iFixit zerlegt neuen iMac 21,5 Zoll mit Retina 4K Display – Reparatur und Upgrade nicht möglich

19. Oktober 2015 Kategorie: Apple, Hardware, geschrieben von:

Artikel_ifixit iMacWährend die einen mit ihren Smartphones, Tablets oder Desktop-Computern äußerst pflegsam umgehen, sehen andere in ihnen lediglich Nutzungsgeräte, was man den Geräten dann auch häufig ansieht. Doch egal, wie sehr man nun bemüht ist, sein Gerät in Schuss zu halten, irgendwann kommt einmal der Tag, an dem irgendein Teil dem Zahn der Zeit erliegt und kaputt geht. Hier scheiden sich wieder die Geister, denn die einen kaufen sich direkt ein neues Gerät, die anderen legen selbst Hand an und reparieren es. Für letztere, die sich als Bastler und Tüftler bezeichnen, haben sich iFixit den kürzlich vorgestellten neuen iMac 21,5 Zoll mit Retina 4K Display vorgenommen.

iFixit dürfte inzwischen jedem Leser bekannt sein, da die Damen und Herren so ziemlich jedes Gerät – egal ob Smartphone, Tablet oder Computer – bis in seine Einzelteile zerlegen und anhand der Schwierigkeit des Vorgangs einen Wert ermitteln, der dem Otto-Normal-Verbraucher aufzeigt, wie schwer oder einfach ein Gerät selbst zu reparieren ist.

Nachdem die Kollegen den neuen iMac mit 4K Retina Display auseinandergepflückt haben, stellte sich Ernüchterung ein, was sich schließlich auch im Ranking zeigt. Lediglich 1 von 10 Punkten (1 steht für schwer zu reparieren, 10 für gute Reparaturmöglichkeiten) erhielt der iMac und ist somit eines der am schwersten zu reparierenden Apple-Geräte.

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Da Apple erneut viele Teile des iMacs verklebt hat, ist das Entfernen des Klebers wohl prinzipiell relativ einfach, um an das Innere des iMacs zu gelangen, doch danach ist der Kleber hinüber und muss komplett erneuert werden. Und das ist noch der mittelschlechte Teil des Ganzen.

Der Arbeitsspeicher ist nach wie vor ins Logic Board verlötet, sodass man diesen nicht im Nachhinein aufrüsten kann. Käufer sollten also vorher darauf achten, in wie viel RAM sie investieren. Da Apple erneut auf eine SSD als alleinige Lösung im iMac verzichtet, kommt erneut die Fusion Drive-Technologie zum Einsatz. Hierbei werden Systemdaten, die keine schnelle SSD-Festplatte zur Nutzung benötigen, auf eine HDD-Festplatte gelegt. Daten wie Apps, die zügig öffnen sollen, werden hingegen automatisch auf eine interne SSD-Festplatte gelegt.

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Die Verbindung zwischen Fusion Drive und Logic Board fehlt jedoch laut iFixit und eliminiert somit jede Hoffnung auf ein nachträgliches Speicher-Upgrade. Zudem ist auch die CPU mit dem Logic Board verlötet, was ebenfalls kein Upgrade oder gar eine Reparatur zulässt. Auch sind das Glas und das Retina Display selbst miteinander verklebt, was die Kosten bei einem Schaden am Glas immens in die Höhe treibt.

Keine guten Nachrichten also für alle, die sich den neuen 21,5 Zoll iMac mit 4K Retina Display anschaffen wollen. Die Reparatur des iMacs ist nahezu unmöglich und auch nachträgliche Upgrades sind nicht machbar. Der neue iMac ist generell kein Schnäppchen in der Anschaffung und nun muss man auch noch vorab wohl überlegen, wie man seinen Rechner konfiguriert.


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