Mozilla Firefox: Mozilla experimentiert mit Google Translate ab Werk

Heutzutage ist es recht einfach, sich Webseiten aus unbekannten Sprachen heraus übersetzen zu lassen. Das Ergebnis ist mal mehr, mal weniger gut, reicht aber oft um den Kontext zu verstehen. Die einzelnen Browser-Hersteller haben da so ihre eigenen Lösungen, bei Google Chrome ist dies nicht überraschend Google Translate, der Dienst ist ab Werk mit drin. Bei anderen Browsern ist dies anders gelagert, allerdings gibt es natürlich zahlreiche Erweiterungen, die auf Übersetzungsdienste zurückgreifen.

Mozilla experimentiert derzeit aber in der aktuellen Nightly-Version selber etwas herum, der Browser verfügt über ein aktivierbares, aber nicht funktionales Setting, welches bei fremdsprachigen Seiten eine Übersetzung anbietet. Diese Übersetzung soll dann von Google geliefert werden, in den Einstellungen lässt sich dann die automatische Übersetzung von Web-Inhalten aktivieren.

Wie auch bei Chrome kann man wählen, ob man bestimmte Seiten nie übersetzen will. Wann und ob das Feature in eine finale Version kommt, ist bisher nicht bekannt. Sicherlich müssen da Mozilla als auch Google einen Handschlag in irgendeiner Form machen, denn während dem Nutzer die reine Nutzung von Google Translate kostenlos möglich ist, müssen Entwickler über die Google Cloud API gehen.

Hier zahlt man dann für übersetzte Zeichen. Die Nutzung der Translation API wird nach Zeichen abgerechnet, wobei ein Zeichen aus mehreren Bytes bestehen kann. Die reine Übersetzung kostet 20 Dollar pro 1 Million Zeichen, Großkunden bekommen entsprechend Rabatte.

via Bugzilla

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caschy

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14 Kommentare

  1. Ich habe mich schon vor langer Zeit wegen der schlechten Übersetzungsqualität von Google Translate abgewandt und nutze seitdem https://www.deepl.com/translate – ein Übersetzungsdienst, mit dem ich seitdem sehr zufrieden bin.

    Meines Erachtens sollte Mozilla diesen Dienst keineswegs außen vor lassen.

    • ja das kölner startup liefert wirkkich sehr gute übersetzung vkn Wort und grossen Texten

    • Ludwig Stecher says:

      DeepL ist, wenn man Zugriff auf die API haben will, exakt gleich teuer wie Google Translate.

      Der Vorteil von Google Translate ist, dass man damit auch über das (kostenlose) Web-Interface Websites übersetzen kann. Das geht mit DeepL leider noch nicht.

  2. schade. wenn mozilla so weitermacht, muss ich mich vom firefox bald endgültig verabschieden. leider mangelt es an guten alternativen.

  3. Ich würde bei Mozilla ebenfalls eine Partnerschaft mit DeepL empfehlen, gerade wenn Mozilla weiterhin auf Datenschutz setzen möchte, außerdem ist die Übersetzungsqualität von DeepL besser und damit hätte Mozilla einen Punkt bei mir. Leider hat DeepL noch sehr wenig Sprachen im Angebot, keine mobile Apps und keine Browser-Add-ons.

  4. Connectivityyyy says:

    BITTTTTTTTTTTTTTTE NICHT!!!!

    Einer der Gründe den Chrome nicht zu nutzen, ist für mich gerade diese Übersetzungsgeschichte.

    Ich kann Englisch. Und die Übersetzung ist soooo cr……

    • Die Übersetzung ist bei Chrome (und ganz sicher dann auch bei Firefox) optional. Du kannst auch auswählen, dass eine Sprache wie Englisch niemals übersetzt werden soll. Dann erscheint auch nicht der Balken oben, der dir eine Übersetzung anbietet.

      • Connectivityyyy says:

        Ja natürlich ist es Optional. Man kann es abschalten. Leider ist es aber ein Opt-in 🙁

        Besser gesagt… man muss es ständig aktiv abschalten. 🙁

        Wenn du das manchmal Chrome 5-10 mal die Wochen machen müsstest, würdest du auch NEIN sagen 😉

        Immer wieder „muss“ ich Sachen im blanken Browser testen.

        [code]rem CMD Script…
        start firefox.exe -no-remote -profile R:\FFtemp %1 %2 %3 %4 %5 %6 %7 %8 %9
        [/code]
        ( R ist hier eine Ramdisk, die Regelmäßig allen Inhalt verliert 🙂 )

        win+r: ff stadt-bremerhaven.de
        und ich kann eine Webseite auf einem „Jungfräulichen“ Browser testen.

        Und nichts nervt mehr, wenn eine Webseite oder gar der Browser selbst dann noch was einblendet.

        In dem Fall wäre das…
        „Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.“
        und in Zukunft wie im Chrome oben auch die Sache mit dem Englisch/Deutsch.

        Ich würde das mal eine „Reizüberflutung“ nennen. Die einfach nervt und unnötig 2-3 Sekunden zum weg klicken stiehlt.

        Ich finde gerade bei Englisch ist das absolut unnötig. Bei Chinesisch wohl eher praktikabel.
        Wer so eine Übersetzungs-Hilfe braucht, soll doch bitte eine Erweiterung dafür benutzen.

  5. Dr. h.c. Caesar says:

    Warum nur ganze Seiten? Mir reichen im Firefox Add-ons, die auf Klick ein Wort oder einen selektierten Satz übersetzen. Wenn gleich die ganze Seite übersetzt wird, ist das Ergebnis oft eher schlecht.

  6. Kabeltrommel says:

    Och nee. Mozilla haben scheinbar eine Vorliebe dafür entwickelt die unnützesten Dinge zu integrieren.
    Wenn es denn zumibdest mal eigene Ideen oder Verbesserungen bestehender Funktiinen wäre… Aber bei Firefox habe ich, genauso wie bei Chrome, das Gefühl, dass die Entwicklung der Browser als solche auf der Stelle tritt.

    Ich gucke da immer gern zu Vivaldi und Opera rüber, aber die haben so ihre eigenen Problemchen.

  7. Wer Übersetzungen haben will, kann ein Addon installiern und gut ist. FF kann ja auch eigene Addons bauen und die dann anbieten zum Download.

    Was soll das immer so einen Scheiss der in ein Add-on gehört in den Core einzubauen?? Das ist doch IMMER Mist, auch bei Pocket etc.

    Es gäbe schon Verbesserungspotential bei wesentlichen Dingen.

    Und ja ein Addon von Deepl wäre jetzt nicht verkehrt, die Übersetzungen sind echt besser.

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