Microsoft Surface Studio beweist sich im iFixit Teardown

microsoft-surface-studio-teardown-3All-In-One-PCs sind nicht nur praktische, sondern meist auch kostspielige Geräte. Hier wird sehr viel Technik auf kleinem Raum untergebracht. Was viele Benutzer mögen, ist für Bastler oft ein Albtraum. Deswegen erhielt etwa der Apple iMac aus dem Jahr 2015 mit 4K-Display bei iFixit nur einen Repairability Score von 1/10. Etwas besser schneidet nun das Microsoft Surface Studio ab und erhält immerhin einen Repairability Score von 5/10 – identisch zum Apple iMac mit 5K-Display aus dem Jahr 2014. iFixit lobt zwar, dass der Fuß des Surface Studio sich leicht öffnen lasse, um Zugriff auf die modularen Komponenten zu erhalten. Allerdings seien viele Komponenten auf dem Board aufgelötet.

Zu den aufgelöteten Bauteilen zählen die CPU, die GPU und leider sogar der RAM. Upgrades fallen damit flach. Das heißt, wer sich dadurch einmal für das Microsoft Surface Studio mit 8 GByte RAM entscheidet, muss bei dieser Menge Arbeitsspeicher dauerhaft verharren. Zudem seien einige im Display eingebundene Komponenten wie die Buttons, die Sensoren an der Vorderseite und die Lautsprecher nur sehr schwer auszutauschen, sollten sie einmal den Dienst versagen.

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Im Inneren des Microsoft Surface Studio konnte iFixit zwei separate Lüfter erspähen. Möglich ist, dass einer speziell für die CPU und der andere für die GPU gedacht ist. Das würde eine effizientere Kühlung ermöglichen. Zudem zeigt sich im inneren eine Seagate Spinpoint M8 ST1000LM024 als Festplatte mit 5.400 RPM und 1 TByte Speicherplatz. Hier handelt es sich noch um ein SATA-II-Laufwerk, das sich allerdings recht leicht auswechseln ließe. Ob eine Alternative mit SATA III auf Dauer einwandfrei funktioniert und Vorteile bringt, müssten aber erst experimentierfreudige User herausfinden.

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Ansonsten warten im Inneren des Microsoft Surface Studio keine großen Überraschungen: Der DDR4-RAM des All-In-One stammt von Samsung und SK Hynix liefert den GDDR5-RAM der Nvidia GeForce GTX 965M. Lobende Worte findet iFixit noch für den Aufbau des Bildschirms, welcher sich relativ einfach als eine Komponente austauschen lassen würde, ohne beispielsweise den Sockel antasten zu müssen. Falls ihr Interesse am kompletten Teardown mit allen technischen Details habt, findet ihr jenen direkt bei iFixit. Die Kollegen haben auch noch weitere Bilder vom Innenleben des Microsoft Surface Studio auf Lager. Natürlich empfiehlt sich das Basteln an dem hochwertigen All-In-One aber nur für sehr geübte Bastler.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Bin gespannt ob hier auch so Kommentare kommen wie wie beim neue Nicht macbook .

    Microsoft ist da nicht anders

  2. Wieso baut man denn in sowas ne SATA 2 Festplatte ein? lagen die noch rum oder was… 🙁

  3. @Tom Schmidt: Da es vllt. keine SSD ist und zudem nur 5400rpm hat. Für was dafür hohe Transferleistungen von SATA3?
    Viel interessanter ist ob es einen SATA3 Anschluss hat.

  4. Ich denke schon dass es SATA3 ist, ich würde mal behaupten, dass der Chipsatz gar nichts anderes hat.

    Dass der RAM verlötet ist ist schon ziemlich scheiße. CPU und GPU hingegen sind klar. Gibt es von Intel überhaupt noch mobile Prozessoren die gesockelt sind?

  5. FriedeFreudeEierkuchen says:

    @Felix: klar gibt es von mir den gleichen Kommentar 😉 Schlecht zu wartende Geräte mit verlötetem RAM sind Sch***- vor allem in der Preisklasse. Ob die Geräte von Apple oder Microsoft sind ist völlig schnuppe. Immerhin (Vorsicht! Ironie!) kann man das Laufwerk wechseln.

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