Meta entlässt 11.000 Mitarbeiter

Mark Zuckerberg hat eine – für viele Mitarbeiter schwere – News veröffentlicht. Er hat beschlossen, das Team um etwa 13 % zu verkleinern und mehr als 11.000 der Mitarbeiter zu entlassen. Außerdem unternehme man eine Reihe weiterer Schritte, um ein schlankeres und effizienteres Unternehmen zu werden, indem man die diskretionären Ausgaben kürzen und den Einstellungsstopp bis zum ersten Quartal verlängere. Warum das Ganze? Laut Zuckerberg sei dies auch dem Wachstum zu Anfang der Corona-Pandemie geschuldet.

Zu Beginn von Covid hat sich die Welt rasch ins Internet verlagert, und die Welle des elektronischen Handels führte zu einem überdurchschnittlichen Umsatzwachstum. Viele sagten voraus, dass dies eine dauerhafte Beschleunigung sein würde, die auch nach dem Ende der Pandemie anhalten würde. Auch ich war davon überzeugt und beschloss daher, unsere Investitionen erheblich zu erhöhen. Leider hat sich dies nicht so entwickelt, wie ich erwartet hatte. Der Online-Handel ist nicht nur zu früheren Trends zurückgekehrt, sondern der makroökonomische Abschwung, der verschärfte Wettbewerb und der Verlust von Anzeigensignalen haben dazu geführt, dass unsere Einnahmen viel geringer ausfielen als ich erwartet hatte. Ich habe mich geirrt, und ich übernehme die Verantwortung dafür.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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23 Kommentare

  1. Ah, toll. Der Milliardär übernimmt die Verantwortung und die Angestellten fliegen. Davon können die sich was kaufen.

    • Naja, immerhin:
      Meta kündigte darüber hinaus an, den Betroffenen 16 Wochen lang ihr Grundgehalt weiterzubezahlen, plus zwei Wochen für jedes Dienstjahr. Für Entlassene außerhalb der USA werde es ähnliche Regelungen geben, kündigte Zuckerberg an.

    • Facebook ist nun mal ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen und kein Sozialhilfeverein.

      So bitte das für die betroffenen Mitarbeiter auch ist, aber der Schritt war längst überfällig und wird sich noch weiter verstärkt besonders bei den US IT-Firmen ausbreiten. In den Firmen steht das Verhältnis der Mitarbeiteranzahl zu der Arbeit im Kernbereich des Unternehmens schon lange in keinem gesunden Verhältnis mehr.

  2. Nein, er übernimmt keine Verantwortung. Er hat ja nicht abgedankt, sondern entlässt andere.

    • Das ist die Bedeutung von „Verantwortung übernehmen“ im Höheren Management.

    • Das war auch ironisch gemeint und ich beziehe mich aufs Statement von Zuckerberg. Logischerweise übernimmt er keine Verantwortung und die Angestellten dürfen büssen. Wenn er die Verantwortung übernehmen würde, würde er die Angestellten aus eigenem Sack zahlen. Dürfte ihm kaum weh tun. Oder zumindest mal versuchen ein bisschen weniger Leute rauszuschmeissen.

  3. Hans Günther says:

    Sportlich.
    Aber die Silicon Valley Tech-Industrie hat sich in den letzten Jahren scheinbar übelst aufgebläht.
    Jetzt muss wieder etwas Luft abgelassen werden

    • Ganz genau so ist es. Die Firmen beschäftigen schon länger viel zu viele Mitarbeiter und das fällt ihnen nun gewaltig auf die Füße.

      Zumal die meisten Firmen in dem Bereich mit 10 Prozent ihrer aktuellen Mitarbeiteranzahl den allergrößten Teil der Produkten Arbeit im Kernbereich ihres Unternehmens abbilden könnten.

      Das sieht man aber immer wieder wenn es Firmen „zu gut“ geht dann läuft die Geldverschwendung irgendwann aus dem Ruder.

  4. Da sind sie wieder, die Heuschrecken. Jahre lang Gewinne gemacht, kommt mal der Einruch müssen direkt die Schwächsten gehen.

    • Du weißt aber schon, dass die Angestellten von Meta eher zu den oberen 100.000 der IT-Branche zählen?
      Und warum sollte bei einem massiven Einbruch des Umsatzes und der Gewinne nicht der überzählige Personalstand auf das korrekte Mass reduziert werden -sollte das deiner werten Meinung nach erst geschehen, wenn wie Karstadt & Co. die Insolvenz droht?

      • Gib Dir keine Mühe das werden manche nie verstehen, dass solche Aktionen von der Unternehmungsleitung absolut richtig und notwendig in der aktuellen Situation sind. Unter anderem dafür sind sie da und das gehört zu ihren Kernaufgaben, das Unternehmen auf Kurs halten und fit für die Zukunft machen.

        Ohne diese und weitere kräftige Entlassungswellen wird es Meta sonst in absehbarer Zeit nicht mehr geben.

  5. Was sind denn in diesem Zusammenhang „diskretionäre Ausgaben“ bei Facebook?
    Alles was nicht dem reinen Weiterbetrieb dient?

  6. d.h. Meta beschäftigt mehr als 100.000 Mitarbeiter? Wofür??

    • ist doch „nur“ eine App/Website hätte da noch gefehlt.
      Denkst du, dass sich so eine Platform bzw. Ökosystem von alleine baut?

    • Das mit dem Dreisatz üben wir nochmal

    • Genau das ist das Kernproblem.
      Meta beschäftigt so viele Mitarbeiter weil sie es sich die letzten Jahre leisten konnten, nicht weil so viele benötigt würden.

      Und genau das fällt ihnen und vielen anderen Firmen aktuell auf die Füße.

    • Moderation, Vertrieb, Marketing.

  7. Alles klar, er vernichtet Milliarden, weil sein Metavers zur riesen Lachnummer verkommt und seine Mitarbeiter dürfen es ausbaden.
    Das nennt sich also in seinen Augen, Verantwortung übernehmen.

  8. Lustige Kommentare. „Die Angestellten müssen gehen“. Ja? Wer denn sonst? Zuckerberg und den Laden gleich ganz einstellen? Die Deutsche Angst vor Arbeitslosigkeit. In anderen Ländern ist das nicht mit so viel Scham behaftet. In Deutschland wird, weil das ja alles so sinnvioll ist, Karstadt vermutlich schon wieder von Steuergelder „gerettet“. Aber da sagt keiner was.

    • Zum Glück hat verbrennen von Steuern in dem Bereich endlich mal aufgehört.

      Karstadt war vor Jahren schon dem sicheren Ende geweiht aufgrund massiven Missmanagement.

  9. Vielleicht sollte man die Zahl aber auch mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Facebook/Meta hatte vor vier Jahren noch ca. 25.000 Mitarbeiter und jetzt aktuell ca. 85.000 Mitarbeiter. Macht die Entlassungen nicht besser aber man kann sehen, dass viele Mitarbeiter in relativ kurzer Zeit eingestellt wurden.
    Zudem haben etliche Investoren – bedingt durch den massiven Kursrückgang der Aktie in diesem Jahr – dies schon länger gefordert.

  10. Bei Meta kommt eher etwas anderes zu tragen. Sie haben sich mit MetaVerse verzockt und Meta Aktien haben über 70% Wertverlust hinnehmen müssen. Die 11 000 Menschen die entlassen werden, kommen nicht aus den oberen Rängen. Keiner von den Tech-Firmen hat mit einem unaufhaltsamen Anstieg gerechnet, dafür kann ich meine Hand ins Feuer halten. Die haben gehofft, die Digitalisierung ist jetzt voll durchgeschlagen…ist aber nicht. Im Gegenteil, es ist an der Zeit die Verhältnisse wieder richtig zu stellen, die Werte zu bereinigen. Ein Unternehmen, das nichts produziert und nur eine Webplattform hat, dazu knappe 7000 Mitarbeiter weltweit hat, kann keine 50 mrd USD und aufwärts an Wert haben. Die meisten HR zuwächse fanden dann auch 2021 statt. Die Leute müssen jetzt auch wieder weg.
    Ich kann es aus der anderen Seite der Techfirma erzählen. Ich war im Supportbereich und mussten Anfang 2020 weg. Das war eine ganze Branche die darunter litt. Jetzt sucht der Bereich händeringend Mitarbeiter. Es wird so gut bezahlt wie nie (ist auch nicht besonders schwer in dem Bereich).

  11. Was ich befremdlich finde wie man sich abschafft. Facebook ist meiner Ansicht tot. Das junge Publikum ist längst ab gewandert. Seine weiteren Ideen sind Rohrkrepierer. Zumindest stand jetzt.

    Twitter gleiches Ding. Im Moment reguliert sich da einiges.

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