Meross: Smarte Vintage-Glühbirne angeschaut

Die Smart-Home-Hardware des Herstellers Meross war schon ein paar Mal Inhalt unserer Berichterstattung. Die machen Garagentoröffner, Steckdosen und Steckdosenleisten – und neuerdings auch smarte Beleuchtung. Meross-Steckdosen sind ganz ok, gerade wenn man sich den Preis vor Augen hält, falls man sich die HomeKit-Varianten anschaut.

Meross bietet Smart-Home-Hardware für Alexa und Google Assistant an, aber es gibt auch HomeKit-Varianten. Jene HomeKit-Varianten sind von Apple zertifiziert, unterstützen aber parallel auch Alexa und den Assistant. Ferner bringt Meross eine App mit, die gar nicht mal so verkehrt ist. Wie erwähnt, die Steckdosen sind ganz in Ordnung, die Beleuchtung war bisher so lala. Funktioniert zwar, aber im Falle des Light-Strips oder der Nachttischlampe war das Ergebnis für alle, die ein Mehr an Farbe und Atmosphäre wollen, eher mau.

Nun hat das Unternehmen recht günstig im Doppelpack Vintage-Leuchtmittel mit HomeKit-Unterstützung veröffentlicht. Von denen habe ich mir mal zwei besorgt, in unserem Flur verrichtet eine WiZ-Retrobirne in einem Betonsockel ihren Dienst – und ich wollte mal Alternativen sehen, zumal die WiZ-Lösung kein HomeKit unterstützt. Hier also mein persönlicher Eindruck:

Die Einbindung ins Smart Home ist schnell erledigt. Über die HomeKit-App scannt man den Code der Vintage-Birne und schon kann man direkt loslegen. Nutzer von Alexa und Google Assistant müssen auf die App von Meross zurückgreifen. Die WLAN-Edison-Vintage-Glühbirne arbeitet im WLAN, hier wird zwingend auf 2,4 GHz gesetzt. Die Einbindung geht flott, Daumen hoch.

Die Optik: Meross setzt bei der Birne auf einen E27-Sockel. Man spricht von Vintage, imitiert auch im inneren vier Fäden, der Rest der Birne sieht aber eher wenig Retro aus. Da gibt es durchaus schönere Lampen, als Beispiel habe ich mal die WiZ dagegengehalten, die aber eben kein HomeKit kann, wohl aber Amazon Alexa. Kostet auch nicht viel mehr:

Und die Leuchtkraft der Vintage-Birne von Meross? Nun – Gemütlichkeit wollte eher nicht aufkommen. 810 Lumen und 2700 Kelvin nennt man – steuern kann man nur die Helligkeit. Ich selbst empfinde die angegebenen 2700 Kelvin als zu kalt, glaube persönlich eher, dass man da nicht ganz rankommt. Sehr hell ist die Lösung, aber Stimmung kommt da wirklich nicht auf.

Am Ende bleibt, ohne dass ich viel schreiben möchte: Für HomeKit ist die Lampe schon recht günstig. Ist man nicht drauf festgenagelt, dann muss man überlegen: Will ich nur eine Lampe an- und ausschalten, oder will ich ihre Helligkeit und Temperatur auch regeln?

Im Falle der Vintage-Lampe kann es dann zwei Antworten geben, denn will ich regeln, dann könnte ich zur WiZ-ST64 (oder einer anderen) greifen, will ich nur an- und ausmachen, dann kann ich auch günstige Retro-Birnen kaufen und die in Sockel stecken, die ich an eine (günstige) smarte Steckdose hänge. Will man zwingend HomeKit ohne Frickelei? Dann ist der Markt schon wesentlich kleiner. Zumindest Hue-Besitzer bekommen von Philips ganz tolle Birnen, die aber natürlich preislich über der Meross-Lösung liegen.

Der langen Rede kurzer Sinn: Mir persönlich zu kalt und somit zu wenig Vintage. Wer sich daran nicht stört, bekommt eine gut arbeitende HomeKit-Birne zum überschaubaren Preis.

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