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Logi Zone Wired: Kabelgebundenes Schwester-Modell des Zone Wireless im Test

Der Eine oder Andere unter euch wird in der aktuellen Zeit eventuell vom normalen Büro in die heimischen Gefilde gewechselt sein. Eigener Schreibtisch im Arbeitszimmer oder aber nur den Laptop auf dem Schoß liegend auf dem Sofa versuchen zu arbeiten. Jeder interpretiert Home-Office anders, was natürlich auch an den Gegebenheiten in der Wohnung oder dem Haus liegt.

Home-Office hat, neben diversen anderen Abstrichen, die man machen muss, den Nachteil, dass der Abstimmungsaufwand mit dem Team oder den Kollegen immens steigt und man sich meist von einem Call zum nächsten hangelt. So geht es mir zumindest. In den Zeiten, in denen man nicht gerade mit Telefonieren beschäftigt ist, mache ich gern Musik an und lasse mich bei der Arbeit etwas anpeitschen. Normalerweise läuft die Musik über die Lautsprecher doch wenn man nicht so viel Zeit hat, lasse ich gern das Headset auf und beschalle mich darüber. Umso wichtiger ist es, einen Allrounder zu haben, der nicht nur gute Telefoneigenschaften besitzt, sondern auch noch gut klingt, wenn man etwas lauter Musik hören will.

Klar ist jedoch, dass man ein Headset nicht unbedingt mit den reinen Kopfhörern vergleichen sollte, auch wenn es diverse Modelle gibt, die sehr guten Kopfhörern durchaus ebenbürtig sind. Vor einiger Zeit hatte ich die Gelegenheit das Headset Zone Wireless von Logitech zu testen. Bis heute bin ich sehr zufrieden mit dem Gerät, in der Zwischenzeit ist auch die kabelgebundene Version davon erschienen, die vielleicht für den einen oder anderen Nutzer von Interesse ist, da man damit natürlich auch etwas günstiger wegkommt.

Die findige Produktmanagement-Abteilung von Logi hat sich einen sehr kreativen Namen für das Headset ausgedacht. Zone Wired heißt das gute Stück – vollkommen überraschend. Öffnet ihr die Box, blickt euch direkt das Headset an. Weiterhin findet ihr einen USB-C-auf-USB-A-Adapter, eine Tasche zum Verstauen und etwas Papier in dem Karton. Nun könnte man vielleicht bemängeln, dass es ein Etui auch getan hätte, da der Stoffsack relativ wenig Schutz bietet, aber andere Hersteller bieten gar keinen Beutel oder ähnliches.

Beim Design bleibt Logi der Produktlinie treu. Simple oder puristisch könnte man wohl dazu sagen. Die Ohrmuscheln hängen an einem Metallstreifen, an dem sich die Muscheln per Raster verschieben lassen. Das mit Gewebe umhüllte Kabel zum Treiber hängt frei in der Gegend herum und verschwindet in dem mit einer Gummipolsterung versehenen Kopfband. Die Polsterung ist stabil aber dennoch weich und sorgt für einen guten Sitz. Am Band selbst hat der Hersteller auch sein Logo platziert.

Die Hörmuscheln sind mit weichen Polstern versehen, die mit einem Kunstleder bespannt wurden. Dahinter verstecken sich 40 Millimeter große Treiber, die eine sehr gute Arbeit machen, aber dazu gleich mehr. An den Cups selbst finden sich keinerlei Steuerelemente. Die sitzen in einer Fernbedienung, die an dem mit Gewebe ummantelten 1,90 m langem Kabel mit USB-C-Anschluss angebracht wurde. Dort stehen dem Nutzer eine Mute-Taste, eine Taste zum Anrufen/Auflegen und Teilnehmen an Teams-Meetings, eine Play/Pause-Taste und die Lautstärke-Wippe zur Verfügung.

Das Kabel hat eine gute Länge und ich finde es wirklich gut, dass man USB-C einsetzt. Wer den „neuen“ Standard noch nicht am Rechner oder Laptop hat, kann auf den Adapter zurückgreifen.

Zur Einrichtung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn das ist mit dem Anstöpseln schon erledigt. Logi bietet zusätzlich noch eine Software namens Logi Tune an, die ich aus Ermangelung einer Windows-Büchse jedoch nicht testen konnte. Die Mac-Version steht demnächst irgendwann ins Haus, dann reiche ich das nach.

Mit Logi Tune for Desktop, einer Mini-App, die unauffällig auf Ihrem Bildschirm für eine unterbrechungsfreie Zusammenarbeit sorgt, haben Sie auf Ihrem Computer Zugriff auf die Bedienelemente des Zone Headsets. Die App bietet die Steuerung von EQ und Nebengeräuschen, rasche Tests der Audiopegel von Mikrofon und Lautsprecher und ermöglicht die Einstellung der Mikrofonverstärkung auf die optimale Lautstärke für Sie. In Logi Tune for Desktop können Sie außerdem die Tasten-Bedienelemente des Headsets anpassen (nur Zone Wireless) und problemlos Firmware-Updates herunterladen.

Es gibt Headsets, da muss das Mikro an einer bestimmten Seite getragen werden, entweder immer rechts oder eben links. Bei dem Zone Wired lässt sich der Mikro-Arm sowohl nach vorn als auch nach hinten klappen und durch die flache Form der Hörmuscheln könnt ihr das Headset tragen, wie ihr möchtet.

Ich habe das Mikro zum Beispiel lieber links. Der Klappmechanismus des Arms ist übrigens nicht sehr leichtgängig, was ich gut finde, denn somit könnt ihr das Mikro in bestimmte Positionen bringen, ohne dass es dann gleich wieder nach unten fällt. Noch ein Wort zum Mikrofon an sich. Es handelt sich hierbei um ein Dual-Mikro, dass Umgebungsgeräusche gut unterdrückt, mein Gegenüber bestätigte mir das auch. Jabra-Headsets haben hin und wieder das Problem, dass Hintergrundgeräusche versehentlich verstärkt werden und das gesprochene Wort darunter leidet. Ist hier nicht so.

Getragen fühlt sich das Headset auch gut an, da die Polsterung an den Ohren angenehm weich ist. Die Cups sitzen auf den Ohren und umschließen sie nicht, die passive Geräuschunterdrückung ist damit nicht besonders gut aber ok.  Beim Telefonieren mit dem Client eurer Wahl zeigt die Fernbedienung auch einen Status an. Die LED ist rot, wenn ihr gemutet seid, lila bei einem Teams-Call und bei anderen Calls wie beispielsweise Skype weiß.

Ich habe das Headset teilweise den ganzen Home-Office-Tag nahezu durchgängig auf dem Kopf, wenn ich am Mac sitze. Dabei fällt es mit der Zeit nicht mehr wirklich auf, da es angenehm zu tragen ist. Klanglich macht das Headset auch einen guten Job. Natürlich ist es nicht mit einem sehr guten Kopfhörer vergleichbar, der aber wiederum Schwächen beim Telefonieren hat, aber der Klang ist angenehm ausbalanciert und kommt mit einem ordentlichen Detailgrad daher. Auch in höheren Lautstärken wird das Erlebte nicht matschig oder undeutlich. Daumen hoch dafür.

Alles in allem ist das Headset ein guter Allrounder mit dem Gimmick der Teams-Zertifizierung. Man muss sich halt mit der durch das Kabel eingeschränkten Bewegungsfreiheit anfreunden können. Wem das nichts ausmacht, der bekommt mit dem Zone Wired ein wirklich gutes Headset zum Preis von 129 Euro. Dafür bekommt man jedoch schon fast ein Jabra Evolve 65 ohne Kabel. Wirklich günstig ist es also nicht.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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4 Kommentare

  1. Wie groß ist dein Kopf? Ich habe immer das Problem, dass mir die Headsets auf die Ohren drücken.

    • Oliver Posselt says:

      Hi, würde sagen, dass mein Kopf normal groß ist. Ich bin Brillenträger und auch sehr empfindlich bzgl. dem Druck auf die Ohren. Bei dem Headset gar kein Thema.

  2. Funktioniert das Headset auch mit dem IPad Pro über den USB-C-Anschluss?

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