Neuerungen im Payment-Bereich: Payback und Paydirekt bauen aus

paybackGleich zwei Neuerungen gibt es aus dem Payment-Sektor. Der von vielen oft kritisierte Dienst Payback wird mit einer digitalen Karte starten. Bereits im Juni soll das „komplett neue Shopping-Angebot“ mit den zu Paypack gehörigen Partnern laut Pressemitteilung starten. Die Kunden sollen sich entscheiden können, ob sie ihre Punkte gewohnt per Karte sammeln wollen, oder per App. „Im Unterschied zur Karte kombinieren wir in diesem neuen Produkt erstmals das Punktesammeln, Coupons und Mobile Payment“, so Payback-Geschäftsführer Dominik Dommick.

Das Punktesammeln per Smartphone wird bei den großenPayback-Partnern in einer Pilotphase ab Juni möglich sein, bei „dm-drogerie markt“ können Kunden ab diesem Zeitpunkt auch schon mit dem Handy bezahlen. real,- folgt mit der Payment-Funktion im Juli, Partner wie Aral, GALERIA Kaufhof, REWE und Alnatura werden im Herbst dafür ausgestattet sein. Die Lösung basiert auf QR Code und NFC, der fällige Betrag wird per Lastschrift eingezogen.

Die Bankdaten sind laut Anbieter weder für Payback, noch für die Partner zugänglich und werden auch nicht im Handy gespeichert. Bankdaten werden ausschließlich bei einem zertifizierten Zahlungsdienstleister gespeichert. Bin gespannt wie das anläuft, potentielle Kunden hat man ja genug.

Abseits von Payback gibt es ebenfalls Neuerungen. Paydirekt kennen einige Leser vielleicht, der Versuch der deutschen Banken, etwas gegen PayPal in petto zu haben. Kam nur so lala in Schwung – zumindest ist das so mein Eindruck. Jetzt könnte wieder Drive reinkommen, die Sparkasse will das Produkt stärker bewerben und bietet bereits ab morgen die Zahlung mit Paydirekt an. Auch die Targobank ließ per Pressemitteilung verlauten, dass man mit an Bord sei:

„Kunden der TARGOBANK können ab sofort an paydirekt, dem Online-Bezahlverfahren der deutschen Banken und Sparkassen, teilnehmen. Mit der Einführung von paydirekt ermöglicht die TARGOBANK eine weitere Möglichkeit für sicheres Bezahlen beim Onlineshopping. Kunden mit einem Onlinebanking-Zugang können sich bei paydirekt anmelden und Internet-Käufe bei teilnehmenden Onlineshops direkt bezahlen. Dabei fließt das Geld direkt an den Händler, ohne dass die Kontodaten des Käufers übertragen werden müssen.“

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

9 Kommentare

  1. Karl Kurzschluss says:

    Paydirekt kommt viel zu spät. Und selbst bei PayPal wäre noch sehr viel zu tun. Um ehrlich zu sein würde ich gerade online lieber häufiger mit PayPal zahlen, anstatt die Daten meiner Kreditkarte jedem Online-Shop zur Verfügung zu stellen. Wie will denn Paydirekt da noch aufschließen, wo selbst PayPal hierzulande scheitert: an der Akzeptanz. Payback ist ’ne andere Geschichte. Da bin ich gespannt. Statt 2 Karten (Payback und ec- oder Kreditkarte an der Kasse auszupacken) würde ich gerne auch einfach per Smartphone zahlen. Das probiere ich bestimmt aus!

  2. Ich bleibe lieber bei meinen „realen“ Paybackkarten. Das Durchtauschen der Daten in der App dürfte sicherlich aufwendiger sein als das Wegwerfen der ausgelutschten PB-Karten.

  3. Herr Hauser says:

    Was nützt einen Paydirekt wenn es keine nahmhaften Onlieshops in Deutschland gibt die Paydirekt als Zahlungsart anbieten?

  4. Das ist doch alles der größte Mist. Wo ich jetzt schon überall angemeldet war und bin um mit dem Smartphone etc. zu bezahlen. Bei Netto bezahle ich mit der Netto App. Bei einigen anderen mit Paypass. Jetzt kommt Real mit Payvack Payment. Dazu meine Kredit und EC Karte. Kommt da irgendwann mal jemand der „EINE“ Lösung für alles hat ?

  5. Paydirekt war schon beim Zeitpunkt seiner Vorstellung tot, sie wissen es nur noch nicht. Bei solchen Produkten merkt man wieder deutlich, dass die Produktentscheider keine Ahnung von ihrem Markt, und der dort bereits seit langem etablierten Konkurrenz haben. Entweder das, oder es ist schlichte Arroganz nach dem Motto „wir sind so toll uns werden die Leute schon die Bude einrennen, auch wenn wir ein nicht einmal ansatzweise konkurrenzfähiges Produkt haben“.

  6. @Johnboy: Ja klar, die Lösung gibt es bereits, es sind derer sogar zwei: Sie heißen „Bargeld“ oder „EC-Karte“

  7. Kann mir nochmal jemand den Unterschied zwischen paydirekt, giropay und Sofortüberweisung erklären?

  8. paydirekt: Sowas wie paypal, nur halt von den Banken initiiert. Ich glaub nicht, dass das was wird…

    giropay: Ein Dienst der „Deutschen Kreditwirtschaft“. Man loggt sich während des Bezahlvorgangs in sein Online-Banking ein und initiiert eine Überweisung. Giropay sitzt als Service dazwischen und bestätigt dem Händler diese Überweisung. Diese Bestätigung kommt sofort, nicht wie bei Vorabüberweisung erst bei Zahlungseingang.

    sofortüberweisung: Eigentlich das gleiche, wie bei giropay, nur dass dort ein noch dubioseres Unternehmen dahinter steckt, welches sich erlaubt während der Zahlungsabwicklung in deinem Online-Banking die Umsätze auszulesen.

    Der Nachteil bei giropay und sofortüberweisung ist neben den ganzen Nebenwirkungen (Einblick des Dienstes – nicht Händler – in dein Konto), dass du eine Überweisung initiierst, die nicht rückbuchbar ist.
    Bei PayPal hat man zumindest den Käuferschutz.

  9. cachy schreibt : ***dm-drogerie markt***

    = Drogeriemarkt Müller-drogerie markt

    ALDI = Albrecht Discount

    TEDI = Tengelmann Discount

    usw.