MEGA hat Probleme mit PayPal

Keine guten Nachrichten für Premium-Nutzer des Clouddienstes MEGA, die sich bislang entschlossen haben, ihr Abonnement bei MEGA direkt via PayPal zu bezahlen. Wie man seitens MEGA bekannt gab, ist die Zahlung via PayPal nun nicht mehr direkt möglich. Über genaue Hintergründe kann man nur spekulieren.

mega

Ausschlaggebend soll ein Report von NetNames gewesen sein, der fälschlicherweise behaupten soll, dass MEGAs Geschäft kein legitimer Cloudspeicher-Dienst sei. Aufgrund dieses Berichtes soll Senator Leahy (Vermont, Chair Senate Judiciary Committee) Druck auf MasterCard und Visa ausgeübt haben, damit sie im Report genannte Firmen die Zahlungsmöglichkeit verweigern.

Visa und MasterCard sollen wiederum Druck auf PayPal ausgeübt haben. MEGA legte Statistiken und Beweise vor, dass das Geschäft legitim und rechtskonform ist, zudem gab man PayPal die Erlaubnis, die Dokumente mit Visa und MasterCard zu teilen. PayPal habe daraufhin eine Entschuldigung ausgesprochen und bestätigt, dass das MEGA-Management rechtens handelt, man bemängelte aber, dass man durch MEGAs Ende-zuEnde-Verschlüsselung nicht wisse, was auf der Plattform passiere. Recht schräge Aussage meiner Meinung nach, sofern sie denn so gefallen ist.

Laut PayPal ist es das Verschlüsselungsmodell, welches eine unüberwindbare Schwierigkeit darstellt. Aus diesem Grunde ist das direkte Bezahlen eines Abos über die genannten Anbieter derzeit nicht mehr möglich. Bis eine Lösung gefunden ist, will man Konten aufgrund von Nichtzahlung nicht herunterstufen, bestehende Abos werden um zwei Monate kostenlos verlängert. Interessant ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt offenbar nur direkte Zahlungen betroffen sind, bei Resellern scheint man noch via PayPal und Co zahlen zu können.

MEGA hat nach eigenen Aussagen 15 Millionen Kunden, die derzeit 4 Milliarden Dateien speichern.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

8 Kommentare

  1. WTF!? Was hat es Paypal zu interessieren, was da gespeichert wird? Das ist wohl eine der bescheuersten Erklärungen, die ich seit langem gehört habe. Man kann Paypal echt nicht mehr nutzen bei dem Scheiß den die machen…

  2. PayPal sperrt doch schon lange Firmen aus, die ihnen nicht in den Kram passen, etwa One-Click-Hoster oder VPN-Anbieter.
    Vom willkürlichen Einfrieren von Privatkonten will ich garnicht erst anfangen.
    Leider ist der Saftladen so verbreitet, dass man kaum darauf verzichten kann.

  3. Die US-Regierung mit ihrer Totalüberwachung und die Filmindustrie haben eben einen gemeinsamen Feind: Eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wie sie Mega bietet.

    Dotcom twitterte: „Ich möchte Paypal für die lange Unterstützung von Mega danken. Der Druck aus Hollywood und durch die US-Regierung war einfach zu groß.“

  4. Naja, aus unternehmerischer Sicht doch völlig nachvollziehbar. Möchte man wirklich mit dem Namen „Mega“ und/oder Kim Dotcom in Verbindung gebracht werden? Die Antwort lautet in der Regel ganz klar „nein!“.

  5. Da wird nun versucht jemanden auszuschalten. NSA und Co. lassen grüßen. Wiederlich was da abläuft.

  6. Moment. Das heißt doch im Umkehrschluss, dass alle Cloud-dienste, die eine Einzahlung per paypal ermöglichen, ihr Server für Kontrollen durch paypal öffnen?!
    Wieder ein Schritt näher zur Totalüberwachung…

  7. @chris,
    aufgepasst, mitgedacht und den richtigen Schluss gezigen. Serh gut!

    Soll Kim doch Paysafe nutzen! Scheiß auf Paypal… das zickt in letzter Zeit eh imme rmehr rum (bspw. in der neuen Kaufabwicklung von ebay – seit dem nur noch Theater)

  8. DragonHunter says:

    Wäre nicht korrekter „MEGA hat ein Problem namens PayPal“?
    Paypal macht sich echt immer unbeliebter mit ihren Sperren…