MetaHuman Creator: Epic Games stellt neue Software zum Entwerfen lebensechter menschlicher Avatare vor

Auch wenn es immer wieder anders behauptet wird: Gameplay ist eben nicht bei jedem Spiel alles. Oftmals kommt es auch noch immer darauf an, ob ein neues Spiel grafisch beeindrucken kann oder ob es sich eher um einen Titel handelt, den sich Spieler mit hochgezüchteten Rechenknechten gar nicht mehr auf die Festplatte ziehen würden. Selbiges gilt natürlich auch für Besitzer aktueller Konsolen, die natürlich auch Wert darauf legen, von ihrer Hardware etwas abverlangen zu dürfen. Eine große Herausforderung stellte schon immer die möglichst lebensechte Darstellung menschlicher Charaktere in Spielen und Animationen dar.

Was früher als „von der Realität kaum zu unterscheiden“ galt, ruft heute bei vielen nur noch ein müdes Lächeln hervor. Bei Epic Games will man nun zeigen, was sich mit der Unreal Engine mittlerweile alles anstellen lässt und hat darauf basierend die Software „MetaHuman Creator“ entworfen, welche in den kommenden Monaten für jedermann zur Verfügung gestellt werden soll.

Mit dem Tool ist es möglich, anhand diverser vorgegebener Presets Personen zu kreieren, die dem heutigen Standard von „lebensecht“ schon sehr nahekommen. Die App ist cloudbasiert aufgebaut, die Bedienung erinnert ein wenig an Charakter-Editoren aus MMORPGs und dergleichen, geht dabei aber doch deutlich detaillierter vor. Das gilt für die Auswahl der Haare, aber auch für Körperteile, Kleidung und Co. Anschließend darf das erstellte Asset dann auch heruntergeladen und dieses dann animieren, etc. Zudem könnt ihr die Quelldaten für Maya erhalten, die dann auch die Skeleton-Daten, Meshes, Gesichtszüge und so weiter beinhalten. Per Live Link Face für iOS kann dem Avatar dann anschließend auch noch mehr Leben eingehaucht werden. Das Studio verspricht zudem, dass auch RKit, DI4D, Digital Domain, Dynamixyz, Faceware, JALI, Speech Graphics, und Cubic Motion zukünftig unterstützt werden sollen. Wer sich vorab schon mal für weitere Infos und Updates hierzu anmelden möchte, kann das hier tun.

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Benjamin Mamerow

Nordlicht, Ehemann und Vater, hauptberuflich mit der Marine verbündet. Außerdem zu finden auf Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: benjamin@caschys.blog

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8 Kommentare

  1. Hadeshatesschwer says:

    Mir gefällt die Zukunft irgendwie nicht…alles wird entmenschlicht…kann man drüber lachen, aber wenn man überlegt wie es in den 90ern war (und davor) ist die Zukunft kalt und irgendwie pervers…ich bin durch und durch Technik begeistert aber diese ganze AI / Robotik Thematik ist nur noch besorgniserregend. Vielleicht kann es ja wer nachvollziehen?!

    • Blacky Forest says:

      Für mich hat sich eigentlich nichts geändert, abgesehen jetzt von der Corona-Zeit. Kommunikationskanäle haben sich geändert, ja. Und es gibt mehr, die sich in anderen Gruppen als im Verein treffen. Aber das ist der Lauf der Welt. Ich sehe keine Kälte, außer die 10° C, die es gerade draußen hat. Mein Freundeskreis hat sich zwar im Vergleich zur Schule gändert, aber nicht zum Schlechten.
      Bis wir Droiden oder ähnliches haben, dauerte wahrscheinlich noch lange. Nicht, weil es technisch nicht geht, sondern weil die Menschen nicht damit zurecht kommen (kleines Beispiel Online-Banking, digitales Bezahlen, …)

    • Nachvollziehen auf jedenfall. Bei den ganzen Dystopischen Filmen und Serien die es gibt, ist schwer nicht solche Gedanken zu haben. Vor allem wenn einige große Konzerne in den USA super gerne Daten sammeln. Aber da muss der Staat mit Datenschutz einschreiten. Ich hab neulich von E-Estland gelesen, wo der Stadt richtig digital ist. Bei so einem Staat der sich nicht vor Digitalisierung scheut, hätte ich deutlich weniger Bedenken für die Zukunft.

    • Da halte ich es unter dem Leitmotiv »entmenschlicht« für problematischer, dass auch KI generierte Sachen jetzt »perfekt« wirken, der Mensch aber nicht perfekt ist. Genau wie wir uns angewöhnt haben, retuschierte Fotos etc. als normal anzusehen. Das halte ich soziologisch für problematischer.

    • Da kann ich leider nur zustimmen, als Kind der späten 80′ und 90′ habe ich alles mit gemacht, vom Walkman über den C64 bis MP3… Technik alles schön und gut, aber es gibt Dinge die sollten „menschlich“ bleiben. Auch wenn alles digital ist, ein Besuch in der Kneipe und ein paar Bier trinken mit den Kumpels kann durch nichts ersetzt werden.

  2. Schon krass was Epic Games mittlerweile alles in die Unreal Engine gebracht hat. Die haben ja massenweise Middleware-Hersteller aufgekauft. Texturen, Cinematic-Steuerungen, jetzt die MetaHuman Sachen. Eigentlich wäre es für Entwickler dumm, eine andere Engine zu lizenzieren. Keine kann inzwischen derart viel, wie die Unreal Engine. Es wäre zum Großteil sogar dumm, eine eigene aufzubauen.

  3. Oh man, die Menschen sehen endlich viel realistischer aus.
    Bin gespannt wenn das in den Spielen hinein implementiert wird.
    Sicherlich ist hier wieder viel Rechenleistung nötig.

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