Nahverkehrszüge: Beförderungsleistung mehr als verdoppelt

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Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt, dass die Beförderungsleistung von Nahverkehrszügen im zweiten Quartal 2022 mehr als verdoppelt wurde. Dies gehe aus einer vorläufigen Sonderauswertung hervor.

Ausgewertet wurden Daten von Verkehrsunternehmen, die automatisierte Fahrgastzählsysteme einsetzen und deren Daten zum Zeitpunkt der Analyse bereits qualitätsgeprüft vorlagen. Mit Eisenbahnen einschließlich S-Bahnen waren im Nahverkehr 46 % mehr Fahrgäste als im 1. Quartal 2022 unterwegs und 74 % mehr als im 2. Quartal 2021.

Neben den Lockerungen der Corona-Maßnahmen dürfte auch das seit Juni gültige 9-Euro-Ticket zu den Steigerungen beigetragen haben. Mit Straßenbahnen und Stadtbahnen (einschließlich Hoch-, U und Schwebebahnen) fuhren 21 % mehr Fahrgäste als im Vorquartal und 48 % mehr als im Vorjahresquartal. Damit fielen die Zuwächse geringer aus als im Eisenbahnnahverkehr, so das Statistische Bundesamt.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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18 Kommentare

  1. Ab September geht es dann wieder rasant zurück

  2. Als wenn dies eine gute Nachricht wäre…

  3. Klaus Welters says:

    Hallo Carsten,

    Also ich kann in der Meldung keine „Verdopplung“ erkennen, nur eine signifikante Steigerung.
    Eine Verdopplung tritt erst bei Steigerungswerten von 100% und mehr auf habe ich im Matheunterricht gelernt.

    Bitte also Agenturmeldungen nicht einfach ungeprüft hier einstellen, sondern vorher noch mal kurz nachdenken, ob auch alles plausibel ist.

    • Hallo Klaus,

      die Verdopplung ist durchaus im Text zu sehen, wenn auch sehr versteckt. Das Zauberwort ist hier die „Beförderungsleistung“.

      Dummerweise hat Caschy die Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/08/PD22_333_461.html) nicht verlinkt. Dort ist zu lesen, dass die Beförderungsleistung in Personenkilometern (die von allen Fahrgästen gemeinsam zurückgelegten Kilometer) gegenüber dem 2. Quartal 2021 mit +113 % mehr als verdoppelt wurde.

      Bitte also Blogmeldungen nicht einfach ungeprüft lesen und draufloskommentieren, sondern vorher noch mal kurz nachdenken, ob auch alles plausibel ist, und die Originalquelle konsultieren.

      • Klaus Welters says:

        Hallo Sebastian,

        touché… 😉

        Wenn ich jetzt allerdings vor jedem Kommentar zunächst mal im Internet nach der nicht verlinkten Quelle des Textes suchen soll höre ich, glaube ich, damit auf mir überhaupt Blogs zu abonnieren, bei denen ich darauf vertraue, dass sie mir seriös aufgearbeitet Informationen zur Verfügung stellen.

        Solche Beiträge wie dieser sorgen nämlich einerseits dafür, dass Menschen ungefiltert die Schlagzeilen weiter verbreiten (und nicht immer findet sich in der Quelle irgendwo, und sei es noch so versteckt, ein Hinweis darauf, dass in der Schlagzeile vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit steckt), während andere das gleiche Plausibilitätsproblem zwischen Überschrift und Inhalt ausmachen , sich dann aber nicht per Kommentar zu Wort melden, sondern den Artikel als Untermauerung Ihrer persönlichen Ansicht von der „Lügenpresse“ nehmen…

  4. Überraschend die Nutzung der Öffis, wenn es sich finanziell lohnt

    • Oliver Müller says:

      Das ist der Punkt. Autofahren ist oft einfach noch zu günstig, gerade wenn man mit der Familie reist. Wenn Autofahren sämtliche dadurch entstehenden Kosten berücksichtigen würde, also deutlich teurer würde, und Bahnfahren etwas günstiger, würde sich das dauerhaft in die richtige Richtung drehen.

  5. Es macht mich so dermaßen wütend, das es nicht weitergehen wird. Das 9€ Ticket ist Angesicht der Klimakrise, Krieg und Teuerungen der Lebenshaltungskosten komplett kompromisslos.

    29€ dauerhaft und fertig

    Dabei muss ein komplett neues Berechnungsmodell erstellt werden. Nicht nach der Logik, den Verkehrsverbünden Summe X auszuzahlen wenn X Leute mit dem ÖPNV fahren sondern die Kosten komplett neu aufgeteilt werden müssen und zwar 100% Prozent und wie Unternehmen darüber hinaus dennoch Entscheidungsmöglchkeiteb haben bei Anschaffungen usw. Da muss der Bund, die Bundesländer, Städte und Kommunen an einen Tisch. Aktuell hat man das Gefühl man bezahlt mir fürs Personal diese horrenden Summen im ÖPNV

    • Bling Bling says:

      99,99 und ich bin bei Dir.

      • Klaus Welters says:

        99,99 (in € und für ein Deutschland ausschließlich im Nahverkehr gültiges Ticket vorausgesetzt) und die Züge sind wieder angenehm leer…

        Ich denke, dass Paul recht hat und ein Betrag von 29€ noch auf relativ große Akzeptanz treffen würde, allerdings vermute ich, dass das auch noch bei einer auf ein Bundesland beschränkten Gültigkeit gelten würde, da weitaus die meisten potentiellen Nutzer ihr Bundesland eher selten verlassen und bei einer Tour von der Nordsee zu den Alpen schon aus Zeitgründen bald erkennen würden, dass der Fernverkehr die lohnendes Alternative ist, bzw. dafür gleich auf ein anderes Transportmittel umsteigen.

        Für die Stadtstaaten und das Saarland wäre dann jeweils ein gemeinsamer Verbund mit dem einbettenden oder benachbarten Bundrsland denkbar.

  6. Was nix kostet ist nix wert hat man doch mal gesagt. Wenn ein fast vollständig subventionierter, einnahmenunabhängiger ÖPNV kommt, will ich nicht wissen, wie der in 10 Jahren aussieht .

    • Ich würde sagen das kommt voll und ganz auf die Prioritätensetzung des jeweiligen Subventionierenden an oder ? Die Erfahrung hat gezeigt, dass es schwierig ist aber sicher nicht unmöglich, siehe in den asiatischen Raum.

    • Klaus Welters says:

      Dann Doch lieber ein Verkehrsverbund, der (in meinem persönlichen Fall) für ein verbundweit gültiges Ticket im Monatsabo 175€ aufruft, die er dann gemessen am 9€-Ticket ganz bestimmt nicht wert ist…

    • Oliver Müller says:

      Das ist Blödsinn. Schau mal nach Luxemburg.

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