Microsoft bastelt an universellem Stylus für jede Art Display

Aus der Abteilung „Dinge, die wir dringend brauchen“ könnte das stammen, an dem Microsoft gerade bastelt: Die Jungs aus Redmonds tüfteln nämlich bereits eifrig an einem Stylus, der bei jeder Art Display funktionieren soll. Es wird also kein Digitizer oder Ähnliches vorausgesetzt, damit dieser Stift eure handschriftlichen Eingaben unterstützt.

Wie Technology Review berichtet, sind die Arbeiten an einem Prototypen auch schon recht weit fortgeschritten und liefern auch bereits ordentliche Resultate. Dennoch steht zu diesem frühen Zeitpunkt nicht fest, ob bzw wann wir mit einem solchen Eingabegerät für den Massenmarkt rechnen dürfen.

Funktionieren soll das Gadget mithilfe einer Kamera, die nahe der Stylus-Spitze angebracht hat und durch einen speziellen Winkel die Pixel des Displays so scannen soll, dass die exakte Position ermittelt werden kann. Hier liegt dann aber auch das entscheidende Problem, welches die Entwickler derzeit haben: Die Cam müsste für ein effektives Arbeiten mit 512 x 512 Pixeln auflösen. Zum Vergleich: der entsprechende Sensor einer überdurchschnittlich guten Maus bringt es auf 30 x 30 Pixel – hier müsste also eine ganz neue Cam entwickelt werden und es stellt sich die Frage, ob Microsoft bereit ist, hier weiterhin Geld in dieses Projekt zu pumpen um aus der Vision ein massentaugliches Produkt zu machen.

Quelle: Technology Review via Netbooknews.de

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Der Gastautor ist ein toller Autor. Denn er ist das Alter Ego derjenigen, die hier ab und zu für frischen Wind sorgen. Unregelmäßig, oftmals nur 1x. Der Gastautor eben.

6 Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass sie so groß aufgelöst werden muss. Es kommt viel mehr darauf an, wie schnell die Daten aufgenommen bzw. übertragen werden können. Wozu braucht man denn tausende Pixel, wenn eh nur deren Änderung registriert wird. Das 256 (bei 16×16) oder meinetwegen auch 900 (30×30) Pixel (meist) pro Quadratmilimeter(!) Scanfläche für ein exaktes und schnelles Arbeiten zu wenig sein könnten, ist ja noch verständlich, aber die Notwendigkeit von 512qpx, also über 250.000 Bildpunkten, will mir einfach nicht in den Kopf.

  2. Stephan: Hier ist ein guter Artikel, der beschreibt, wie genau der Stylus arbeiten wird: http://www.extremetech.com/computing/132999-microsofts-new-prototype-stylus-can-work-on-any-screen

  3. das ist schon eine sehr hohe Auflösung und ich glaube etwas überdimensioniert für diese Anwendung.

  4. Der Stift ist seit 12 TD Jahren eine Kulturgut – wäre vermessen zu glauben, dass im Informationszeitalter dieses Kulturgut sukzessive verschwindet.

    Ich musste noch in der Schule Tippen lernen, das Hilft mir Heute in der Uni, wegen der schnelligkeit, weil ich schneller Tippen als Schreiben kann und Andere können es besser lesen.

    Bei der Smartphonejugend dürfte es aber umgekehrt sein, sie Tippen nicht so schnell, wie sie kritzeln könnnen – wenn ich mal in meine Kugel schaue, sehe ich in Zukunft Rechenkapazitäten für custromize OCR. Benutze schon länger Lecture Notes für die Uni zum Krizeln auf dem Flyer https://play.google.com/store/apps/details?id=com.acadoid.lecturenotes&hl=de

  5. @Kizune:
    Danke Dir für den Link – war sehr informativ 🙂
    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann liegt die große Auflösung der Stylus-Kamera darin begründet, dass sie die blauen LCDs bzw. LEDs einzeln erfassen können muss. Je höher die Pixeldichte ist, desto feiner muss auch der Abtastvorgang vonstatten gehen. Ich vermute mal, dass sich dabei die Entwickler bereits auf zukünftig standardisierte Auflösungen eingestellt haben, denn für die 800×480 Pixel meines S2 würde vermutlich noch die Sensorik einer besseren Maus (–> analoger Vergleich) ausreichen.

  6. Stephan: Jup, genau darauf wollte ich hinaus. 🙂

    Markus: Du solltest auch den von mir verlinkten Artikel lesen, dann wirst du es verstehen. 😉