macOS: Desktop anzeigen mit Show Desktop

Wahrscheinlich sind es Nischen-News, aber unter Umständen kann ja einer etwas daraus mitnehmen. macOS bietet mehrere Möglichkeiten, geöffnete Fenster flott auszublenden und einen Blick auf den Schreibtisch zu erlauben. Das funktioniert beispielsweise über die Tastatur (fn+F11), ich selber habe mir für flotte Dinge da eine aktive Ecke im Bereich Mission Control eingerichtet. Das beschrieb ich schon einmal vor Jahren, da hat sich nichts geändert:

Nun ist es aber so, dass ich ab und an tatsächlich auf dem Desktop zu tun habe. Screenshots machen, diese bearbeiten und Dateien verwalten. Und durch die Ausblendung von Fenstern und der Anzeige des Schreibtisches über die macOS-Funktion wird dies ja anders realisiert als ein komplettes Ausblenden aller Apps, wie es beispielsweise unter Windows der Fall ist. Aber: Eben jene Funktion benötige ich gelegentlich. Vor fast 10 Jahren stellte ich aus diesem Grunde die App Show Desktop vor. Freeware, die per Klick den Schreibtisch anzeigt, so wie es eben unter Windows der Fall ist.

Die beiden Screenshots über diesem Absatz zeigen schon alles. Man kann auch Programme vom Verstecken ausnehmen und die Ansicht ändern. Warum ich nach 10 Jahren die App noch einmal erwähne? Ich habe sie immer genutzt, bin aber nun auf meinem iMac auf das macOS Catalina gewechselt, welches mit 32Bit-Apps Feierabend macht. Diese laufen also nicht mehr. Glücklicherweise gibt es schon länger eine Version 2 von Show Desktop, die auch auf neuen Systemen läuft. Wie eingangs erwähnt: Nischige Lösung für ein für viele nicht vorhandenes Problem, mir selber hilft es aber bei meiner Arbeit.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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21 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Tipp. Ich bin in diesem Monat von Windows auf macOS umgestiegen und solche Beiträge sind daher sehr hilfreich, da macOS einige Dinge schon etwas anders umgesetzt hat. Vielleicht könnte man ja mal alle Tipps in einem Beitrag zusammenfassen extra für Windows Umsteiger: Itsycal, Magnet, BetterTouchTools, ….

    • Ich würde empfehlen erstmal macOS zu lernen bevor du es mit Apps überlädst. Die hier vorgestellte ist ein gutes Beispiel. In macOS gibt’s mehrere Wege um den Desktop anzuzeigen. Wenn man dann auf dem Desktop fertig ist kann man die Fenster wieder herstellen und ist danach zurück in der gewohnten Arbeitsumgebung. Also nicht so wie in Windows wo man alle Fenster manuell wieder herstellen muss (das sind die feinen Unterschiede).

      • Ich bin seit mehreren Jahren auf MacOS unterwegs und genau so etwas fehlt mir. Wie geht das mit Bordmitteln, was Du z.B. gerade beschrieben hast?

        • Shortcut: Command + F3
          Geste: mit Daumen und drei Fingern vergrößern
          Cursor: Aktive Ecken (in Systemeinstellungen > Schreibtisch & Bildschirmschoner)

          Noch ein Tipp: Aktive Ecken funktionieren auch mit ‚Modifier Keys‘, also beim Setup eine Taste gedrückt halten (zBsp. Command), so aktiviert man die nicht ständig wenn man mal mit dem Mauszeiger in eine Ecke kommt.

          • Deine Option ist funktionell etwas ganz anderes als das, was Caschy hier vorstellt. Ein kurzeitiges Ausblenden der geöffneten Programme ist nicht vergleichbar mit dem Minimieren wie hier vorgestellt (und ähnlich wie es auch bei Windows funktionert). Sobald ich ein weiteres Programm oder Fenster öffne, habe ich wieder alle Fenster offen wie vor der Ausblenden-Funktion.

            • Das ist ja gerade der Vorteil. Ich gehe auf den Desktop, öffne dort eine Datei oder Ordner oder mache irgendwas anderes, und dann bin ich sofort wieder in meiner Arbeitsumgebung. Wenn ich nur den Desktop anzeigen will kann ich auch einfach ein extra Space machen und mit 4 Fingern dahin wischen. Und man hat kein extra Icon im Dock für redundante Funktion. Und Fenster/Dokumente werden nicht wahllos ins Dock minimiert und sind danach nicht mehr in Mission Control sichtbar.

              ps: mag sein dass das mit Maus und Shortcuts nicht so ganz flüssig ist. Ein Trackpad ist für produktiven Einsatz wirklich nützlich und intuitiv.

              • dein Vorteil ist für mich (und offenbar Caschy) eben ein Nachteil. Es gibt halt sehr unterschiedliche Anwendungsfälle und bei mir kommt es viel häufiger am Tag vor, dass ich eine Arbeit unterbreche und etwas andere starte, als dass ich stets alle Fenster im Vordergrund behalten möchte, sobald ich auch nur etwas Neues öffne. Redundant und wahllos ist da durch das Minitool gar nichts.

                • Da drückt man Option-Command-H, dann wird alles ausser das aktuelle Programm ausgeblendet. Und die Dokumente/Fenster sind ebenfalls nicht aus Mission Control verschwunden.

              • „Ein Trackpad ist für produktiven Einsatz wirklich nützlich und intuitiv.“

                Selten so gelacht.
                „Produktiv“ arbeiten, nur mit Trackpad?
                Bei welchen Programmen soll das der Fall sein?

                Ich behaupte, das geht nicht besser als mit der Maus bei:

                Videoschnitt
                CAD
                Bildbearbeitung
                Office (Excel)

                Bei Textbearbeitung und 5 Minuten Browser bin ich allerdings bei dir

      • Vollkommen richtig! +1
        Über aktive Ecken, Shortcuts, Gesten, etc. bietet Mac OS viel mehr und bessere Möglichkeiten Fenstern und virtuelle Desktops zu verwalten als Windows!

        • Mehr, mag sein. Besser ist vollkommen subjektiv und kann daher nicht allgemein bewertet werden. Da finde ich z.B. die Windows-Möglichkeiten besser. Desktop anzeigen über Windows + M und auch die Option Fenster aus dem Betriebsystem anzuordnen durch Schieben mit der Maus an eine Kante oder auch Windows + Pfeil links, rechts, oben finde ich bei Windows besser gelungen, bzw. fehlt mir bei MacOS sehr stark.

      • Man muss die Fenster unter Windows nicht manuell wiederherstellen. Einfach nochmal auf den Desktop-Button klicken und die letzten Fenster erscheinen wieder.

  2. Christian says:

    Wenn man mit dem Trackpad arbeitet gibt es dafür eine Wischgeste. Das funktioniert sehr gut. Ich bin auf meinem iMac kürzlich von der Magic Mouse auf das Magic Trackpad umgestiegen. Nach einer Eingewöhnungsphase möchte ich es nicht mehr missen. Vieles wird dadurch einfacher.
    Absolut zu empfehlen.

  3. Screensaver says:

    Ich verwende beruflich MacOS und privat Windows. Eines ist für mich ganz klar: MacOS hat bei weitem nicht die Usability die Windows bereitstellt. Viele Aktionen sind bei Windows wesentlich unkomplizierter. Das Beispiel in diesem Artikel ist nur eines von vielen.

    • Habe ich anfangs auch gedacht. Mittlerweile ändert sich meine Sichtweise aber ein bisschen. Ich merke einfach, wie lange man mit Windows gearbeitet hat und man mit dem System und der Herangehensweise groß geworden ist. So ein intuitives Verhalten legt man dann mal nicht eben von heute auf morgen ab. Ist auch die Frage, ob es der richtige Weg ist, Programm zu installieren, die ein Windows Verhalten imitieren, nur weil man sich daran gewöhnt hat. MacOS funktioniert in vielen Punkten einfach anders, ob es besser oder schlechter ist, weiß ich bis heute nicht. Wo ich Windows aber klar vorne sehe, ist das Window Management – hier sind Programme wie Magnet oder BetterTouchTools absolut notwendig.

  4. Die nischigen Tipps sind die, die den Unterschied machen. Wenn möglich, bitte mehr davon. Gern auch mal was wiederholen, was länger als 5 Jahre zurück liegt. Selbst wenn ich das dann schon umsetze, zeigt mir die Wiederholung, dass mein kleines Trüffelschweinchen Caschy (lieb gemeint) in der Zwischenzeit noch nichts Besseres ausgegraben hat.

  5. @caschy: Was spricht dagegen mit „alt“ gedrückt auf den Schreibtisch zu klicken?

    • Dann sieht man eventuell offene Fenster im Finder.

      Option-Click blendet alle anderen Programme aus (minimiert sie nicht ins Dock). Das funktioniert mit Schreibtisch und Icons im Dock.

      • Ich hab die „minimieren“ Funktion in MacOS noch nie verwendet (seit 16 Jahren Mac-User). Das ausblenden finde ich eleganter. Per Tastenkürzel (meine linke Hand ist ohnehin immer an der Tastatur) geht alles schneller.

  6. Windows: „Win“ + D. Alle Fenster minimiert, keine Hexerei
    Logitech MX Master:
    Daumendruck uns Maus zu mir ziehen. Selber Effekt.

    Wieso muss Mac OS so eine Diva sein, zig Programme (für Verschiedenstes) notwendig machen und etwas derart simples ums Hundertfache verkomplizieren?

    Kein Wunder, dass das von keinem gemocht wird. (Habe selbst MacOS und Windows getestet)

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