MyFRITZ!App: AVM bringt die Heimnetzverbindung zurück

Wir berichteten hier im April zuerst von AVMs Ambitionen, die Heimnetzverbindung aus der MyFRITZ!App zu entfernen. Vor der Entfernung war es so, dass Nutzer ohne große Kenntnisse über die App direkt von außerhalb des eigenen WLANs – sprich: von unterwegs – über die Heimnetzverbindung voll verschlüsselt ins eigene WLAN konnten und auch dann direkt der Zugriff auf die im LAN befindlichen Geräte möglich ist. Nach der Entfernung hätten Nutzer zwar „relativ“ einfach mit einem VPN-Zugang über die eigene FRITZ!Box ins heimische Netz gekonnt, die Bewertungen der App haben aber nach der Entfernung der Heimnetzverbindung eine sehr deutliche Sprache gesprochen – momentan liegt man da bei 1,8 von 5 Sternen.

Kritik, die man sich wohl bei AVM zu Herzen genommen hat, denn wieder einmal ist eine Betaversion erschienen, die die Rückkehr der Heimnetzverbindung (VPN) erwähnt. Nach der Aktualisierung meldet sich die MyFRITZ!App auch noch einmal proaktiv bei euch und verkündet, dass die Heimnetzverbindung nun VPN heißt. In den Einstellungen findet sich der neue Punkt und lässt sich dort einrichten. Das seht ihr auch in unserem Screenshot oben. Hätte nicht gedacht, dass die Funktion so gefragt ist.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei X, Threads, Facebook, LinkedIn und Instagram.

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28 Kommentare

  1. Ob die Kritiker, die im google play store 1 Stern hinterlassen haben, (mehr oder weniger) alle hre Bewertung wieder auf 4 oder 5 Sterne ändern werden?

    Ich denke nicht.

    So eine Aktion kann nachhaltige Schäden verursachen, auch wenn man sie wieder gut macht….

    BTW, Wunschliste:
    – Wireguard in der Fritzbox
    – VPN auch mit IP v6 (geht, glaube ich, nur mit IPv4, richtig?)

    • Ich meine auch vor einiger Zeit daran gescheitert zu sein, eine brauchbare VPN-Verbindung über IPv6 hinzubekommen.

      • Da fallen z.B: alle neuen Kunden der „Deutschen Glasfaser“ auf die Nase …. wenn die wie früher (z.B. bei Telekom VDSL) einfach mal per VPN „nach Hause telefonieren“ wollen ….

        …. z.B. um auf dem heimischen NAS mal eine Datei abzuholen … oder um per Remote Desktop auf einen Rechner zugreifen wollen (z.B. das Kind bei seinen Eltern zum Support) … oder um die heimische Überwachungskameras zu kontrollieren.

        DG bietet nämlich nur eine routbare IPv6 ADresse – und damit geht das FBox-VPN nicht…

        Aber das erzählen die DG Vermarktungspartner natürlich nicht von sich aus … 😉

        (auch nicht, daß man eigentlich ein shared medium Anschluß (GPON) wie beim Kabelanschluß bekommt, das man sich mit 63 anderen teilt….)

        • Gut zu wissen, dann brauche ich erst gar nicht fragen. Was GPON angeht. Hat doch jeder seine eigene Faser? Wird das dann am Knotenpunkt für den Ort/Ortsteil/Strassenabschnitt (was auch immer die Einteilung ist) zusammengefasst und X Teilnehmer teilen sich Bandbreite Y? Naja, immerhin scheinen die da großzügig zu planen. Hatte noch nie sonderlich Probleme trotz 500/200. Gut, lastet man natürlich auch nicht 24/7 aus etc. aber gerade mit Kabel war das gruselig hier. Von DSL Mal gar nicht anzufangen, da gab es lediglich 768 kbit Anschlüsse. Ja, richtig gelesen. Und da war VDSL 100 schon lange „auf dem Markt“. Wie auch immer…
          Ich würde echt gerne eine einfache Möglichkeit haben von außen mittels VPN in mein Heimnetz zu gelangen. Meinetwegen auch mittels Dienstleistung, die irgendwelchen Tunnel und Weiterleitungs Voodoo veranstaltet… Schade, dass das gelegentliche Nutzen wohl mit der AVM Funktion auch nach dem „Relaunch“ nicht klappen wird.

          • Marius Schäfer says:

            Entweder selber basteln mit einem billigen VPS oder Anbieter wie feste-ip.net o. ä.

        • Marius Schäfer says:

          Eine V6 Adresse oder einen Prefix?

    • Korrekt! Wobei eine Umstellung auf wireguard m.w. sowieso auch IPv6 mitbrigen würde, ist also etwas redundant ausgedrückt.

    • Soweit ich weiß geht IPv6 mittlerweile.

  2. Interessant. Ich habe die Funktion noch nie vermisst. Man kann sich ziemlich einfach, zu mindestens mit dem iPhone, mit dem eingebauten VPN mit dem Heimnetz der Fritz!Box verbinden.

    Was wäre denn der Mehrwert, das über die App zu machen?

    • Unter Android kann ich mir das als Widget auf den Home-Screen legen. Ein Klick und ich bin verbunden und sehe am wunderschönen, grünen Leuchten, dass die Verbindung aktiv ist. In die VPN-Einstellungen hopsen geht natürlich auch, ist der Weg aber länger. Und wenn man in der Statuszeile viel Kram hat, sieht man nicht auf einen Blick, ob aktiv oder nicht.
      Und für Noobs lässt es sich leichter einrichten als „normales“ VPN. (Ob das dann aber eine gute Idee ist, steht auf einem anderen Blatt.)

    • Zum Beispiel kann man ein Widget auf den Homscreen legen… schwupps – VPN aktiviert

  3. „Vor der Entfernung war es so, dass Nutzer ohne große Kenntnisse über die App direkt von außerhalb des eigenen WLANs – sprich: von unterwegs – über die Heimnetzverbindung voll verschlüsselt ins eigene WLAN konnten und auch dann direkt der Zugriff auf die im LAN befindlichen Geräte möglich ist.“

    Kannst das W beide male streichen. Ins WLan kommt man damit ganz gewiss nicht, sondern man bekommt von unterwegs die Möglichkeit via VPN verschlüsselt auf das heimische LAN und die darin befindlichen Geräte zuzugreifen.

    Ansonsten: Schön, dass die Funktion wieder da ist. so muss man NAS und Konsorten nicht alle einzelnen von außen erreichbar machen.

    • Ganz korrekt wäre LAN+WLAN, dann natürlich kann man mit VON von außen auch auf die WLAN Geräte im Heimnetz zugreifen.

      Und das hätte man nicht machen müssen, man hätte ja auch so die VPN Funktion von Android mit der Fritzbox nutzen können, das einmalige einrichten war halt einfacher.

  4. Schön wenns wiederkommt.
    Was mir bei AVM schon immer fehlt ist die automatische Wahlwiederholung bei besetzt, das kann jedes China-Billigteil und erspart eine Menge Zeit beim telefonieren..
    Wäre super wenn AVM das auch mal für ihre Telefone hinbekäme..

  5. Jochen Kubik says:

    Wo finde ich die beta?

  6. Hallo Caschy , nicht jeder ist wie ein Fachmann und kann eine VPN Verbindung im Schlaf erstellen ,bezieht sich auf die Bemerkung im Text relativ einfach eine VPN Verbindund erstellen

    • Deswegen habe ich es in Gänsefüßchen gesetzt und noch einmal unsere Anleitung verlinkt. Denn das „relativ“ liegt im Auge des Betrachters. Und wäre es so einfach, hätte ich keine Anleitung geschrieben.

    • Dafür muss man kein Fachmann sein. Es sei den mann brauch zum Autoreifen aufpumpen ein KFZ Mechaniker. Alle mir bekannten offenen Funktionen in Android sind für den Endanwender gedacht. Die Funktionen für die „Fachmänner“ sind im Developer Menü versteckt.

  7. Einfach einen OpenVPN Server auf nem Raspberry installieren und Passepartout aufs iPhone, dann kann man sich immer automatisch per VPN mit dem Heimnetz verbinden, sobald man das Haus verlässt 😉

    • 1. man braucht einen RasPi
      2. man muss wissen, wie das geht
      3. man muss wissen, dass das geht
      4. man hat ein zusätzliches Gerät mit zusätzlichem Stromverbrauch mit zusätzlichem Platz und zusätzlichem Wartungsaufwand
      5. Man muss vermutlich ein Portforwarding in der FBox machen

      —> ich denke, 90% der Fritzbox-Kunden wollen einen einfache, in die Fritzbox integrierte Lösung.

      Warum sollen die sich einen extra rasPi hinstellen (und sich dort einarbeiten und ihn pflegen), wenn die Fritzbox sowieso zu 95% des Tages mit (z.B.) 15% CPU-Last da rum steht …..?

      Und die sowieso im Rahmen automatischer Updates regelmäßig „gewartet“ wird….

      Für die meisten, die mal kurz ne VPN Verbindung nach Hause aufbauen wollen, reicht ein VPN-Server in der Fritzbox vollkommen aus – Power-User und Nerds installieren sich dann halt noch 5 zusätzliche dedizierte Geräte für jede Funktion.

  8. Marius Schäfer says:

    Bisher hat die alte App (Android) fälschlich suggeriert, über die Heimnetzverbindung surfe man so sicher, wie von Zuhause aus. Dabei wurde gar nicht der gesamte Traffic getunnelt.
    AVM hat das auf Nachfrage bestätigt und gesagt, daß das nicht geht, komisch.

  9. Ingo Podolak says:

    Sie sollen mal lieber Wireguard und OpenVPN integrieren inkl. IPv6
    selbst mein 25€ Reiserouter kann das und ist was VPN angeht ein vielfaches schneller als die Fritzbox.
    Das einzige was mich an AVM stört ist generell die VPN Geschichte und fehlendes POE bzw. POE AccessPoints.
    Sie sind zwar zumindest gefühlt in fast jedem Haushalt, aber damit könnte man einen großen Teil der noch Fehlenden für sich gewinnen.

  10. Sascha S. says:

    Ich nutz die Funktion hauptsächlich dafür, von unterwegs meinen PC einzuschalten (geht nämlich auch über die Fritzbox) und danach mit Anydesk darauf zuzugreifen. Dafür war die App immer super, bin froh, dass es wieder geht.

  11. Juchhu! War ein langer „Kampf“ mit dem Support. Es gibt nämlich mehr als genug Leute, die können ohne App kein VPN mehr aufbauen, seit im Dezember ein Sicherheits-Update von Google die direkte VPN-Verbindung für bestimmte Konstellationen unmöglich macht. MyFritzApp war der einzige vertrauenswürdige Workaround.

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