Netflix: Erfolgreiches erstes Quartal übertrifft Erwartungen

Netflix hat seine Zahlen für das erste Quartal 2018 bekanntgegeben. Diese sind wie schon in den letzten Quartalen eher positiv zu bewerten. Sowohl Umsatz als auch Mitgliederzahl konnten gesteigert werden. 125 Millionen Nutzer hat Netflix nun weltweit, 118,9 Millionen davon zahlen sogar für ihr Netflix-Abo. Das sind 7,41 Millionen mehr als im vorangegangenen Quartal.

Eine große Steigerung gab es auch beim Umsatz, im Jahresvergleich eine Steigerung von 40,4 Prozent (43,2 Prozent im Bereich Streaming), insgesamt wurden im ersten Quartal 3,701 Milliarden Dollar umgesetzt, 3,602 Milliarden davon via Streaming. US-Streaming und internationales Streaming halten sich in Sachen Umsatz ungefähr die Waage.

Netflix konnte sowohl in den USA als auch international mehr neue Nutzer gewinnen als erwartet. Das soll sich auch im nächsten Quartal fortsetzen, Mittel zum Zweck sind Inhalte. Diese kosten jede Menge Geld. 2018 plant Netflix Ausgaben in Höhe von bis zu 8 Milliarden Dollar, aber einen Filmpreis in Cannes wird man damit nicht erhalten. Warum? Neue Regeln, die brutal nach Filmlobby klingen:

We regret our films not being able to compete at this year’s Cannes film festival. The festival adopted a new rule that means if a film is in competition at Cannes, it can not be watched on Netflix in France for the following three years. We would never want to do that to our French members. We will continue to celebrate our films and filmmakers at other festivals around the world but unfortunately we will have to sit out Cannes for now so that our growing French membership can continue to enjoy our original films.

„Läuft bei Netflix“ kann man demnach nicht nur sagen, wenn man gefragt wird, wo man „Hause des Geldes“ sehen kann, sondern auch, wenn man sich über Quartalszahlen unterhält.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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19 Kommentare

  1. Netflix kann doch künftig einfach eigene Awards abhalten.

  2. Gestern Lost in Space zu Ende geschaut. Danke an Netflix für die vielen tollen Sci Fi Serien 🙂

  3. Weiß jemand den Grund für die 3-Jahres-Regel in Frankreich?

    • Die Regel gab es schon lange. Sie legte fest, dass zwischen dem Kinostart und der Ausstrahlung auf Streamingplattformen 36 Monate liegen müssen. Grund dafür ist nach eigenen Aussgen der Schutz der Kinokultur und dass Cannes für eine offene Filmkultur steht. Netflix hat dieses Regel umgangen, indem es einfach keinen Kinostart gab. Da das offensichtlich der Intention der Regel widerspricht, fügte man daraufhin noch die Regel hinzu, dass es einen Kinostart in Frankreich geben muss. Und jetzt fühlt sich Netflix benachteiligt.

      • Danke für die Aufklärung. 36 Monate sind unglaublich lange und offene Filmkultur steht für mich eigentlich dafür, sich keines Mediums zu verschließen. Zumal ich persönlich Kinos nicht sonderlich mag. Nunja, was solls, ob ein Film in Cannes gewinnt oder nicht ist mir eh egal.

  4. Thomas Jonson says:

    Die Netflix eigenen Produktionen werden so langsam unerträglich. So durchsetzt mit PC und penetrantem Feminismus. Diversity um jeden Preis siehe Lost in space. Der Mann spielt nur noch eine vertrottelte Nebenrolle, während der Sohn nah an Transgender Übergang ist. Oder die neue Star Trek Discovery. Ein Graus. Wenn ich mir eine Serie oder einen Film anschaue dann will ich Unterhaltung und keinen politische korrekten Käse mit Feminazis und total gegenderter Crew. Amazon Prime ist da noch nicht soweit aber erste Anzeichen sind schon da. Bozos ist ja auch nicht gerade bekannt ein Gegner der Globalisten zu sein.
    Hier zeigt sich mal wieder das man zwar die Wahl hat ..aber im Prinzip keine Auswahl abseits des Mainstreams. Gut das es noch schöne Indy Produktionen gibt.

    • @Thomas Jonson
      Hast Du Telekom Entertain? Dann ist „A Handmaid’s Tale“ bestimmt was für Dich. Garantiert keine starken Frauen oder so n Quatsch. Da darf der Mann noch Mann sein. Zehn Folgen lang wird den ganzen „PC“-Fetischisten und „Feminazis“ endlich mal gezeigt, wo der Hammer hängt. Garantiert ohne Genderscheiß. Sehr geil!

      • Thomas Jonson stimme ich ja zu, dass dieses Diversity um jeden Preis ziemlich nerven kann.
        Aber wenn ich dann in Robs Antwort Aussagen wie, „Garantiert keine starken Frauen“, „Darf der Mann noch Mann sein“ und „den […] „Feminazis“ endlich mal gezeigt, wo der Hammer hängt“ lese, dann muss ich doch kurz ein kleines bisschen brechen.
        Es gibt einen Unterschied zwischen der Einstellung „Die ganze Debatte ist falsch“ und „An einigen Stellen wird es erzwungen und deutlich übertrieben“.

        • Friedrich Nietzsche says:

          Es ist halt ein Unterschied, wenn man etwas nicht mag, weil es „Diversity um jeden Preis“ enthält, oder ob man einfach pauschal alles ablehnt, was eine starke Frau etc. enthalten könnte.

          Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ausgerechnet jene nach „da darf der Mann noch Mann sein“ rufen, deren „Männlichkeit“ offenbar so fragil ist, sodass sie nicht mal Filme mit starken Frauen oder Schwulen aushalten. Man könnte es akzeptieren, man könnte ignorieren, man könnte es einfach nicht anschauen, aber was wird stattdessen gemacht? So richtig männlich rumgeheult und sich über die böse Welt beschwert.

        • @ahaa und Friedrich Nietzsche Sorry, ich wollte niemanden zum Brechen bringen. Kennt Ihr den Plot von „A Handmaid’s Tale“? Wenn ja, habt Ihr sicherlich die Ironie in meinem Beitrag erkannt. Ich weiß, Ironie ist eigentlich kein wirklich gutes Stilmittel, sorry! Aber auf Thomas Jonsons mit Kampfbegriffen wie „Feminazis“ (von mir in Anführungzeichen gesetzt), „Globalisten“,“politisch korrekter Käse“ etc. gespickten Beitrag fiel mir kein anderes Mittel ein. Ich halte es für absurd von Thomas Jonson, anzudeuten, dass es eine Art feministische Verschwörung bei Netflix oder Amazon gäbe, die auch noch irgendwie von „oben“ (Jeff Bezos) gesteuert wäre. Die Realität ist halt bunt, Frauenbilder der 50er Jahre sind inzwischen out. Das spiegelt sich halt auch in Filmen und Serien wider. Es gibt ja trotzdem noch immer genug starke Männerrollen in aktuellen Produktionen. Dazu kommt das Argument, dass Sci-Fi schon immer andere Verhältnisse als die aktuellen darstellt (wie auch @Bär geschrieben).
          Ich selbst störe mich übrigens in keiner Weise an (angeblich) „gegenderten“ oder feministischen Filmen, oder einfach nur Filmen mit starken Frauenrollen, sondern finde das eine positive Entwicklung. Wer sie nicht mag, findet genug andere Produktionen.

    • Friedrich Nietzsche says:

      Das Leben muss hart sein, wenn man die ganze Zeit darauf fixiert ist, überall irgendwas zu finden, was PC, TG oder feministisch sein könnte, über das man maulen kann. Brauchst du vielleicht einen Safe Space, der dich vor dieser bösen Welt schützt?

    • Politisch korrekt ist keine Serie. Aber diskriminieren muss man nun auch nicht immer wo es geht. Schaut euch doch historisch korrekte Darstellungen an. Gerade bei Science Fiction wird versucht eine bessere Zukunft darzustellen und nicht die Rollenbilder der 70er Jahre zu bewahren. Ist einfach das falsche Genre für Menschen, die sich nach Vergangenem zurücksehnen.

  5. @Thomas Jonson: Ich gebe dir zwar Recht damit das einige Serien Frauen-Dominanz aufweisen u. sogar Schwule oder Lesben in Scene setzen, so wie z.B. bei Discovery oder bei Jessica Jones, aber so schlecht fand ich die Serien auch nicht.(das Gender-Zeug ist halt gerade aktuell bzw. zeitgemäß) (Es kommen auch wieder andere Zeiten, einfach abwarten) Wird halt alles etwas weiblicher getrimmt. Macht doch nichts, oder? Reine Männerfilme werden doch nebenbei auch noch angeboten soweit ich das überblicken kann? Leider ist Netflix etwas unübersichtlich…

  6. „118,9 Millionen davon zahlen sogar für ihr Netflix-Abo.“
    Kann jemand erklären, wie man bei Netflix nicht zahlen kann? Würd ich gern wissen.

  7. Dann entschuldige ich mich mal in aller Form!
    A Handmaid’s Tale ist mir nicht bekannt und dementsprechend habe ich die Ironie einfach übersehen. Ironie in Schriftform ist halt auch nicht ganz einfach zu identifizieren. 😉

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