Mozilla streicht WebRT in Firefox für Android und Desktop-PCs

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Mozilla entfernt WebRT alias WebRuntime vollständig aus sowohl der Desktop- als auch der Android Version des Browsers Firefox. Über WebRT ließen sich Web-Anwendungen in den genannten Systemen installieren und nutzen, als wenn es stinknormale, native Anwendungen wären. Was in der Theorie nach einer genialen Idee klingt, konnte sich in der Praxis aber nie recht durchsetzen und sorgte stattdessen für Sicherheitsrisiken und Bugs. Zumal Mozilla recht stiefmütterlich mit dem Projekt umgesprungen ist. Insofern ist die Entfernung aus Firefox für Desktop-PCs und Android nur konsequent.

Waren die Web-Apps via Firefox einmal installiert, ließen sie sich wie native Anwendungen verwenden. Für Windows-User bedeutete das etwa, dass die Apps auch wie andere Programme über das Startmenü aufrufbar gewesen sind. Auch in der Systemsteuerung waren die jeweiligen Apps wie jede andere Software sichtbar und deinstallierbar. Die Installation war etwa über den Firefox Marketplace möglich. Mozilla hatte diese Möglichkeit 2012 für die Desktop-Version des Firefox-Browsers und 2013 für das Android-Pendant eingeführt. Danach ließ man WebRT allerdings mehr oder minder links liegen, so dass die Benutzererfahrung den Ansprüchen der Community nicht gerecht wurde.

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Aktuell ist jedoch noch offen, ab welcher Firefox-Version WebRT komplett herausfällt. Ab Firefox 44 fehlt bereits die Verknüpfung zu Firefox Marketplace. Dieser Schritt passt übrigens insgesamt zu Mozillas aktueller Strategie den Browser zu entschlacken und statt einer unübersichtlichen Feature-Vielfalt an Geschwindigkeit, Stabilität und essentiellen Kernfunktionen sowie der mobilen Unterstützung zu tüfteln. Aus diesem Grund will Mozilla beispielsweise auch die Verbindungen zwischen Firefox und Thunderbird kappen.

(via Soeren Hentzschel)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Ist das vergleichbar mit den Apps im Chrome? Mit Hilfe dieser Apps hat es Chrome geschafft, auf allen meinen Rechnern installiert zu werden. 🙂

  2. Ewald der Schöne says:

    Ist dann auch endlich dieser „Hello“ Müll weg? Oder verwechsele ich da etwas? Und wenn sie schon mal dabei sind, sollten sie „Pocket“ auch direkt liquidieren.

  3. @Ewald:
    Warum ist Hello deiner Meinung nach „Müll“?
    Funktioniert doch ganz fantastisch und ermöglicht eine verschlüsselte und anonyme Video-Kommunikation ohne zusätzliche Installation und Anmeldung bei irgendwelchen Diensten.
    Im Grunde der perfekte Ersatz für Spionage-Skype.

  4. Es geht nicht um WebRTC (Web Real-Time Communication) sondern WebRT (Web Runtime)

  5. Wolfgang Denda says:

    Gut, dass dieser nur halbgar funktionierende Kram wieder entfernt wird. Obwohl es eine tolle Idee ist, haben die von mir benutzten Webapps immer schlechter funktioniert, als einfach ein separates Firefoxfenster mit ggf. eigenem Profil.

    Wenn jetzt noch Pocket und Hello in separate Module ausgelagert werden, ist meine Firefox-Welt wieder in Ordnung. Pocket ist ja gar nicht mal so schlecht, aber man will nicht zu seinem Glück gezwungen werden.

  6. lt. „Computerbild“: ab Version 45 gibt es Firefox Hello nur noch als System-Erweiterung. Gleiches gilt für den beliebten Lesedienst Pocket,

  7. Ergänzend: Hello ist ab Firefox 45 ein System-Add-on, Pocket ab Firefox 46. 😉

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