Neues bei Steam: Entwickler müssen In-Game-Screenshots ihrer Spiele zeigen

steam logoValve hat die Richtlinien für Entwickler geändert, welche Spiele über die Online-Plattform Steam vertreiben. So erreicht bald das Discovery Update 2.0 die Plattform. Ab jenem ist Voraussetzung, das zu allen angebotenen Titeln auch echte In-Game-Screenshots vorliegen. Klingt an sich banal, denn man fragt sich, welcher Entwickler denn bitte Spiele verscherbelt, ohne Screenshots zu liefern? Laut Valve habe es aber durchaus einzelne Fälle gegeben, in denen nur Konzeptzeichnungen oder Renderaufnahmen verwendet wurden. Hier wolle man nun im Sinne der Spieler an die Entwickler deutlichere Richtlinien herantragen.

Laut Valves aktuellem Verantwortlichen der Steam-Oberfläche, Alden Kroll, müsse man Transparenz schaffen: „Wenn der Screenshot-Bereich einer Store-Page andere Bilder als Screenshots zeigt, wird es für die Kunden schwieriger, das angebotene Produkt zu beurteilen.“ Insgesamt wünscht sich Valve, dass die Entwickler die Priorität auf echte Screenshots statt anderweitige Bilder legen. Valve selbst geht mit gutem Beispiel voran und hat etwa schon die Store-Page für „Dota 2“ angepasst. Dort prangten zuvor viele Zeichnungen zum Spiel,während nun Screenshots den Löwenanteil ausmachen.

Valves Veränderung seiner Richtlinien ist durchaus interessant, zumal auch Screenshots schon des Öfteren Kontroversen ausgelöst haben. Oft sind die vermeintlichen Screenshots aus dem Spiel arg aufgehübscht oder zeigen manchmal Szenen, die es in der dargestellten Form gar nicht im Spiel gibt. 2016 sorgte etwa „No Man’s Sky“ auf diese Weise für viel Ärger. Die vermeintlichen Screenshots aus dem Game zeigten etwa Features, die im finalen Spiel nicht enthalten gewesen sind. Ob Valve auch derlei kritikwürdige Screenshots genauer unter die Lupe nehmen wird, schlüsselte Kroll aber leider nicht auf.

Das kommende Discovery Update 2.0 soll neben dieser Neuerung übrigens auch viele Überarbeitungen der Website und des Clients mit sich bringen sowie eine bessere Übersicht neuer und aktualisierter Spiele einführen. Ausgerollt wird das Discovery Update 2.0 laut Valve in wenigen Wochen. Begrüßenswert ist es auf jeden Fall, dass Valve sich dafür einsetzt, dass die via Steam angebotenen Games im Store auch einigermaßen passend dargestellt werden. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler wegen der neuen Richtlinien nun nicht verstärkt an ihren Screenshots herumdoktern.

(via Polygon)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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4 Kommentare

  1. Gut so. Das sollte unbedingt auch in allen mobilen App Stores eingeführt werden.

  2. USK- oder von mir aus auch die PEGI-Angabe wäre sinnvoll. Falls es das schon geben sollte, ist das für mich nicht zu finden. So muss ich mich immer durch die Beschreibung und Screenshots wühlen, um die Installation für nen zwölfjährigen entscheiden zu können.

  3. @submac

    Gibts doch. Rechts unter Sprachen prangt das USK-Logo recht offensichtlich (Steam PC, grad geschaut bei Project Cars)

  4. Wolfgang Denda says:

    Ach, der Beschiss ist immer noch üblich? Der Unterschied zwischen Bebilderung und Aussehen des Spiels ist aber hoffentlich nicht mehr so krass wie bei Elite I.

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