmte Anzahl von Nutzern freigeschaltet werden, behaltet das also im Kopf, wenn ihr Interesse habt. Dann reserviert als lieber früher als später.

Bei den Vorbestellungen will Nvidia aber Bestandskunden aus den Founders- bzw. Priority-Tarifen fairerweise den Vorzug geben. Da werdet ihr sicherlich noch benachrichtigt. Founders-Mitglieder sollen sogar 10 % Rabatt erhalten. Wer später dann doch zu einer reduzierten Founders-Mitgliedschaft zurückkehren wolle, solle laut Nvidia diese Möglichkeit behalten, um weiter das „Founders for Life“-Preismodell zu genießen. Das klingt sehr kundenfreundlich.

Habt ihr eventuell an RTX 3080 bei GeForce Now Interesse? Ich finde das Modell von Nvidia ganz spannend – eine schnelle Internetverbindung wird aber für den neuen Tarif natürlich absolute Pflicht sein.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden.

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22 Kommentare

  1. Ich nutze GeForce Now mehr oder weniger regelmäßig und bin sehr zufrieden damit. Statt mir einen großen und lauten Gaming – Rechner unter den Schreibtisch zu stellen, nutze ich einen kleinen Intel NUC und nehme die kleineren Kompromisse bei der Grafikqualität in Kauf. Vor ein paar Tagen dachte ich mir noch, sie könnten doch eine weiters Abo mit höherer Qualität und Auflösung anbieten. Da hatte Nvidia wohl den gleichen Gedanken :-).

    • Wenn man wenig zockt und mit der Auswahl der Spiele zufrieden ist dann ist sogar der Free Account ausreichend.

      • Um dann nach 1h wieder 2h warten zu müssen?

        • Da hilft manchmal ein Server Wechsel… das zur Rushhour Lange Wartezeiten sind, ist klar, aber aufgrund der Zeitverschiebung findet man immer ein besseres Plätzchen

          • Dafür leidet dann die Latenz massiv, was wieder zu Abbrüchen führt…
            Selbst mit einer Founder Mitgliedschaft hat man Probleme, wenn man nur mal z.B. die England Server auswählt.

  2. Sch0penhauer says:

    Nutze selber GFN. Leider ist die Auswahl der unterstützen Spiele sehr Indie lastig. Viele Triple A Spiele / Publisher fehlen bzw. sind rausgenommen worden. Dies scheint mit Lizenzrechten zusammenzuhängen. Ich vermute mal, dass auch MS / Sony da noch ein Wörtchen mitreden schließlich sollen die eigenen Konsolen vor Konkurrenz aus dem Streaming bewahrt werden (Denke da speziell an die Bethesda Sparte von Microsoft..)

  3. Danke an NVIDIA! Dass man dort dran denkt, die Grafikkarten ins Rechenzentrum zu packen und den Gamern häppchenweise als Abo zu verkaufen, zeugt von Geschäftssinn. Gleichzeitig entzieht man damit dem Markt noch mehr Hardware und verschärft die Preissituation weiter. Alles was der nicht wohlhabende Zocker jetzt noch braucht, sind 16 Euro pro Monat und ein Shield TV für 200 Euro und schon darf er zocken wie früher mit eigener Hardware. Hoffentlich rechnet er nicht nach und hoffentlich interessiert er sich nicht für Latenzen.

    • Latenz kann ein Problem sein, da stimme ich dir zu. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich Glasfaser bis in meine Wohnung habe und weder bei Stadia, noch bei GeForce Now merke, dass es gestreamte Spiele sind.

      Schließe ich das neue Abo ab, zahle ich in zwei Jahren 400 Euro. Wenn ich davon ausgehe, dass die 3080 normalerweise bei 800 Euro liegt und ich auf noch ein paar weitere Komponenten für den PC benötige, rechnet sich für MICH so ein Abo schon.

    • Dann muss aber auch die Hardwareaufrüstung alle ca. 4-5 Jahre mit eingebrechnet werden.
      Ich habe mir Fifa 22 für Stadia gekauft (59 Euro) und kann es jetzt einwandfrei ohne monatliche Kosten auf einem Chromecast Google TV spielen.

      • André Westphal says:

        Dafür klebst du ohne Abo aber auch bei maximal 1080p fest – was dann mit der Videokompression auf einem 4K-TV nicht mehr so wirklich schick aussieht. Das ist halt wieder alles eine Frage des Anspruchs. Mir wäre das z. B. zu „hart“, wohingegen mir eine Konsole z. B. ausreicht, über die das PC Master Race hämisch lacht :-D.

    • Das ist Quatsch…die verbauen keine RTX3080 Grafikkarten in den Rechenzentren und stehen damit ausser Konkurenz. Das sind extra für Rechenzentren entwickelte Hardware und den Weg ist Nvidea schon vor der Halbleiterkriese parallel gegangen. Auserdem wird mit einer Virtuellen Grafikkarten mehrere Kunden zeitversetzt bedient, so das mit weniger Hardware, mehr Leute glücklich gemacht werden können.

      Und wenn der Dienst nicht so schlecht und teuer währe, dann währe das eine gute Möglichkeiten über sein Handy, Cromebook, Arbeits PC oder einfach alten Hardware aktuelle Spiele zu Zocken.

      • Stimme dir zu, dass die grundsätzliche Idee hinter dem Dienst gut ist, um mehr Leuten Zugang zu Grafikhardware zu ermöglichen. Wie du schon sagst, sind Preis und Qualität des Dienstes hinderlich.

        Dass Nvidia hier eigens entwickelte Hardware einsetzt ist mir neu. Trozdem werden es doch Nvidia Chips der aktuellsten Generation sein auf dieser Hardware, nehme ich an. Diese fehlen dann wiederum für die Produktion der Consumer Hardware.

  4. Habe paar mal GeForce Now getestet mit einer sehr guten 1 Gbit-Leitung, und war total enttäuscht über die ständigen Ruckler bzw. Latenzen. Vielleicht ist GeForce Now interessant für langsame Strategie- bzw. Aufbauspiele, aber für actionreiche schnelle Games aus meiner Sicht nicht wirklich geeignet. Komischerweise hat der Großteil meiner Freunde die gleichen Erfahrungen gemacht – scheint also kein individuelles Problem bei mir gewesen zu sein.

  5. Ja, das kann ich bestätigen… gehöre auch zu den „Gründern“ habe eine ordentliche Leitung aber Action spiele würde ich mich dort nicht trauen… für Anno 1800 hingegen ist es ein Traum

  6. Würde ich sofort machen, da noch immer billiger als Shadow, welches ich wegen der Preiserhöhung auf 30 Euro/Monat – für bescheidene „Office“-Hardware – wieder gekündigt habe. Nur leider gibt es kein GTA5 bei GeForce Now 🙁 99 Euro für 6 Monate finde ich total in Ordnung für die Leistung mit der 3080, ich würde dafür sogar den Shadow-Preis von 30 im Monat zahlen, also für den 3080-Tarif. Wenn man bedenkt was ein System mit einer 3080 kosten würde. Sagen wir mal (sogar viel zu gering angesetzt momentan) 2000 Euro. GeForce Now sind ca. 16 Euro pro Monat. Das wären 125 Monate bzw. ÜBER 10 JAHRE, bis man die 2000 Euro voll hätte. Da lohnt keine Finanzierung oder Hardwarekauf, wenn man nur spielen möchte und seine Spiele verfügbar sind.

    • Die Stromkosten sind auch erhäblich niedrieger wenn man das z.B. auf ein 10W Cromebook spielt 🙂
      Aber leider ist die Spieleauswahl, Latenz und Software wie eine Alphaversion. Immer wieder funktionieren Spiele nicht, werden nicht angeboten oder man kann nicht alle Einstellungen vornehmen.

  7. Ich finde es schade, dass auf der Webseite mit Spielen (z.B. Anno 2205) geworben wird, aber dann diese nicht verfügbar sind.

    • 2205 ist verfügbar, du benötigst nur ein Gerät mit Maus und Tastatur, auf dem iPhone wird mir das auch blocht angezeigt, an Mac schon…

      • am ShieldTV wird mir das Spiel (trotz verbundener Maus und Tastatur) nicht angezeigt
        Anno1800 und 2070 hingegen schon und das bietet auch keinerlei Controller (ein solcher ist nicht mal verbunden) Support

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