Lenovo erklärt „Moto by Lenovo“-Marketing-Strategie

motorola logo artikelNach den Medienberichten über den Wegfall der Marke Motorola, hin zu Moto by Lenovo, äußert sich nun auch Lenovo selbst zu der ganzen Sache. Zuerst möchte Lenovo klarstellen, dass Motorola Mobility als Firma nicht von der Bildfläche verschwinden wird. Im Gegenteil, Motorola wird in Zukunft für alle Smartphones und Wearables für Lenovo herstellen. Außerdem sei Moto als Synonym für Motorola zu sehen, eine Marke müsse sich aber weiterentwickeln. Deshalb wird man beim Marketing stärker auf Moto und Vibe als Zugpferde setzen.

Motorola wird aber, zusammen mit dem berühmten Logo, weiterhin auf der Verpackung und „anderswo“ (lies: auf Geräten wird nicht erwähnt) vorhanden sein, damit Kunden die Marke auch erkennen. Gleichzeitig wird Lenovo aber die Marke Lenovo stärker in das Marketing einbeziehen. Lenovo bietet immerhin PCs, Tablets und Smartphones – und deren Zusammenspiel – aus einer Hand, sieht so einen großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Zudem ist Lenovo in die Top 100 der Global Brands aufgestiegen, sodass es sich keinesfalls um eine „schwache“ Marke handelt.

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Der Fokus von Motorola wird künftig ausschließlich auf Moto und Vibe liegen, während die Lenovo-Marke weiter gestärkt wird. Alles halb so wild? Für mich liest sich die Erklärung nicht viel anders als das, was schon bekannt war. Sicher wird Motorola nicht völlig von der Bildfläche verschwinden, aber Motorola wird auch nicht mehr als das Motorola weitergeführt, dass die Nutzer in den letzten Jahren wieder schätzen gelernt haben.

Letztendlich wird es die Zeit zeigen, inwiefern dieser Schritt Auswirkungen auf Motorola als Marke haben wird. Es ist ja nicht so, dass Lenovo keine Geräte entwickeln kann. Sowohl im Bereich Laptops als auch im Bereich Tablets gehört Lenovo noch zu den innovativeren Firmen, warum also nicht auch bei Smartphones?

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. “ Im Gegenteil, Motorola wird in Zukunft für alle Smartphones und Wearables für Lenovo herstellen.“

    glaube dieser satz passt so nicht ganz

  2. Ich hatte schon dutzende Thinkpads von Lenovo und davor IBM. Nach der Übernahme wurden die auch schlechter, allerdings auf nach wie vor hohem Niveau.

    Lenovo kann sehr gute Notebooks bauen, aber nicht alle sind gut. Und die müllen die Geräte mit sinnloser Software zu, und die hat auch noch Sicherheitsprobleme.

    Das T440p – und die ganzen Misttools und Sicherheitslücken – haben mich dann aber so genervt, das ich auf Intel NUC gewechselt bin. Damit bin ich jetzt glücklich.

    Nach der Übernahme durch Lenovo hat Motorola ja das Moto G3 rausgebracht. Das ist ja schon ein schlechter Nachfolger des Moto G2. Kein Dual Sim, kein Stereo, deutlich teuer etc.

    Ich kaufe mir normal immer den Nachfolger eines guten Gerätes, weil die Verbesserungen sind mir das gewöhnlich wert. Das es jedoch schlechter ist als der Vorgänger – und teurer – ist wohl eher selten der Fall.

    Das Moto G3 habe ich nicht gekauft, mir hat ein kurzer (ungläubiger) Blick auf die technischen Daten völlig gereicht.

    Ich schätze mit Motorola geht es bergab.

  3. @sunworker Deine Aussage zum Thinkpad kann ich zwar nicht beurteilen, allerdings ist das G3 mMn ein würdiger Nachfolger des G2. Die Performance ist eindeutig besser, und der Wegfall von DualSIM ist für die meisten kein Problem. Ich und allen denen ich das Moto G3 empfohlen habe sind sehr zufrieden damit und sehen den Preis als gerechtfertigt.

  4. Würdiger Nachfolger bei schlechteren Specs und höherem Preis? Interessant.

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