Lenovo: Smartphone-Abteilung soll ab 2017 schwarze Zahlen schreiben

Lenovo Logo Artikel 2016Lenovos CEO, Yang Yuanqing, hat für 2017 bereits einen Plan: Jedenfalls verriet er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass sein Arbeitgeber ab 2017 mit seiner Smartphone-Sparte schwarze Zahlen schreiben wolle. Diese Aussage verwundert nicht, denn nächstes Jahr soll auch die Integration von Motorola abgeschlossen sein. 2014 hatte Lenovo Motorola übernommen. Lenovo wolle im Smartphone-Segment weltweit ganz vorne mitspielen. Bisher habe man allerdings Probleme gehabt Motorola wirklich ins eigene Unternehmen bzw. Produkt-Portfolio zu integrieren, wie Yuanqing zugibt.

Trotzdem habe sich der Kauf Motorolas gelohnt, da die Marke vor allem im Westen sehr stark sei und Lenovo dort im mobilen Markt mehr Möglichkeiten gebe. So sei die Marke Motorola eine gute Ausgangsposition, um beispielsweise Apple und Samsung anzugreifen. Generell zeigt sich Yuanqing ziemlich selbstsicher. Laut dem Chef des Unternehmens arbeite man effizienter als Apple und Samsung. Nun gelte es in die Top 5 der Smartphone-Hersteller zurückzukehren. So wurde Lenovo aus dieser illustren Riege in den letzten Quartalen durch asiatische Hersteller wie Oppo, Vivo oder BBK verdrängt. Lenovo sieht seine Chance daran, dass jene Anbieter aber in erster Linie in Asien ihre Erfolge feiern. Auf die Expansion in den Westen seien sie noch nicht vorbereitet. Genau da liege nun Lenovos Chance.

Man darf gespannt sein, ob Lenovo 2017 dann wirklich so enorm durchstartet, wie sich das der CEO erhofft. Bisher hatte sich die Übernahme Motorolas für Lenovo nicht so rentiert, wie es erhofft worden war. Im letzten Quartal etwa verbuchte Lenovos mobile Abteilung daher immer noch einen operativen Verlust von 156 Mio. US-Dollar bzw. umgerechnet ca. 146,8 Mio. Euro. Allerdings sieht Lenovo viele Perspektiven für die Zukunft, da der Absatz mit neuen Smartphone-Modellen zuletzt um 40 % gestiegen sei. Wie es nächstes Jahr weitergeht, wird dann von den neuen Geräten, dem Marketing und natürlich den Preis- / Leistungsverhältnissen bestimmt werden. Hier traf Motorola oft aber nicht immer in der Vergangenheit den richtigen Ton.

(via DerStandard)

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

3 Kommentare

  1. Optimismus in Ehren.
    Aber der einzige funktionierende Plan, definitiv schwarze Zahlen ab 2017 zu schreiben, wäre, an die Mitarbeiter nur noch schwarze Kugelschreiber auszugeben. Wenn die Konsumenten nicht kaufen, kaufen sie nicht. Und wenn die Produkte nicht zumindest +-0€ verkauft werden, wird auch ein Verlust nicht verhindert werden können. Und Kosten der Produktion entstehen nun einmal vor dem Verkauf der Produkte. Eine Garantie wird da wohl kein Unternehmen auf der Welt haben.

  2. Das wird so ein Erfolg wie mit den Thinkpads……..:-(

  3. Deliberation says:

    Naa, ich weiß nicht. Hier in Asien laufen die Lenovos recht gut. In den Shops stehen sie neben den anderen, erfolgreichen Geräten wie denen von Qiku und Mobistar gleichberechtigt im Regal.