Netflix: 81,5 Millionen Nutzer und großer Zuwachs im 1. Quartal, aber auch Sättigung in den USA

Netflix Artikel LogoNetflix, der Streaming-Anbieter der Wahl von mittlerweile 81,5 Millionen Nutzern, hat ein starkes erstes Quartal hinter sich gebracht. Stark hinsichtlich des Nutzerzuwachses, 6,74 Millionen Neustreamer konnte Netflix in den letzten drei Monaten begrüßen. In den USA tut sich Netflix aber schwer, der Markt scheint dort gesättigt, außerdem ist der Konkurrenzdruck dort sehr stark. So kommt Netflix in den USA „nur“ auf 2,23 Millionen neue Nutzer, problematisch ist hier aber die Aussicht auf nächstes Quartal, Netflix rechnet gerade einmal mit 500.000 Neukunden in den USA für das zweite Quartal, während international 2 Millionen Kunden hinzukommen sollen.

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Die Expansion kostete Geld, allerdings weniger als von Netflix gedacht. Umgesetzt wurden 1,96 Milliarden Dollar, der Gewinn fiel durch die Expansionskosten aber niedriger aus. Insgesamt kann der Streaminganbieter dennoch auf einen Gewinn von 49 Millionen Dollar blicken, kostenbedingt knapp die Hälfte vom Vorjahresquartal. Mehr Geld dürfte jedoch auch durch die Preiserhöhung in die Kassen von Netflix gespült werden.

In den USA beziehen viele Nutzer Ihr Netflix-Abo zum Sonderpreis von 7,99 Dollar im Monat. Dafür erhalten diese die HD 2-Screen-Variante statt der SD 1-Screen-Variante, die es eigentlich dafür geben würde. Ursprünglich war von Netflix geplant, die Umstellung im Mai abzuwickeln, wird sich nun aber über das gesamte Jahr Zeit lassen. Kein Nutzer wird ohne sein Einverständnis auf ein anderes Angebot umgestellt.

Nutzer, die bisher nur 7,99 für den eigentlich teureren Tarif bezahlen, werden dann wählen können, ob sie weiterhin 7.99 Dollar bezahlen, dann allerdings für die SD-Variante oder ob sie in einen der teureren Tarife (9,99 Dollar HD 2 und 11,99 Dollar UHD 4) wechseln möchte. Netflix möchte diesen Vorgang genau beobachten, um das Abspringen von Nutzern zu verhindern. Deshalb wird die Umstellung nicht auf einen Schlag erfolgen, sie wird aber 2016 wohl noch abgeschlossen sein.

Im zweiten Quartal wird es auch wieder jede Menge neue Inhalte geben. Der kontinuierliche Fluss an Inhalten, egal ob Eigenproduktion oder Zukauf, sorgt dafür, dass die Nutzer dem Dienst treu bleiben. Alle Informationen zu den Quartalszahlen findet Ihr direkt bei Netflix, den „Shareholder Letter“ findet Ihr hier.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Ich habe den Eindruck, dass Netflix auch hierzulande derzeit auf die Bremse tritt und das Portmoinee schon wieder zu macht, noch bevor das angepeilte Wachstum richtig losgeht. Den vollmundigen Bekundungen, den Streamingmarkt aufrollen zu wollen, folgten zuletzt nur massive Kürzungen im Serien- und Filmkatalog. Da ich von Beginn an sowohl Netflix als auch Amazon Prime abonniert habe, trifft mich das weniger, denn in gleichem Maße hat Amazon für meinen Geschmack zugelegt. Dennoch überrascht, dass vermutlich auch Netflix die Rechteverwertungs- und Wettbewerbssituation in Deutschland unterschätzt hat.

  2. Das sind ja Zahlen ?!? Da wird einem ja ganz schwindelig 🙂

  3. Also so gesehen dürfen wir mal wieder mehr für weniger zahlen?
    Bei 8$ monatlich würde ich den Dienst vermutlich seltener abmelden.
    Aber eine Sättigung des Marktes ist klar. Das Angebot gibt nicht immer viel her und nur mit den hauseigenen Produktionen kann mich Netflix nicht locken.

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