Microsoft: Starkes Cloud-Geschäft sorgt für steigenden Umsatz und Gewinn

Microsoft hat Quartalszahlen veröffentlicht. Das Unternehmen hat bereits das zweite Quartal des Fiskaljahres 2017 abgeschlossen, kalendarisch endete es logischerweise auch am 31. Dezember 2016. Steigern konnte Microsoft sowohl Umsatz als auch Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal. 25,84 Milliarden Dollar Umsatz wurden erwirtschaftet, den größten Posten macht dabei die Sparte „More Personal Computing“ mit 11,8 Milliarden Dollar aus, obwohl dies ein Minus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet. Einen Teil zum Rückgang trägt auch die Xbox bei, der Gaming-Umsatz sank um drei Prozent, wobei die niedrigeren Erlöse der Xbox-Verkäufe von einem Umsatzwachstum bei Software und Services abgefangen werden.

Das größte Wachstum zeigte der Bereich „Productivity and Business Processes“ mit einem Anstieg von 10 Prozent auf 7,4 Milliarden Dollar. In diesen Bereich fällt auch LinkedIn, die Übernahme wurde im Dezember abgeschlossen. In dieser Zeit wurden mit LinkedIn 228 Millionen Dollar Umsatz generiert, die allerdings insgesamt in einem Verlust in Höhe von 100 Millionen Dollar endeten. Hier wird sich erst im nächsten Quartal zeigen, ob es ein guter Einkauf war oder ob Microsoft weiter draufzahlt.

Der Umsatz mit Office 365 stieg im kommerziellen Bereich um 47 Prozent, bei den Privatanwendern wurden immerhin 22 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresquartal erzielt, hier kann Microsoft nun 24,9 Millionen Nutzer vorweisen.

Auch in der „Intelligent Cloud“ kann Microsoft Umsatzsteigerungen verbuchen, gesamt sind es 8 Prozent in diesem Bereich. Azure gehört zu diesem Bereich und sticht mit einem Umsatzwachstum von 93 Prozent deutlich hervor. Server und Clouddienste konnten den Umsatz um 12 Prozent steigern. Weniger wurde es bei den „Enterprise Services“, ein Minus von 4 Prozent muss Microsoft hier hinnehmen.

Insgesamt also ein positives Quartal für Microsoft, der Weg in die Cloud scheint für das Unternehmen der richtige zu sein. Alle Details zu Microsofts Geschäftsergebnissen findet Ihr direkt bei Microsoft.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

3 Kommentare

  1. Nadella hat den richtigen Kurs eingeschlagen. Microsofts Stärke war und ist Software und die wandelt sich nun einmal. Wenn Windows nicht mehr das alles dominierende Betriebssystem ist, muss man auf den Plattformen präsent sein, die wichtig sind.

    Das sind die mobilen Systeme Android und iOS, das ist OS X, das ist aber auch die Cloudinfrastrukur, nämlich schlicht das Internet. Wenn der Browser zum Betriebssystem wird, muss man auch dort vertreten sein. Mit Backendsystemen wie Azure (Linux, Docker, etc…), aber auch mit universell nutzbaren Diensten wie OneDrive, Office 365 oder Outlook.com.

    Würde man sich in Windows einigeln und hochnäsig auf die Konkurrenz blicken, würde man in fünf Jahren ganz doof aus der Wäsche kucken. Der Untergang von Windows Phone war sicherlich kein Wunsch, aber er ist nun einmal Realität. Haken dran und weiter.

  2. Die machen bei Microsoft erstaunlich viel richtig zur Zeit. Bin sehr zufrieden mit Windows 10 auf meinen Rechnern, sehr zufrieden mit Office365 und dem Cloud-Angebot. Schade, daß Windows Phone nicht durchgestartet ist und Edge irgendwie auch nicht so recht in Schwung kommt. Würde gerne auf alles von Google verzichten.

  3. Ja das Office 365 Geschäft scheint gut zu laufen, da hat man ja auch ordentliche Oberflächen und definierte Strukturen geschaffen.

    Bei Azure ist das leider nicht so. Hier sollte Microsoft dringend nachjustieren. Allein die Änderung des Azure Portals war ein Kampf. Vielleicht wird es durch die German Cloud Hosted By t-com ja besser?