NexDock: Laptop-Dock für Smartphones via Crowdfunding finanziert

nexdock thumbDas NexDock ist ein interessantes Konzept: Sieht aus wie ein gewöhnliches Notebook, kommt aber ohne Prozessor, Arbeitsspeicher und Festplatte aus. So erwacht die leblose Hülle erst zum Leben, wenn ein Smartphone angestöpselt wird und das NexDock mit seiner Leistung befeuert. Alternativ lassen sich auch Tablets oder PC-Sticks ankoppeln. Via Crowdfunding wurde das ungewöhnliche Dock erfolgreich finanziert und lässt sich mittlerweile für 119 US-Dollar anfordern, wenn man die Indiegogo-Kampagne noch vor Ende unterstützt. Hier handelt es sich aber um einen reduzierten Preis als limitiertes Angebot.

Auf der nächsten Stufe zahlt ihr 129 US-Dollar für das NexDock. Im Handel soll es später schließlich 149 US-Dollar kosten. Laut Indiegogo-Projektseite wird die Auslieferung bereits im Juni 2016 beginnen. Doch was bietet dieses Notebook-Dock denn nun? Es ist ein Display mit 14,1 Zoll Diagonale und 1366 x 768 Bildpunkten an Bord, eine Tastatur sowie ein Touchpad, ein Akku mit 10.000 mAh, Lautsprecher und natürlich diverse Anschlüsse. Um den Preis der ersten Generation niedrig zu halten, nutzt man übrigens kein eigens erdachtes Gehäuse, sondern eine Variante, die in China für MacBook-Imitate zum Einsatz kommt. Die Macher von NexDock haben sie für ihre Zwecke angepasst.

nexdock

Als Schnittstellen sind Bluetooth 4.0, Mini-HDMI, zweimal USB, microSD und 3,5-mm-Klinke für Kopfhörer vorhanden. Das NexDock misst 351 x 233 x 20 mm und wiegt etwa 1,5 kg. Leider sind nicht alle mobilen Endgeräte mit dem NexDock nutzbar. Aktuell nennt man als kompatibel alle Geräte mit Windows 10 Mobile, die Continuum unterstützen, Windows-Tablets, das Raspberry Pi 3, den Kangaroo PC sowie PC-Sticks mit Windows. Laut den Machern des NexDocks wollen die meisten Backer das Dock offenbar mit einem Raspberry Pi 3 einsetzen.

Langfristig ist die Idee hinter dem NexDock, dass Anwender die Chance haben langfristig die gleiche Tastatur und den gleichen Bildschirm für ein Notebook zu verwenden, aber von den schnellen Update-Zyklen mobiler Endgeräte profitieren. Quasi würdet ihr dann indirekt, jedes Mal wenn ihr eurer Smartphone austauscht, zugleich einen leistungsfähigeren Laptop erhalten. So sind natürlich langfristig weitere NexDocks mit z. B. größeren Bildschirmen und höheren Auflösungen denkbar.

Aktuell läuft die Crowdfunding-Kampagne für das NexDock noch acht Tage. Sollter ihr Interesse haben, könnt ihr derzeit noch für 119 US-Dollar als Unterstützer ein Exemplar sichern.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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12 Kommentare

  1. Sicherlich keine schlechte Idee, aber die Hardware veraltet doch genau so schnell wie Smartphones und co. (Display-Auflösung, Bluetooth-Standards, USB-Anschlüsse etc.). Letztlich müsste es also genau so oft getauscht werden wie ein Smartphone auch.

  2. Wäre optimal wenn sowas mal von großen Hersteller kommt wie damals vom Padphone… Aber zb als Nexus oder CM oder zumindest von nem Hersteller mit genügend Updates… Wie wärs mit einem LG G5 Dock ? LG & FRIENDS ist doch Open Source?!?

  3. Für den Preis kann ich mir gleich n Chromebook oder n billiges Windows Netbook holen und muss nicht umständlich mein Smartphone dran hängen, zu dem sparts den eh schon knappen Handy Akku.

  4. Das ist ja eine richtig geile Idee. Vielleicht bekommt man in der zweiten Generation ja sogar einen Computer, der gleichzeitig in das Gehäuse eingebaut ist. Das wäre so krass fortschrittlich.

  5. @Pietz: Du meinst IN dem Gehäuse einen Prozessor usw..? Das wäre ja krass verrückt. Glaub kaum das sowas in den nächsten Jahren möglich ist… 🙂

  6. Ich halte von den ganzen Handy an „dumme“ Notebook-Hülle anschließen Konzepten auch nichts da meiner Meinung nach die Nachteile deutlich die Vorteile überwiegen.

  7. Rasperry, Android, Tablet, Android Stick, liegt Les bei mir herum.
    Könnte echt was daraus werden

  8. Gibt/gab es doch schon lange von Motorola. War damals nicht der Hit.
    Aber mit einem Adapter ist es echt praktisch für den Rasperry Pi.

  9. Die Idee an sich ist gut. Einmal teure Technik wie CPU, Grafik, Modems etc. in einem Gerät und man hat überall seine App-Umgebung, pers. Daten, etc.

    So würde Win 10 Sinn machen. Eine massgeschneiderte UI je nachdem welche Bildschirmgrösse genutzt wird bzw ob man auf dem Bildschirm rumschmiert oder Tastatur/Maus benutzt.

  10. Ich scheine das irgendwie anders zu sehen als die meisten hier. 😀
    Seit über 10 Jahren habe ich kein Windows mehr benutzt (außer ich musste) aber genau diesen einen Ansatz, ein Gerät, welches man sowieso immer mit sich rumträgt und auf dem heute schon fast alle unsere Daten liegen (oder in der Cloud) einfach als Hauptgerät zu verwenden, und an den entsprechenden Stellen wie Arbeitsplatz, zu Hause im Arbeitszimmer, etc. einfach „dumme“ Terminals zu verwenden, genau das halte ich für die Zukunft und die erste echte Innovation von MS seit langem.

  11. @Kalle,
    nennt sich bei Windows Smartphones „Continuum“ von Microsoft gibt es für das Lumia 950 Smartphone schon einen offiziellen Continuum-Dock. Mit Windows basierten Geräten macht es auf jeden Fall mehr Sinn, als mit den Android-Smartphones. Und das mit der UI ist seit Windows 10 (Mobile) auf der Windows Plattform auch schon Wirklichkeit. Android hängt da wirklich stark hinterer.

  12. Mit einem FullHD Display wäre das ganze für mich viel interessanter.

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