Microsoft soll an Advertisement-Projekt für Xbox-Spiele arbeiten

Mittlerweile gibt es auch an Konsolen nicht nur kostenpflichtige Spiele, sondern auch Free-to-Play-Games in Hülle und Fülle. Letztere werden dann über In-Game-Transaktionen finanziert. Ihr könnt eben kosmetische Items gegen Echtgeld kaufen oder z. B. sogar Pay-to-Win-Vorteile ergattern, wenn der Geldbeutel locker sitzt. Microsoft soll nun an einer Stärkung der Monetarisierungsoptionen werkeln, berichtet Business Insider. Demnach solle es eine zentrale Plattform geben, um Werbung im Xbox-Spielen zu schalten und zu verwalten.

Damit würde es dann möglich, dass Hersteller bzw. Marken gezielt in Xbox-Spielen Werbeanzeigen platzieren. Mit welchen Technologie-Partnern man da zusammenarbeiten möchte, ist aber wohl noch offen. Anonyme Quellen rechnen damit, dass die Redmonder diese Möglichkeit für Xbox Spiele bereits im dritten Quartal 2022 aktivieren werden. Die Werbung sei nicht für kostenpflichtige Spiele vorgesehen, sondern eben für Free-to-Play-Spiele.

Microsoft verhandelt da aktuell mit unterschiedlichen Ad-Tech-Anbietern, welche die Betreuung übernehmen könnten. Sie sollen dann dabei helfen, zwischen den Entwicklern der Spiele und denjenigen zu vermitteln, die Werbung schalten wollen. Wie die Werbung in Spielen erscheinen könnte, soll vielfältig sein. Man stellt sich da etwa in einem Rennspiel vor, dass auf den Werbetafeln abseits der Rennstrecken die zahlenden Marken prangen. Es könnte auch bestimmte Skins von Werbepartnern für Charaktere, Waffen und weitere In-Game-Objekte geben – oder eben die klassischen Werbeclips, welche z. B. bei Wartezeiten in Multiplayer-Lobbys aufploppen könnten.

Microsoft selbst hat diese Gerüchte bisher nicht bestätigt. Derzeit ist Werbung in Mobile Games weit verbreitet, in PC- und Konsolenspielen aber eher selten. Da gibt es zwar schon ein paar Optionen, etwa um Empfehlungen im Xbox Dashboard zu platzieren, aber ansonsten sind die Optionen eingeschränkt. Dabei soll Microsoft selbst zunächst nicht an Provisionen interessiert sein. Vielmehr gehe es darum, ein attraktives Werbenetzwerk aufzubauen. Die Einnahmen sollen dann zwischen den Entwicklern und den Vermarktern aufgeteilt werden.

Somit könnte Microsofts Agenda also eher darin liegen, die Xbox-Plattformen für Free-to-Play-Entwickler spannender zu machen. Allerdings gebe es intern auch Skepsis, da man damit rechnet, dass viele Core-Gamer so eine Praxis ablehnen könnten. Deswegen wolle man das Programm zunächst nur für ausgewählte Marken öffnen und darauf achten, dass die Werbung nicht das Gameplay unterbricht. Auch wolle man keine Kundendaten für Dritte direkt zugänglich machen. Auch da wäre wohl sonst viel Kritik zu erwarten.

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6 Kommentare

  1. Nun, ich bin wirklich kein Core Gamer und lehne eine derartige Praxis ab.
    Werbung ist die Pest.
    Microsoft ist nur an einem interessiert, an einer Beteiligung durch die Infrastruktur an den Werbeeinnahmen.
    Wenn sich der Mist einmal eingenistet hat, wird man ihn nicht mehr los. Sony dürfte das Ganze interessiert beobachten.

    • “Die Werbung sei nicht für kostenpflichtige Spiele vorgesehen, sondern eben für Free-to-Play-Spiele.“

      Dann einfach dafür bezahlen, oder etwas anderes spielen. Sehe das Problem nicht.

  2. Der „Preis“ eines Service und GamePass Geschäftsmodells.

    • “Die Werbung sei nicht für kostenpflichtige Spiele vorgesehen, sondern eben für Free-to-Play-Spiele.”

      Was genau hat das nun mit dem Geschäftsmodell von Game Pass zu tun?

  3. Keri, was ist denn dein Vorschlag wie sich F2P Games finanzieren sollen?

    Lieber halbwegs unaufdringliche Werbung, als pay2win…

  4. Keine Ahnung hab jetzt kein Problem, wenn bei einem Free2Play Shooter oder so auf der Map ne Reklame von Razer oder MSI hängt oder bei Rocket League ne Bande an der Seite hängt wie beim echten Fußball. Solange es nur bei Free2Play Spielen ist und thematisch passende Werbung platziert wird (Gaming und nicht Check24), habe ich damit kein Problem.

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