Micropayment: Twitter schmeisst Flattr raus

Es ist noch nicht so lange her, da machte Flattr das Bezahlen auch für Dienste wie SoundCloud, Twitter, Flickr, Instagram und Co möglich. Noch einmal ein kleiner Reinholer für die, die nicht wissen, was Flattr ist. Flattr ist ein Micropayment-Dienst. Mit Flattr könnt ihr Schreiber von Blogs und anderen Publikationen unterstützen.

Flattr

Ihr zahlt zum Beispiel per PayPal Summe XYX auf euer Flattr-Konto ein und legt fest, dass von dieser Summe monatlich 5 Euro ge-flattrt werden dürfen. Ihr seht auf Blogs also den kleinen Flattr-Button und drückt diesen, wenn euch ein Beitrag besonders gefällt.

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Eure 5 Euro werden dann unter allen von euch ge-flattr-ten Beiträgen / Seiten gerecht aufgeteilt. 10 x auf Flattr geklickt und jeder Ersteller erhält 50 Cent. Einfach zu verstehen, oder? Wie erwähnt: Mitte März weitete man das Ganze aus. Wer sein Flattr-Konto mit Twitter, Soundcloud und Co vernetztem der konnte sogar einem Benutzer bei Twitter etwas zukommen lassen, indem er einen Tweet favorisierte. Twitter argumentiert, dass Flattr gegen API-Richtlinien verstößt. Die genauen technischen Details über das Warum & Weshalb sind im Blog von Flattr festgehalten.

In Kurzform: Flattr und die Aktion von Favorisierungen wurden als nicht erlaubte Werbemaßnahmen ausgelegt, da Flattr auch 10 Prozent der Erlöse erhält. Flattr selber gab an, dass man auf diese 10 Prozent verzichtet hätte, dennoch blieb Twitter hart. Eine Bezahlung, egal welcher Art, darf nicht durch eine Twitter-Aktion, wie zum Beispiel das Favorisieren & Retweeten ausgelöst werden. Lange Rede, kurzer Sinn: Twitterer kann nicht mehr über die im letzten Monat eingeführte Variante entlohnen, stattdessen müsste man die Browser-Erweiterung von Flattr nutzen, um Twitterer zu entlohnen. Weiterhin gab Flattr bekannt, dass man nun auch Content-Producer auf YouTube mit Micropayments unterstützen kann.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

13 Kommentare

  1. Wieso hast du eigentlich kein flattr?

  2. Da flattr’n Flattr ja ordentlich Prozent-Gelder ins Haus. Super Geschäftsidee, ich verteile fremde Gelder und behalte mal schön was für mich ein.

  3. @Hotti
    Ja verdammt, wieder so ein Anbieter, der für seine Dienstleistung/Service/Produkt/… Geld haben will. Diese Bezahlkultur muss endlich aufhören!

    ~

  4. Schade, habe auf diesem Weg gerne für favorisierte Tweets bezahlt. Wobei ich das ganze eh über FlattrStar abhandle. Denke da gehen auch die Favs noch… Hoffe ich…

    Heiko

  5. Flattr ist für Blogger und Contentproducer eine super Sache, insbesondere wenn bei unkommerziellen Projekten Kosten anfallen die gedeckt werden müssen.

  6. Bisher habe ich über flattr wenig gutes gelesen. Das System soll wohl nicht gerade viel Geld in die Kassen der allermeisten Benutzer spülen.

  7. @elknipso

    Eventuell liegt es daran das die User wenig Zahlen. Wenn ich so überschlage zahlt flattr gut 90% der eingezahlten Summe aus 😉

  8. Es ist auch für einen Straßenmusiker nicht planbar wieviel am Ende rumkommt,
    weil jeder unterschiedlich viel in seinen Hut wirft. Und nun?
    Flattr ist vielleicht für die wenigsten eine geeignete Refinanzierung für ihre Projekte,
    zumindest wenn man nicht Pritlove oder Klein heißt,
    aber immerhin super um jemanden einen Groschen in den Hut zu werfen
    dessen Arbeit man mit einer kleinigkeit honorieren möchte.
    Für mich ein Like Button mit einem kleinen finanziellen anhängsel
    um zum weitermachen zu animieren.

  9. @OxKing
    Genau, es ist gut für diejenigen, die geben. Die haben dann so ein schön wohliges Gefühl im Bauch, dass sie was gutes getan hätten, egal ob es stimmt oder nicht.
    Für die Empfängerseite ist flattr gescheitert. Kommt außer bei ein, zwei Vorzeigeleuten nix bei rüber, lohnt den Aufwand überhaupt nicht.
    Statt flattr kann man genausogut einen Button in seine Seite integrieren, der nix macht außer dem Klicker ein paar Dankesworte anzuzeigen. Hat denselben Wohlfühleffekt, ist wesentlich weniger aufwendig.

  10. @Mr. STFU – stfu yourself
    Es geht bei der flattr Idee nicht um ein Bussinessmodel um deine Firma/Selbstständigkeit zu finanzieren. Es geht um eine Bezahlung für „UserGeneratedContent“, es geht darum eine Alternative zu dem bisherigen CashFlow in Richtung Sony WarnerBro. und wie sie alle heißen zu bieten. Es ist ein Versuch, ein Experiment genauso wie das bedingungslose Grundeinkommen. Ich finde es gut, dass es sowas gibt und würde es nicht als gescheitert ansehen und bezeichnen.

    stay open minded

  11. Auf Flattr kann man getrost verzichten – außer man selbst seine 5 Euro auf andere verteilen, birgt dieser Dienst überhaupt nichts!