Nokia Sleep: Matratzen-Gadget kann ab sofort vorbestellt werden


Von Nokia Health gibt es unter anderem smarte Waagen oder auch die Steel HR Hybrid-Smartwatch, vor der Übernahme von Withings vertrieben. Zur CES stellte Nokia Health ein Gadget vor, das sofort mein Interesse geweckt hat: Nokia Sleep. Dabei handelt es sich um einen Schlaftracker, der nicht etwa am Körper getragen wird, sondern unauffällig unter der Matratze verschwindet.

Dieser körperferne Einsatz ist zum einen natürlich überhaupt kein Störfaktor, möchte aber trotzdem genaue Werte zu Schlafphasen, der Herzfrequenz und Schnarchphasen liefern. Die Auswertung erhält der Nutzer in der Nokia Health App, die den Schlaf nicht nur bewertet, sondern auch gleich mit einem Coaching für einen erholsameren Schlaf aufwarten kann.

Aber Nokia Sleep kann auch als Steuerung für Smart Home dienen, so lassen sich beispielsweise Lichter dimmen, wenn man schlafen geht. Oder die Kaffeemaschine aktivieren, wenn man sich aus dem Bett quält (wobei es nach dem Schlafcoach ja keine Qual mehr sein sollte). Realisiert wird dies durch eine Verbindung zu IFTTT.

Nokia Sleep sollte eigentlich im ersten Quartal noch verfügbar sein, das klappt nicht mehr ganz. Zwar kann man die Matte ab sofort vorbestellen, die Lieferung erfolgt aber erst ab dem 10. April. Für 99,95 Euro in meinen Augen eines der interessanteren Tracking-Gadgets. Vorbestellen könnt Ihr Nokia Sleep direkt bei Nokia Health.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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13 Kommentare

  1. Interessant. Aber wie soll Herztracking unter der Matraze funktionieren?
    Wenn ich jetzt meine sehr dicken Ikea Matratzen nehme wird das doch leider wieder versagen 🙁

    • Christian M says:

      Wie soll eine Pulsmessung ohne Körperkontakt überhaupt funktionieren? Alle gängigen Methoden funktionieren nur direkt auf dem Körper.

      Wenn die Matte tatsächlich unter der Matratze liegt (sicher, dass damit nicht eher das Leintuch gemeint ist?), dann wird die praktisch gar nichts messen. Keinen Druck, kaum Geräusche, schon gar keine Körperfunktionen. Zumal die dem Foto nach maximal ein Drittel der Bettbreite ausmacht.

      Sieht mir sehr nach Hokuspokus aus.

    • Ich hatte im Rahmen einer Studie mal einen Schlaftracker von Breuer bekommen. Der liegt bei mir unter der ersten (extrem dicken) Matratze eines Boxspringbettes. Keine Ahnung wie, aber das Tracking von Schlaf und Puls klappt verdammt gut.

      Nur die App ist sch**** und erkennt den Sensor in regelmäßigen Abständen nicht mehr.

  2. Wenn Nokia sich nicht gerade von der Health-Sparte verabschieden würde und man wüsste, wie alles Cloud basierte dann noch eine Zukunft hat. Mit Ruhm hatte sich Nokia nach der Withings-Übernahme ja nun auch nicht gerade bekleckert …

  3. Christian M says:

    Ernstgemeinte Frage, an alle die Schlaftracking betreiben: wozu? Ich habe das dank Smartwatch aus Neugierde auch mal eine Weile gemacht, habe aber keinen Sinn finden können.

  4. Wolfgang D. says:

    Will Nokia diese Abteilung nicht einstampfen? Oder was ist daraus geworden? Was ergibt der Kauf von App-zentriertem Zubehör da noch Sinn?
    Und ich hab es schon damals geschrieben, die kaufen Withings planlos auf, wissen dann damit nichts anzufangen und schliessen einfach den Laden. Was für ein mistiges Unternehmen, die Pest möge Nokia holen – wenn es wirklich so stimmt.

  5. Apple kaufte vor einem Jahr Beddit, den Hersteller eines sehr ähnlichen Produkts.

    https://www.apple.com/de/shop/product/MR9P2ZM/A/beddit-3-schlafmonitor

    Apple wird vermutlich demnächst ebenfalls mit einer Weiterentwicklung auf den Markt kommen.

  6. Gibt sicher noch ganze andere Aktivitäten, die man damit im Bett tracken kann … :-))

  7. Über Amazon kann dieser Sensor auch vorbestellt werden und kommt mit Prime. Wenn er nicht funktioniert, kann man ihn zurück schicken. Die Waage und auch die Uhr funktionieren gut. Das System ist durchdacht und macht Sinn.

    • Wolfgang D. says:

      @Andreas „Das System ist durchdacht und macht Sinn“
      Solange, bis Nokia nach Schließung der Health Abteilung die Server abschaltet und die Apps aus dem Store nimmt. Dann hast du einen Haufen teuer bezahlten Elektroschrott.

  8. @Wolfgang D. Ich sehe es leider genauso. Grundsätzlich hätte ich auch ein grosses Interesse an so einem Device. Allerdings scheint es hier noch Kinderkrankheiten zu geben (siehe Apple beddit im Kommentar von Fredo)

  9. ich habe bisher meinen schlaf mit der apple watch in kombination mit der autosleep-app getrackt. das hat eigentlich ganz gut funktioniert, obwohl ich die uhr nachts nicht trage (sondern lade). durch die kombination mit der iphone app weiss autosleep, dass ich wach bin, solange, oder sobald, sich mein iphone bewegt. trägt man die uhr nicht, trackt autosleep natürlich auch nicht die schlafherzfrequenz oder schlaftiefe.

    das scheint das nokia sleep ganz gut hinzubekommen. die auswertung meiner nächtlichen herzfrequenz sieht schlüssig aus. der vergleich mit den werten der apple watch muss ich hier nächste nacht mal machen, um zu sehen ob die messung der herzfrequenz durch die matraze hindurch wirklich funktioniert oder hokus-pokus ist.

    was mir bei autosleep fehlte, war die anbindung an meine hausautomatisierung. es gibt keinen weg die daten aus der apple watch oder aus autosleep auszulesen oder auslöser für aktionen zu definieren. die nokia sleep kommt mit einer anbindung an ifttt. das mag ich eigentlich nur so mittel, einerseits weil die reaktionszeiten von ifttt aus erfahrung eher bescheiden sind und weil ich mich bei hausautomatisierung eher ungerne auf daten aus der cloud verlasse (measure local, act local). grundsätzlich halten sich meine bedenken, vitaldaten in der cloud zu speichern in grenzen. auf apple-servern dürfte sich da seit jahren einiges angesammelt haben. jetzt liegen vitaldaten von mir eben auch bei nokia, nachdem ich sie auch dem mittlerweile insolvent gegangenen sen.se für eine weile über deren sleep-peanut zugeführt habe (http://wirres.net/10601). jetzt pumpt eben die (der) nokia health diese daten in die nokia cloud. aber mit exterritorital gelagerten daten kann ich leben, was mich am cloud-gedöns eher nervt ist die (oft fehlende) zugänglichkeit der daten. ich möchte die auch selbst auswerten können und in echtzeit darauf zugreifen. bevor ich mir die nokia sleep gekauft habe, hab ich mir die API von nokia health angeschaut und das sah eigentlich ganz gut aus. theoretisch gibt es zugriff per API auf alle daten in der cloud, gesichert über oauth2 und token-basierte requests. das sieht in meiner mittelkompetenten einschätzung seriös und ausreichend sicher aus, aber eben auch kompliziert. was gut für die sicherheit und schwierig für die selbstauswertung ist.

    da das einzig relevante datum für die heimautomatisierung aber ohnehin der zeitpunkt wann ich mich ins bett lege und aufstehe ist, entschied ich mich für den ifttt-weg, statt selbst eine API-anbindung zu basteln (diektzugriff auf das per wlan im heimnetze eingebundene nokia health scheint nicht möglich, das teil scheint keine offenen ports zu haben). ifttt triggert meinen heimautomatisierungszentrale homeassistant wenn ich mich ins bett lege und wenn ich aufstehe. das funktioniert erstaunlich gut und für ifttt-verhältnisse auch irre flott. sobald ich 30-60 sekunden im bett liege, schlägt der auslöser bei mir auf. beim aufstehen dauerts gerade mal 2-3 sekunden. das ergebnis ist befriedigend: restlichter im schlafzimmer kann ich so ausschalten (lassen) sobald ich im bett bin. ist der vorhang noch offen, schliesst der sich. weil die daten zuverlässig und zeitnah sind, könnte ich auch einen alarm scharf schalten (hätten wir einen) oder bewegungsmelder oder telefone stummschalten. sobald ich aufstehe, sind die bewegungsmelder wieder aktiv und abhängig von der zeit oder dem schlafzustand der mitbewohner liesse sich der vorhang öffnen. diese präzise und relativ zeitnahe bett-präsenz-erkennung für die heimautomatisierung war der hauptgrund mir den (die) nokia sleep zu kaufen. vorher hat das zwar auch ganz gut funktioniert, indem ich verschiedene sensordaten über bayesische wahrscheinlichkeitsrechnung zusammenführte (zeit, helligkeit, bewegungsmelderdaten, status meines laptops, an der steckdose gemssener ladestrom der apple watch, co2-gehalt der luft). diese bayesische sensor blieb aber, trotz ständiger optimierung leider eher unscharf, mit zu vielen falschen positiven. in sachen bett-präsenz-erkennung bin ich nach der ersten nacht hochzufrieden mit dem nokia sleep.

    auch die nokia health mate app, bzw. deren schlafauswertung wirkt positiv. die sen.se-app, die die daten die meine sleep-peanut in die cloud pumpte, nervte bereits nach ein paar tagen (http://wirres.net/10607) und wirkte wie unseröser und unzuverlässiger hokus-pokus. dagegen scheint mir die health-mate-auswertung und usability um welten besser. die daten stehen nach dem aufstehen sofort zur verfügung (sen.se rechnete daran teilweise stundenlang rum) und daten sind übersichtlich und schlüssig dargestellt. für alle daten (schlaftiefe, einschlafdauer, aufwachdauer, herzfrequenz, etc.) gibt es detailansichten und angeblich habe ich heute nacht 3 minuten geschnarcht (so gegen 5:13 uhr). unzufrieden ist nokia lediglich mit der dauer meines nachtschlafs (fünfeinhalb stunden), aber ich bin mit dem nokia sleep nach einer nacht ganz zufrieden.

    (zuerst hier veröffentlicht: https://wirres.net/10965)

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