LibreOffice 3.4.0: kostenlose Office-Suite

Seit Anbeginn meines Blogger-Lebens weise ich auf OpenOffice bzw. jetzt auch LibreOffice hin. Leider nervt es mich mittlerweile maximal an. OpenOffice ist eigentlich ein gutes Produkt, was in vielen Belangen sicherlich vielen Benutzern (inklusive mir) reicht, doch der ganze Hick Hack mit Oracle, der Splittung der Entwickler-Communitys und die jetzige Rückführung an das Apache-Projekt erinnern mich an Kindergarten-mäßige Zickenkriege. Schade eigentlich.

Die meisten von uns ist das alles sicherlich egal, doch Otto-Normal-Nutzer ist vielleicht verwirrt: OpenOffice, LibreOffice…… Naja, anyway: die Version 3.4.0 von LibreOffice ist da. Ja, muss wieder „drüber installiert“ werden – eine funktionierende Updatefunktion gibt es immer noch nicht.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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35 Kommentare

  1. Soweit ich weiss, wird libre Office als Open Source Projekt weitenertwickelt. Find ich gut. Unter Linux übrigens wahrscheinlich das beste Office.

  2. /signed

    gerade am Mac hat man mit NeoOffice auch noch andere OpenOffice-Derivate zur Auswahl – keine davon hat einen funktionierenden Update-Mechanismus. Wie schwer kann es denn sein, eine solche Funktion zu integrieren?

    Immer wieder die neuste Version herunterladen zu müssen (zumeist inkl. deutsche Sprachpakete bzw. meistens ist warten angesagt) ist nicht gerade benutzerfreundlich…

  3. ’ne final, die (in orange mit !) den early adopters empfohlen wird? ist das nicht nur eine verkappte 3/4-beta? strange world…

  4. Mist, warst ja schneller. Hab es auch grade verbloggt und wieso sieht Writer und Calc eigentlich grundsätzlich noch aus wie Office 2000?

    Wie schon bei mir im Blog gefragt ( http://dennis-wisnia.de/wordpress/2011/06/libreoffice-in-version-3-4-0-erschienen-und-was-mich-daran-stort/ ) Gibt es da eine Alternativ GUI als Plugin oder so?

  5. Nicht nur das. Auch die Optik von OpenOffice/LibreOffice muss ganz dringend überarbeitet werden. Mit ihrem altbackenen Look sehe ich ansonsten bald das Aus für die Office-Suite.

  6. @Dennis
    Schau Dir mal Lotus Symphony an. Setzt mittlerweile auch auf OOo 3.x auf, allerdigns beschränkt es sich auf die Programme Writer, Calc und Impress.

    Hylli

  7. Christian says:

    Es gibt doch genug Alternativen zu Open/LibreOffice. Calligra schaut auch schon ganz gut aus und mein Favorit mit SoftMaker kostet zwar ein bisschen, ist aber wesentlich billiger als MS und ihmo genauso leistungsfähig.

  8. @Christian
    Softmaker 2008 gibt’s gratis:
    http://www.softmakeroffice.de/

    Hylli

  9. ähm… wie ist den jetzt der aktuelle Stand mit OO bzw LO?
    Wer gehört warum wozu bzw. wird wie weiterentwickelt?
    Ist LO jetzt „besser“ als OO? mir käme es doch noch ein wenig auf Kompatibilität zu MS Office an….

    Der „Normal-User“ könnte/dürfte doch ein wenig unsicher sein, LO – OO, downloads, rüberinstallieren… ob das jetzt „alles rechtens“ ist usw. – und greift im Zweifelsfall im Laden gleich zu MS Office – da weiß man, was man hat…

  10. Kenne ich gar nicht! Habe immer als Desktopvariante OpenOffice benutzt. Mittlerweile steige ich auf Cloud um und benutze Google Docs in Verbindung mit OpenOffice.

  11. @Dennis:
    Na, lieber aussehen wie Office 2003 als diese dämliche 2007er Ribbonleiste, die mehr Klicks benötigt (auch wenn man sich zurechtfindet). Mag vielleicht bei dem einen oder anderen anders sein, hängt ja auch von der Art der Benutzung ab, aber in meinem Fall ist es ein deutlicher Mehraufwand.

  12. @Fraggle
    Kann man nicht sein eigenes Ribbon erstellen?
    Ich denke, mehr als 10 Formatierungen benutzen doch die wenigsten Leute.
    Dann hätte man auch alles schön übersichtlich.

  13. @Tobi:
    Das wäre schön. Die Vorschau bei der neuen GUI finde ich nämlich gelungen. Aber eine eigene Ribbonleiste wie früher die eigene Symbolleiste und das am besten an der Seite vertikal wäre top.

  14. also ich finde die neuen Symbole von LibreOffice gelungen und viel schöner als die von Open Office. Mir ist auch nicht klar warum es bei caschy so seltsam aussieht mit den alten Symbolen?
    Bei mir siehts jedenfalls so aus http://i.imgur.com/SZWRy.png
    und mir gefällts 🙂

  15. Die Probleme mit der Updatefunktion lässt sich vermutlich auf die Herkunft vieler Entwickler zurückführen. Unter Linux braucht es sowas dank Paketverwaltung nicht.

    Das aussehen ist zwar etwas altmodisch aber vermutlich sehen das viele eher als Vorteil. Warum das Programm deshalb sterben soll sehe ich nicht. Bei dem preis;) zudem ist man da ja dran.

    Ne vernünftige Rechtschreibungsprüfung wäre aber toll.

    Schön ist, dass mit dem wachsenden mobilen Sektor und zunehmender popularität von Apple offene dateiformate oder zumindest funktionierende alte an Bedeutung gewinnen.

  16. Ich benötige eigentlich nur gelegentlich eine Office-Suite und Google Docs eignet sich dafür hervorragend.
    Ich muss nichts installieren oder updaten und die Dokumente sind von überall abrufbar.

  17. Gibt es die Version auch Portable!?

  18. @Thomas-D Ja, einfach selber machen, siehe Link -> http://www.ooowiki.de/MobilesOffice

    Ich bleibe jetzt bei LibreOffice! Immer dieses hin und her, dass nervt gewaltig. Deshalb habe ich mich dazu entschieden LibreOffice zu nutzen, mehr brauche ich auch nicht!

  19. Tolle Alternative, nutze sie auf meinem Laptop läuft einfach gut!

  20. Als Projektmitglied bei TDF versuche ich hier mal eine Rundumantwort:
    1. Caschys Screenshot ist veraltet 😉
    2. Das leidige Updateproblem beruht auf einer Systemarchitektur welche die annähernd 25-jährige Geschichte der Suite widerspiegelt. Das Problem wird durchaus gesehen, hatte aber bisher noch keine Priorität.
    3. Eine portable Version wird auch von LO verteilt, immer mit etwas zeitlichem Nachlauf zur normalen Version. http://download.documentfoundation.org/libreoffice/portable/
    4. Rechtschreibprüfung ist gut funktionierend vorhanden, Grammatikprüfung gibt es über eine optionale Extension http://www.languagetool.org/

    5. Der letzte Stand zu LO/OOO ist:
    LibreOffice wird in einem communitygeführtes OpenSourceProjekt, das ehemalige Projektmitglieder von OpenOffice.org im vergangenen Jahr gegründet haben, auf der Basis von OOo weiterentwickelt. The Document Foundation wird als Stiftung in Deutschland gegründet als Träger dieser Entwicklung.

    OpenOffice.org war bis vorgestern ein OS-Projekt mit Oracle (früher Sun) als Hauptsponsor. Nach dem Weggang eines Großteils der Community in Richtung LO/TDF ist dort vieles nur noch schleppend vorangegangen. Inzwischen hat Oracle aufgegeben und den SourceCode sowie alle Rechte am Namen OpenOffice.org an die Apache Foundation übergeben. Es wird jetzt geprüft ob und wie das Projekt dort fortgeführt werden kann.

  21. Danke Volker!

  22. Danke!

    Endlich mal ne Aussage, die bißchen Licht in das Hickhack bringt.

    LibreOffice, OpenOffice, dann gabs ja noch OxygenOffice, etc…

  23. Patrick Schanen says:

    Ich habe alle Kommentare nur schnell überflogen. Ich denke Leute die wirklich arbeiten, mögen eher Back to Basic. Das heißt desto weniger am Bildschirm zu sehen ist desto besser. Verfolgen Sie Kommentare von Programmierer werden Sie oft bemerken, dass viele, das ferne suchen von aufgemotzten IDE Anwendungen. Und lieber einen einfachen Editor benutzen.
    Eine Anwendung soll schlicht und einfach zu bedienen sein, am besten, nur mit der Tastatur. Außerdem wenn ich dauernd lese dass Social Media aufwendig ist und viel Zeit in Anspruch nimmt, frage ich mich ob den die richtigen und Problem lösende Anwendungen benutzt werden. Des-weiteren brauche ich keine hübsche Icons, ich verlange vernünftige Shortcuts. Seit ich Exklusiv nur Ubuntu einsetze, bin ich wenigstens 20% Produktiver.
    Dass die Makro Funktion nocht nicht einsatzfähig ist in LibreOffice das haben Sie aber noch nicht bemerkt. Aber die Icons sind Wichtig. Dass eine vernünftige Datenbank Lösung das Produkt nicht all zu Enterprise fähig macht, ist dann woll kein Thema für Sie. Wenn es für Sie nur ums Schreiben geht können Sie auch Kate Vim gVim Emacs benutzen. Machen Sie sich doch mal den Spass und arbeiten einen Tag ohne Maus 🙂 Desweiteren suchte ich nach dem Anriss das weiterlesen. Ja es happert schön an dem was man braucht. Die OpenSource Gemeinschaft und Linux Freaks sollen endlich was Vernüftiges produzieren. Kein Visio, Kein Projekt Management, Keine Datenbank ( wie Access ) ausser Kexi. Thunderbird hat keine Vernünftige Kontakt Verwaltung. Bei all dem stört mich das LibreOffice wenig, wenn ich es 1 mal im Monat starte.

  24. Patrick Schanen says:

    So es hat ein bischen gedauert, habe mir als Leie die neue 3.4 installiert. in 5 Minuten.

    cd Downloads/LibO_3.4.0beta4_Linux_x86_install-deb_en-US/DEBS

    sudo dpkg -i *.deb

    cd desktop-integration

    sudo dpkg -i *.deb

    Anstatt hier zu meckern, hätten Sie eine Anleitung schreiben sollen. Die Ich ja denn jetzt schreiben werde.

  25. Patrick Schanen says:

    Deutsche Sprache
    psn@psn-black:~/Downloads/LibO_3.4.0rc2_Linux_x86_langpack-deb_de$ cd DEBS/
    psn@psn-black:~/Downloads/LibO_3.4.0rc2_Linux_x86_langpack-deb_de/DEBS$ sudo dpkg -i *.deb

  26. Sorry, aber ich hab noch kein kostenloses Office gesehen das auch nur annähernd an Microsofts Office heranreicht. MS ist hier zurecht Marktführer.

  27. Christian says:

    Ich weiss gar nicht, wieso immer alle am „Design“ von OpenOffice / LibreOffice rummeckern. Das ist 1000 Mal produktiver als die Bonbon-Oberfläche von MS Office 2007 / 2010.
    Bildschirme werden immer kleiner, und die Menüleisten bei MS Office immer dicker – Sinn?
    Wenn ich MS Office 2010 nicht aus Kompatibilitätsgründen für Gruppen- und Projektarbeiten brauchen würde, wäre es schon längst runtergeflogen – samt Windows!

  28. @Thomas-D
    svsload hat ne portable de und en-us version im angebot.
    inklusive aller wörterbücher, von welchen man unbenötigte löschen sollte.

    Hannes

  29. @Christian
    wo bitte werden den die Bildschirme kleiner oder willst du etwa Office auf den netbook oder gar auf dem Smartphone betreiben?

  30. Na ja eine Zeit lang ging die Tendenz schon deutlich zu immer größeren Bildschirmen. Inzwischen geht die Tendenz wieder stark zum kleineren Laptop mit 13-15 Zoll. Da muss man also gar nicht mit den Smartphones oder Netbooks kommen.

  31. Christian says:

    Also ich persönlich bin sehr geneigt, bei Libre Office eher die Vorteile in den Vordergrund zu rücken als mich an den kleinen Ecken und Kanten abzuarbeiten.
    So muss man bei LO eben (zur Zeit noch) die neue Version drüberbügeln, wenn ein neues Killerfeature draußen ist, das man haben möchte. Bei kommerziellen Konkurrenten wie MS ist man nicht selten gezwungen, eine Stange Geld in die Hand zu nehmen, um die neue Version zu erwerben.
    Was das Verwirrspiel um OO und LO bzw. die Frage betrifft, welches das bessere Office ist, lässt sich die ganze Sache wohl folgendermaßen zusammenfassen (bitte korrigiere mich, Volker!): die OO-Entwickler sowie Community waren bereits unter Sun unzufrieden. Dann kam Oracle, das nicht gerade durch übertriebene Wertschätzung für Open-Source-Projekte aufgefallen war, und schluckte Sun, woraufhin sich die Dinge weiter zuspitzten. Im Prinzip ging es darum, dass die Entwickler sich eine vollständig freie, offene und unabhängige Community wünschten, während Sun und besonders Oracle lieber weiterhin den Daumen drauf halten wollten (ein gutes Beispiel ist der PDF-Import, der zuvor als eigenständiges Plugin vertrieben und bereits in der ersten Version von LO integriert wurde). Also machten sich die Entwickler flügge, Oracle versuchte, dagegen anzustänkern und hat den kürzeren gezogen. Was nicht nur dadurch offenbar wurde, dass praktisch alle bedeutsamen Linux-Distributionen auf LO umschwenkten, sondern auch dadurch, dass die Zahl der Contributors bei LO förmlich explodierte, während die Arbeit an OO dem Vernehmen nach arg ins Stocken geriet. Ist auch nicht weiter verwunderlich, denn wer möchte schon die Früchte seiner ehrenamtlichen Arbeit oder gar einen großen Scheck an einen gnadenlos gewinnorientierten Konzern abtreten?
    Nun hat Oracle also die Waffen gestreckt und alle Rechte an die Apachen weitergereicht. Ergo muss zum derzeitigen Zeitpunkt die definitive Empfehlung wohl LO heißen. Allerdings bleibt es abzuwarten, was die Apache Software Foundation damit macht, genauer gesagt, ob sie eine Konkurrenzveranstaltung zu LO eröffnet, oder ob die beiden Projekte schließlich wieder zueinander finden.
    Und zu guter Letzt (@Thunderstorm): dass Softmaker und andere gute Office-Programme verschenkt werden müssen, liegt meines Ermessens vor allem daran, dass es mit LO und anderen erstklassige kostenlose Alternativen gibt, und das ist gut so! Schließlich ist eine Office-Suite heutzutage ein essentielles Tool, um in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts bestehen zu können (Bewerbungen, Lebensläufe, Präsentationen etc.). Und deshalb sollte auch ein Schulkind in Swaziland, das definitiv kein Geld für ein Officepaket übrig hat, die Chance erhalten, ein erstklassiges Produkt zu nutzen.

  32. Wie Christian schon sagte, haben etliche Linux Distributionen auf Libre Office umgestellt.
    Ich arbeite aktuell zwar noch mit Open Office, habe aber ein schlechtes Gewissen, seit Oracle die Finger im Spiel hat.
    Meiner Meinung nach sollten sich Kommerzielle Organisationen/Unternehmen ganz aus Open Source raus halten.

    OO war die erste brauchbare Microsoft Office Alternative, die bei einer breiten Masse ankam, deshalb denke ich, hat es LibreO wesentlich schwerer sich durchzusetzen.

  33. Zu 100% Christians Meinug ist!

  34. Ist die Software wirklich so verbuggt, dass man jedes Update mitmachen muss? Ich benutze nur die Textverarbeitung und hatte noch keine Probleme.

  35. @Michael: 3.4.0 ist ein Feature-Release dass nurb bedingt für den Produktiveinsatz empfohlen wird.
    Wenn Du keine Probleme hast, dann bleibe bei dem was Du hast. Fallen Dir Fehler auf, dann versuche eine neuere Version der selben Reihe (demnächst 3.3.3). Wenns dann noch nicht klappt: Bugreport aufgeben 😉

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