Minecraft: Education Edition ab 1. November erhältlich

minecraftDa hat er schon was geleistet, der Notch. So der Nickname von Mojang-Gründer Markus Persson, der zusammen mit seinen Mitgründern Carl Manneh und Jakob Porser im Jahre 2009 die prozedural generierte Welt von Minecraft geschaffen hat. Seit der Alpha bin ich begeisterter Fan des Projekts und verfolge jede Entwicklung des Baukastens bis heute. Im Jahre 2014 übernahm Microsoft für ein paar Euronen das kleine Entwicklerstudio und damit auch die Rechte an Minecraft. Nun kündigt das Unternehmen die sogenannte Education Edition des Spiels für den 01. November dieses Jahres an, eine Version, die sich vor allem an Lehrer, Pädagogen und Schüler richtet.

Ehrlich gesagt stand ich der MS-Übernahme – wie viele andere damals auch – skeptisch gegenüber. Ich hatte befürchtet, dass das Spiel ver-casualisiert werden würde. Ja, es kamen reichlich Versionen für andere Plattformen und der Spieler-Zuwachs war nicht immer förderlich, gerade auf öffentlichen Servern. Aber letztens Endes ist das Spiel immer noch das, was es seit Anbeginn ausgemacht hat: virtuelles Lego für Groß und Klein, für Jedermann, der seine architektonischen Fantasien einmal ausleben möchte. Und genau hier setzt die Education Edition an, am Potential des „Alles ist möglich“-Prinzips.

minecraft-education

Es handelt sich hier um ein eigenständiges Projekt, keine Modifikation. Die gab es vorher und wurde letzten Endes übernommen, um die Ideen und Konzepte der Mod in die Education Edition einfließen zu lassen. Im Juni 2016 startete Microsoft schließlich eine Early Access-Phase, an der mehr als 15.000 Schüler und Lehrer teilgenommen haben sollen. Deren Feedback sei nun in die Entwicklung eingebracht worden, was nicht nur dafür gesorgt hat, dass weitere Features aus Minecraft selbst übernommen wurden, sondern vor allem auch völlig neue geschaffen wurden.

Neue Features:

  • Classroom Mode: Kartenansicht der Minecraft-Welt, eine Liste aller Schüler, die sich in der Welt befinden sowie ein Chat-Fenster zur Kommunikation. Die App ist für Lehrer gedacht, die Schüleraktivitäten beobachten wollen, ohne dabei selbst im Spiel zu sein
  • Easy Classroom Collaboration: Schüler können als Gruppe, in Paaren oder als gesamte Klasse in einem virtuellen Klassenraum Projekte planen und Probleme lösen. Bis zu 30 Schüler können in einer Welt zusammenspielen
  • Non Player Characters: Lehrer können NPC (Non-Player Character) erstellen, um Schülern als Ratgeber zur Seite zu stehen
  • Kamera und Portfolio: Schülern haben dank dieser Features die Möglichkeit, ihre Fortschritte zu verfolgen, Nachweise ihrer Lernerfolge zu sammeln, die Entwicklung ihrer Projekte zu dokumentieren und Screenshots ihrer Arbeiten zu machen
  • Tafeln: Für die Kommunikation von Lernzielen, die Bereitstellung zusätzlicher Informationen und konkrete Anweisungen stehen Lehrern Tafeln in verschiedenen Größen zur Verfügung
  • Sign-In: Individuelle Logins über Office 365 für Schüler und Lehrer garantieren Datensicherheit
  • Tutorial World: Hilft den Spielern bei der Navigation im Spiel

Microsoft verspricht, auch weiterhin am Ball zu bleiben mit Updates und neuen Features.

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Video-Link: https://youtu.be/hl9ZQiektJE

Die Single-User-Lizenz soll 5$ pro Jahr kosten. Die Betriebssysteme Windows 10 und OS X 10.11 El Capitan sind allerdings Mindestvoraussetzung.

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Benjamin Mamerow

Blogger, stolzer Ehemann und passionierter Dad aus dem Geestland. Quasi-Nachbar vom Caschy (ob er mag oder nicht ;D ), mit iOS und Android gleichermaßen glücklich und außerdem zu finden auf Twitter und Google+. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. Die neue Education-Version kommt bei Medienpädagogen wohl gar nicht gut an (siehe z.B. Facebookgruppen „Medienpädagogik“ oder „Minecraft/Minetest und Bildung (für Lehrer und Pädagogen)“. Die Diskussionen die ich mitverfolge drehen sich darum, so lange wie möglich mit dem aktuellen Minecraft-Edu zu arbeiten.

  2. Ich komme mit diesem Spiel einfach nicht klar. Dieses festhalten an der Java-Umgebung ist so schrecklich. Spiel mal LITW mit nem normalen 08/15 PC mit 8Gig RAM, das ruckelt sich nen Wolf. So macht das „lernen“ auch keinen Spaß.

  3. Im Hinblick auf die mobilen Endgeräte, die es mittlerweile Schulen mehr gibt, als stationäre, wäre eine MInecraft Pocket Edu Edition viel interessanter.

  4. Aber was is das Lernziel davon? Einfach Kreativ sein? Also eher Kunstunterricht oder was die Idee?

  5. Und mal wieder kein Linux…

  6. 5$ pro Schüler pro Jahr? Verstehe ich das richtig? Da könnte man ja gleich Volllizenzen kaufen.

  7. Die Perfekte Version für die Zeiten von „Youtube Heroes“ wo „Gewalt in Videos“ ja verboten wäre laut neuer YT Richtlinien… ^^

    Spieler, Zombies & Skelette wird man in der Version wohl kaum besiegen können 😉

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