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Microsoft will die Barrierefreiheit für Xbox-Gamer voranbringen

Mittlerweile spielt die Barrierefreiheit auch für Gamer eine immer größere Rolle. Allein in den USA gebe es laut der ESA Stiftung 46 Mio. Menschen mit Behinderungen. Bereits 2019 arbeitete das Team von Microsoft Gaming Accessibility an Best Practices, welche einen Leitfaden geben sollen, um auch diese Gruppe von Spielern möglichst unkompliziert einzubeziehen. Die sogenannten Xbox Accessibility Guidelines (XAGs) erschienen Anfang 2020 und werden aktuell weiter überarbeitet.

Dabei arbeite man direkte Rückmeldungen aus der Community auf. Sowohl den Spielern selbst als auch den Entwicklern höre man also in Redmond zu. So wünschen sich Entwickler etwa konkretere Hilfestellungen, um die eher theoretischen Leitlinien auch praktisch umsetzen zu können. Derzeit arbeite man deswegen daran die bestehenden XAGs zu überarbeiten und zu konkretisieren. Etwa sollen mehr Beispiele dabei helfen, die Umsetzung zu verstehen und Möglichkeiten zu entdecken.

Mittlerweile habe man sogar als erster Hersteller in der Gaming-Industrie ein Testprogramm aus dem Boden gestampft. Entwickler haben im Rahmen dieser Initiative freiwillig die Chance, ihre Spiele im Hinblick auf die XAGs überprüfen zu lassen und Feedback zu erhalten. Mithilfe der Rückmeldungen sei es dann möglich, die Spiele für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen noch besser zu optimieren.

An dem Projekt nehmen laut Microsoft direkt Spieler mit Behinderungen teil. Ihre Meinung fließe also direkt ein. Laut Microsoft sei man da im Xbox-Team überwältigt von den positiven Rückmeldungen von allen Seiten. Das gemeinsame Ziel, möglichst alle Menschen beim Gaming ins Boot zu holen, verbinde Entwickler und Spieler an dieser Stelle. Da ist dann natürlich nicht nur Altruismus im Spiel, sondern auch Imagepflege – klar. Trotzdem ist das eine feine Sache, die ich als Spieler nur befürworten kann.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Ein extrem wichtiges Projekt. Hoffentlich ziehen Sony und Nintendo schnell nach. Es ist aber nicht nur die Hardware – denn auch was die Spiele angeht, gibt es einiges an Verbesserungs-Potential. Besonders die Unsitte seit einigen Jahren, die UIs in gefühlter Schriftgröße 2 zu gestalten. Da haben selbst Menschen mit normaler Sehkraft teilweise Probleme.

  2. Das muss man denen in Redmond lassen – Inklusion können Sie, dafür Respekt.

    • Beim Thema Screenreader für Blinde ist bei MS noch jede Menge Luft nach oben.Zwischen Apples Voice over und der windows10-Sprachausgabe liegen Welten. Das zum Thema Inklusion.

      • Hallo Achim – Du hast recht was VoiceOver im Vergleich zum Narrator betrifft – andererseits bietet MS offene Schnittstellen für Accessibility an die Drittanbieter wie das NVDA-projekt andocken können – in Wndows kann man also Screenreader von Drittanbietern bis hin zur Einbindung in den anmeldeprozess und die Sicherheitskonsole dazuinstallieren. Die können dann i. d. R. mehr als der narrator . Das läßt Apple unter MacOS nicht zu . VoiceOver kann mehr als der Narrator – aber ich mußte leider feststellen daß ich inzwischen – war vor gut 10 Jahren von XP zu macOS gewechselt , und zwar u. a. wegen des eingebauten Screenreader-Supports – mit Windows 10 und nVDA als Screenreader eines Drittanbieters mehr reißen kann als unter MacOS – Konsequenz wieder zufiedener Windows-10 -Nutzer.

  3. Wobei mir dann noch ein kritischer Kommentar erlaubt sein soll: weder unter macOS noch Windows10 noch Linux sind die _wirklich_ _wichtigen_ Dinge in Sachen Barrierefreiheit ausentwickelt. So schön und entpannend ein Game sein mag, für das echte Leben sind Chancen und Möglichkeiten in Ausbildung, Studium, Arbeitsmarkt und bei der allgemeinen gesellschaftlichen Teilhabe z. B. information , politische Aktivitäten usw. wesentlicher.
    Und da ist meiner Erfahrung nach noch genug Baustelle , gerade wenn es um neue Konzepte wie Software in Form von Webanwendungen z. B. Office im Web , Remote Terminal Sitzungen oder untgernehmens-spezifische Lösungen geht. Sorry wenn ich das so sagen muß: solange die „Brot und Butter“-Sachen nicht so gut wie irgend möglich z. B. mit Screenreader oder anderen Hilfstechnologien zugänglich sind, finde ich es ein wenig Schade menschpower und Geld auf , verzeihung nochmal an die Gamer , nebensächlichkeiten zu vergeuden. Ich bin selber Screenreader-nutzr und war jahrelang aktiv berufstätig – habe also einiges an Arbeitserfahrung mit hilfstechnologien sammeln können .

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