LinkedIn: Daten von 500 Millionen Accounts tauchen im Internet auf

Das Internet gibt uns zahlreiche Möglichkeiten zur Nutzung, unzählige Dienste können von Anwendern genutzt werden und nahezu überall ist ein Account erforderlich, in dem ihr persönliche Daten hinterlegen könnt oder müsst. Mit diesem Fakt kommt auch ein Problem ins Spiel. Ihr müsst dem Service-Anbieter Vertrauen entgegenbringen und auf deren Sicherheitsmechanismen bauen. Manchmal geht das auch schief, wie ein Beispiel von Facebook wieder gezeigt hat. Doch auch LinkedIn hat es nun getroffen, Daten von 500 Millionen Profilen wurden entwendet und stehen nun im Netz zum Verkauf.

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Konkret ist in diesem Datensatz der volle Name, die Mail-Adresse, die Telefonnummer, Geschlecht und mehr zu finden, als Beweis für den Leak wurden 2 Millionen Profile zur Verfügung gestellt. Bei LinkedIn ist man bereits in der Analyse abgetaucht und gibt an, dass die Daten wohl von mehreren Diensten zusammengetragen und öffentlich sichtbare Informationen von anderen Webseiten mit einbezogen wurden. Angeblich wurden keine privat sichtbaren Daten von LinkedIn gestohlen, es soll sich nicht um einen Datenklau durch einen Hack etc. handeln.

We have investigated an alleged set of LinkedIn data that has been posted for sale and have determined that it is actually an aggregation of data from a number of websites and companies. It does include publicly viewable member profile data that appears to have been scraped from LinkedIn. This was not a LinkedIn data breach, and no private member account data from LinkedIn was included in what we’ve been able to review.

Aktuell ist nicht bekannt, ob LinkedIn plant, betroffene Nutzer zu informieren. Facebook lehnte das ja ab.

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Oliver Posselt

Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

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21 Kommentare

  1. Äh, kann mir das nochmal jemand auf Deutsch erklären?

    LinkedIn-Account tauchen im Internet auf, die laut LinkedIn aber nicht von LinkedIn sind? D.h. jemand hat die Profile mit Daten von verschiedenen Quellen gescraped und sie dann als LinkedIn-Accounts ausgegeben?

    • So wie ich das verstehe, waren das die öffentlichen Profildaten, die du dort auch einsehen kannst, wenn du dort einen Account hast, angereichert mit externen Informationen

      • Danke, stimmt: „We have investigated an alleged set of LinkedIn data that has been posted for sale and have determined that it is actually an aggregation of data from a number of websites and companies. It does include publicly viewable member profile data that appears to have been scraped from LinkedIn. “

        Was Leute so machen…

  2. Stattliche Zahl. Stell sich mal einer vor, 91% aller Telefonnummern, Namen, Adressen, etc. aller EU Bürger + Großbritannien sind jetzt plötzlich öffentlich. Weiß nicht, der Laden müsste dicht gemacht werden.

  3. brathering says:

    Wozu nutzt Ihr das eigentlich? Der Algorithmus macht mir unpassende Jobvorschläge und ich gucke alle Jubeljahre mal rein.

    • Vielleicht schlägt dir der Algorithmus unpassende Jobvorschläge vor, weil du nur alle Jubeljahre reinguckst?

      • brathering says:

        Wahrscheinlich. Wozu nutzt Du das? Ist eine ernstgemeinte Frage.

        • Habe schon sehr viele gute Kooperationen über Linkedin starten können. Fürs Networking ein sehr gutes Tool.

          • brathering says:

            Kannst Du ein Beispiel geben? Leute in meiner Branche nutzen das auch kaum.

            • Christian says:

              Das Wort Social Media beinhaltet ja auch das Wort „Social“ – D.h. du teilst interessante Inhalte um Leuten bei Themen oder sonstigen eine Anregung oder Learning zu geben. Ebenso teilen Leute Inhalte, die für Dich relevant sein könnten.
              Zusätzlich gibt es einen vertrieblichen Ansatz wo Angebot und Bedarf zusammenfinden können.

              Und natürlich ist viel bullshit und Meinungen dabei. Ob es daher etwas für Dich ist? Keine Ahnung. Ich finde es für mich prima.

        • Das ist halt ein Facebook Clon mit Business-Marketing und mit dem Monetarisierungsmodell einer Datingseite.

          Nur noch viel schäbiger was die Maschen angeht, die sie nutzen um die Leute zur Beteiligung zu nudgen.

  4. Hier von entwenden zu sprechen, wenn das öffentlich zugängliche Daten waren, ist aber auch schon etwas weitgegriffen. Kann ja auch das Telefonbuch abfotografieren und die Daten von allen Leuten darin „leaken“

    • Der Unterschied wäre hier, dass die Leute die sich ins Telefonbuch eintragen lassen das zum expliziten Zweck einer aggregierten Publikation der Daten veranlassen wärend es bei Social Media Plattformen die Erwartungshaltung gibt, dass die Daten nicht in Masse als csv verbreitet werden.

      • Aber wenn ich die Daten als Nutzer dieser Plattform sehen kann, kann das jeder andere auch…

        • Ja, und? Soll ich das jetzt noch mal erklären, oder…? 😀

          Den eigenen Namen an die Klingel zu schreiben ist auch nicht das gleiche wie das der Name in einer Geodatenbank im Internet verbreitet wird. Menschen handeln entsprechend Erwartungen. Kontext und Maßstäbe sind relevant.

      • Sowohl die LinkedIn-Userdaten als auch die Daten eines Telefonbuchs unterliegen dem Urheberrecht. D.h. eine Vermarktung oder Vervielfältigung der Daten, ob nun öffentlich zugänglich oder nicht, ist nur durch Zustimmung des Rechteinhabers möglich. Und diese beschränkt sich normalerweise auf Nutzungsbedingungen, die Use Case getrieben sind. Deshalb werden solche Datensätze, wie hier beschrieben, meist auf dubiosen Websites zum Kauf über nicht nachverfolgbare Kanäle angeboten.

        • Wobei das Urheberrechtsvergehen vermutlich nicht das Problem ist. Wer hier in der Kommentarspalte hat denn bitte noch nie das Urheberrecht gebrochen?

  5. Man stelle sich vor was los wäre bei einer Vorratsdatenspeicherung.
    Wenn nach einem Leak plötzlich von Millionen Leuten das Surfverhalten und private Kommunikation für jeden einsehbar wäre.

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