Mehr gelieferte Chromebooks als iPads im US-Bildungssektor

Chromebooks werden an US-Schulen immer beliebter, wie Zahlen von IDC belegen. So wurden im dritten Quartal 715.500 Chromebooks an Schulen geliefert, während Apple 702.000 iPads absetzte. Es ist das erste Mal, dass Chromebook in größeren Stückzahlen als das iPad an Schulen geliefert werden, der Grund hierfür scheint allerdings sehr simpel: Chromebooks kosten etwas mehr als die Hälfte von iPads und haben direkt eine Tastatur an Bord, ein Feature, das vor allem in höheren Klassen wichtig ist.

Chromebooks_Education

Vor zwei Jahren begann Google damit, Chromebooks an Schulen zu verkaufen, heute hat man bereits einen Anteil von 27,2 Prozent im Bildungsbereich, der traditionell von Windows (39,5 Prozent) dominiert wird. Apple hat noch einen kleinen Vorsprung (30,9 Prozent), allerdings auch nur, wenn man OS X Geräte hinzurechnet. Apple hat es generell nicht leicht im Bildungssektor, trotz 75.000 Educational Apps und Features wie iTunes U. Letztes Jahr platzte ein Deal, der jedem Schüler im Los Angeles Unified School District mit einem iPad ausgestattet hätte. Stattdessen wurde auf Chromebooks und Windows Laptops gesetzt.

Google Play for Education, eine angepasste Version von Google Play, startete letztes Jahr und schlägt die gleiche Richtung ein wie Apples Angebote im Bildungsbereich. Nutzer finden passende Apps leichter, Administratoren profitieren vom einfacheren Management der Geräte. Insgesamt scheinen sich Geräte, die mehr wie ein klassischer Computer arbeiten, durchzusetzen. Wobei natürlich auch der Preis der Geräte eine entscheidende Rolle spielen dürfte. Immerhin kann man zwei Schüler mit einem Chromebook ausstatten, während man nur einen mit einem iPad plus Tastatur-Cover zum gleichen Preis versorgen kann.

(Quelle: Financial Times)

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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11 Kommentare

  1. Vorteile liegen offensichtlich auf der Hand.
    Updates folgen automatisch im Hintergrund, keine Viren und Schüler können weniger Unsinn damit betreiben 🙂

  2. Da ich nicht mehr auf die Artikel der FT zugreifen kann (kein Abo mehr) habe ich Fragen: bedeutet hier Bildungsmarkt, dass wir die Käufe von Schools und Colleges selbst sehen und zusätzlich derer, die einen Schüler-/Studentenrabatt bekommen? Oder geht es hier nur um die (Hoch) Schulen? Wärd namlich inzeressant zu wissen, wer hier hauptsächlich Chromebooks kauft.

  3. @Sascha: Der letzte Satz ergibt keinen Sinn.

    Es müsste so lauten:
    Immerhin kann man ein Schüler mit einem Chromebook ausstatten, während man nur zwei mit einem iPad plus Tastatur-Cover zum gleichen Preis versorgen kann.

  4. In Minnesota wurden / werden wohl iPads für Schüler gekauft.

  5. Sascha Ostermaier says:

    @Jensen: Entweder ich steh jetzt auf dem Schlauch oder Du. Für den Preis eines iPads + Tastatur erhältst Du 2 Chromebooks. Meines Erachtens stimmt mein Satz so schon. Lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

    @Christian: Es sollten die Verkäufe sein, die direkt an die Schulen / Unis gehen.

  6. Einfach ein je/jeweils einsetzten und dann passt das: „Immerhin kann man zwei Schüler mit je einem Chromebook ausstatten, während man nur einen mit einem iPad plus Tastatur-Cover zum gleichen Preis versorgen kann.“

  7. @sascha, das „je“ fehlt, nicht 2 mit einem Chromebook sonder mit je einem Chromebook 🙂

  8. Grundsätzlich sehr geil, da hier kein vendor lockin in MS Technologie passiert. Was das heißt sehen wir ja schon lange, „Kenntnisse in office“ WTF ????

  9. Da die wenigsten Schulrecherchen irgendwelche Apps brauchen reichen Chromebooks locker aus!

  10. Jetzt fehlt nur noch moderner Unterricht. Steve Jobs wollte ja unbedingt tief in den Bildungsmarkt rein und zwar nicht nur mit Geräten sondern auch mit auf den einzelnen Schüler angepassten Inhalten.
    In Deutschland sind wir von beidem noch weit entfernt. Selbst mein Vater unterrichtete bis vor ein paar Jahren noch ‚Textverarbeitung und Tabellenkalkulation‘ an einer Werkrealschule. Und der findet im neuen Office weder die Druckfunktion noch kapiert er, dass Google täglich das Doodle ändert und fragt mich ab und zu wie er es wegbekommt. Und am Gymnasium hier im Ort ist komplettes Handy/Tablet/Laptop Verbot. Wenn ich dann sehe wie 10 jährige ein Rucksack mit 5 Büchern und 10 Heften und Ordnern tragen müssen, denk ich mir, dass 1,5kg Laptop auf Dauer rückenschonender sein dürfte. Und Handyverbot… Mein Gott, wenn die damit zu sehr rumspielen dürfen sie halt direkt nach vorne und mit Hilfe des Handys ein Referat halten ohne Vorbereitung und ansonsten HD Videos abspielen für die Klasse, dass sie ja kein Datenvolumen mehr haben…
    Aber nein, wir erziehen und bilden Kinder zu Steinzeit Menschen aus. Ein Wunder, dass es Schulgebäude gibt und man nicht in Höhlen unterrichtet.

  11. unsere Schule war circa so: 70% Windows, 15% Linux (war zumindest zeitweise so), 15% MacOS (die Kunstlehrer).
    Von Tablets und Notebooks war da eig nichts zu sehen. Abgesehen von MacBooks im Kunstunterricht.

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