Neue EU-Vorschriften konfrontieren Apple erneut mit dem Digital Markets Act

Laut aktuellen EU-Vorschriften, die jüngst in Kraft getreten sind, könnte Apple unter anderem dazu gezwungen werden, seinen Nutzern den Zugang zu App-Stores von Drittanbietern zu ermöglichen und das Sideloading von Apps auf iPhones und iPads zuzulassen. Gemäß der durch den Digital Markets Act (DMA) geregelten Bestimmungen gehört Apple wohl zu den sogenannten „Gatekeepern“, unterliegt darum auch den in der EU geltenden Vorgaben, die eigenen Dienste und Plattformen für andere Unternehmen und Entwickler zu öffnen.

Im Kleinklein würde dies bedeuten, dass Apple nicht nur gestatten müsste, dass Nutzer Apps auch aus Drittanbieter-App-Stores und per Sideloading installieren können, auch externe Zahlungssysteme müssten dann gestattet werden. Auch sei eine Messenger-Interoperabilität gefordert, sprich: Wenn Meta einfordern würde, auf iPhones eine WhatsApp-Interoperabilität mit iMessage zu gewährleisten, müsste Apple dann entsprechend reagieren.

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, behaupte aber, dass Apple hier garantiert erst einmal noch versuchen wird, drum herumzukommen. Aktuell werde Apple aber noch nicht offiziell als „Gatekeeper“ betrachtet. Doch wenn es dazu kommt, dann müssten umfassende Änderungen in den jeweiligen Systemen und Plattformen erfolgen. Apple kritisierte zuvor, dass der DMA möglicherweise mit seinen Bestimmungen für Datenschutz- und Sicherheitslücken sorgen könnte.

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22 Kommentare

  1. Ich bin definitiv kein Fan von dieser Messenger-Interoperabilität.
    Das kann nie sauber klappen.
    Und braucht wirklich niemand.

    • Naja.. doch – was implementiert einfach RCS. Fertig ist die Interoperabilität, so wie sich die EU es vorstellt.

      • Vor allen, weil sich die EU wünscht, dass die Kommunikation nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt abläuft. 😉

    • Gemeinsames Standardprotokoll RCS nutzen und gut ist, dieses ist von der GSMA abgesegnet.

      • SMS ist doch da , Interoperabilität gegeben. Mehr Werbefläche möchte ich Google/Androids Werbemarketing nicht geben.
        Zusätzliche Appstore Fdroid etc fände ich Smart und ganz ohne Jailbreak wäre die Sandbox ja auch dicht.

  2. was ist eigentlich draus geworden das man digitale Güter auch gebraucht weiterverkaufen darf ? Hier ist ein deutlicher Nachteil für den Konsument festzustellen in den letzten Jahren, gerade wenn man sich den Videogames Markt und insbesondere Sony anschaut die da schon eher Raubrittertum als Torwächter betreiben.

  3. „Apple kritisierte zuvor, dass der DMA möglicherweise mit seinen Bestimmungen für Datenschutz- und Sicherheitslücken sorgen könnte.“

    Fehlt in diesem letzten Satz nicht noch irgendwas? Hab ihn jetzt drei mal gelesen und er scheint mir unvollständig ^^

    • Okay, war wohl noch nicht ganz wach, nach dem vierten Mal lesen scheint der Satz doch vollständig und korrekt zu sein 🙂 Kommentar kann daher auch gerne gelöscht werden.

  4. Jemand Anders says:

    ich möchte das nicht auf meinem iphone haben.

    • Was genau? Niemand wird verpflichtet alternative Stores zu verwenden.

      • Doch, wird man.
        Auf meinem Mac muss ich die meiste Software außerhalb des AppStores laden, da die Softwareanbieter diese nicht in den AppStore einstellen.
        Beispiel, Mozilla Firefox. Auf dem iPhone kann ich ihn problemlos aus dem Apple AppStore laden.
        Auf dem Mac nicht.
        Die „Freiheit“ andere AppStores zu verwenden gilt also genau genommen, nicht für die User, sondern nur für die Anbieter von Software.

        • Es hat schon einen Grund warum man nichts in den Mac-App Store stellt.

          Sieht man ja was für Auswüchse der iOS-App Store schon hat. Würde man verpflichtet sein nur noch über den Mac App Store Programme zu laden, wäre MacOS schneller tot als man schauen könnte.

        • Glaube ich nicht – Apple wird die Regel aufstellen, dass eine Software immer auch über den AppStore angeboten werden muss, um die Freigabe zu erhalten und die Version in Drittanbieterstores identisch sein muss. Das Widerspricht nicht den Vorgaben des DMA, swoeit ich das sehe. Dann noch eine Regel wie „Nettopreise müssen ausserhalb von kurzen Rabattzeiträumen identisch sein“ und mal sehen, wer dann noch einen eigenen Store machen möchte…

        • Der Einwand ist sicher richtig, ich konkretisiere daher: wer keine alternativen Stores nutzen möchte, muss dies nicht tun, hat aber dann ggf. die Einschränkung, dass manche Software im Apple Store nicht verfügbar und daher nicht zu installieren ist.
          Problematisch wird auch sein, wenn ein Hersteller sich entscheidet den Store zu wechseln und sich dadurch nicht mehr mit Updates gepflegte Software auf den Geräten der Anwender befindet. Zahlende Kunden werden nicht glücklich darüber sein.

        • Das sind aber ganz verschiedene Ökosysteme, die historisch anders gewachsen sind. Firefox bekommt man selbstverständlich im Playstore und auch sonst wird einem dort wenig vorenthalten, wenn es nicht gerade illegal ist. Auf Smartphones werden alternative Quellen de facto so wenig genutzt, dass sich jede App ins eigene Bein schießt, die dort nicht verfügbar ist.

  5. Eigentlich finde ich es schön, dass man alle Apps fürs iPhone an einem Ort hat und nicht noch irgendwo suchen muss.

    Allerdings ist es immer schwieriger gescheite Apps, die nicht horrende Abogebühren verlangen, zu finden. Zudem müssen Entwickler eine jährliche Gebühr zahlen, damit sie Apps in den Store stellen können. Das ist gerade bei Open Source Projekten hinderlich, gratis Apps zur verfügung zu stellen.

    Seit neustem gibt es neuerdings noch mehr unnötige Werbung im AppStore, welche das finden vernünftiger Apps nochmal zusätzlich verkompliziert und ich auch als störend empfinde. Ich denke damit hat sich Apple ins eigene Bein geschossen und viele unterstützer des „Goldenen Käfigs“ verloren.

    Daher fände ich es gut, wenn man auch aus alternativen Quellen Apps installieren kann.

  6. Ich würde es gut finden. Man muss es ja nicht nutzen und behaupte, dass die Masse sowieso auf dem normalen Appstore zugreift. Ist ja bei Android im Grunde ja auch nicht anders, aber wer mag und sich auskennt, kann alternative stores nutzen und das finde ich prima.

    • Leider ist das nicht ganz zutreffend.
      Siehe mein Kommentar zu Jack68 weiter oben.
      Auch wenn es immer wieder anders behauptet wird, man wird indirekt gezwungen, andere Stores zu nutzen.

      • So ist halt freie Marktwirtschaft, wenn der Softwareanbieter aber zu wenig Kunden findet, dann sucht er sich weitere Vertriebswege.

        Firefox bekommst du auch nicht nur auf den Servern von Mozilla, sondern die Installationspakete werden an vielen Orten angeboten.

        • Es ging bei dem Post von Marcus darum, dass man alternative Stores oder Sideloading ja nicht nutzen mü0sse. Und nur darauf habe ich geantwortet.

        • Hallo Rosa, „Firefox bekommst du auch nicht nur auf den Servern von Mozilla, sondern die Installationspakete werden an vielen Orten angeboten.“ ja auf Seiten die dann ihre sog. „installer“ anbieten die mit Werbung und einhängseln in die Browser vergiftet sind – bei vielen windows-Programmsammlungsdiensten ganz normal. also doch lieber nach der Originalherstellerseite suchen oder eben dem systemeigenen Appstore. Alles was „side irgendwas“ ist ist oft Fall für den virenscanner , zumindest aber Träger ungewollter Sidebars und anderen Schmutzes. Gatekeeping ist nichts schlechtes, ich würde in bestimmten Stadtvierteln auch am liebsten in einem Haus mit Dorman -Service wohnen damit nicht jedes zwielichtige Individuum einfach so ins Treppenhaus kommmt . Genau so eine Dorman-Funktion haben regulierte AppStores.

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