Lego Education WeDo 2.0: Spielend programmieren lernen

LEGO_logoLego – die kleinen Klötze kennen und lieben wahrscheinlich alle von uns (ausser die Elternteile unter uns, die nackten Fußes reinlatschen). Bereits 1949 gab es die ersten Steine, doch mittlerweile ist viel passiert. Lego Technik gibt es schon lange und nun gesellt sich auch noch das neue Lego Education WeDo 2.0 in das kaum noch zu überblickende Portfolio der Steine ein. Laut Lego ist die Education WeDo 2.0-Lösung ein einfach zu bedienendes, roboterbasiertes Lernsystem, mit dem schon Grundschüler projektorientierte Problemlösung und Grundzüge des Programmierens erlernen sollen.

Ein Beispiel ist ein Statiktest, bei dem es um Bauwerke geht und wie diese sich in echten Situationen, wie zum Beispiel bei einem Erdbeben, verhalten. Die Schüler bauen und programmieren einen Erdbebensimulator, um damit zu testen, wie erdbebenfeste Häuser konstruiert werden müssen.

Set

Ein WeDo 2.0 Set besteht aus einem Lego Education Baukasten mit 280 Teilen, einem Bluetooth-Niedrigenergie-Smarthub-Element, einem Motor, einem Neigungs- sowie einem Bewegungssensor. Die Software für iPad, Android, PC und Mac ist im Lieferumfang enthalten. Die Software stellt eine einfache Programmierumgebung mit Drag & Drop-Interface zur Verfügung, mit der Schüler ab 7 Jahren ihre Lego Modelle zum Leben erwecken sollen.

Ganz günstig ist der Spaß nicht, denn wer spielerisch lernen will, der investiert erst einmal rund 155 Euro für das Lego Education WeDo 2.0. Die dazu gehörigen Unterrichtsmaterialien kosten 297,49 EUR und bieten Stoff für mehr als 40 Unterrichtseinheiten – orientiert am aktuellen Lehrplan für den Sachunterricht der 2. bis 4. Jahrgangsstufe.

In Deutschland wird das System in Form eines lebendigen Klassenzimmers erstmals vom 16.-20.02.2015 auf der didacta in Köln an Stand C39 in Halle 6 präsentiert, wie man seitens Lego kommunizierte.

lego screen

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

5 Kommentare

  1. Ich wünschte sowas hätte es in meiner Jugend gegeben….meine ersten Programmierversuche mit 11 Jahren in Basic waren…..nunja anderes Thema.

    Der Preis ist stolz. aber ich denke der Effekt der damit erzielt würde ist ein gerechter Gegenwert. Wenn man überlegt was heutzutage Seminare kosten, oder Schulungen in verschiedenen z.B technischen Sachen, dann wirkt der Preis schon gar nicht mal so hoch.

    Sicherlich ist die Zielgruppe unter Kindern auch nicht so groß, es würde sich also die Frage stellen wie lange das Projekt überhaupt aufrecht erhalten wird. Des weiteren wären also die Jungs die hauptsächlich angesprochene Zielgruppe (meines Erachtens). Ich kann mich zumindest an kein Mädel in der 2.-4. Klasse erinnern, dass sich auch nur ansatzweise für Technik intressiert hat. Das kam da „leider“ bei den meisten Mädchen erst später … z.B in der Oberstufe dann. Ich will da natürlich nichts über einen Kamm schären 😉 (falls Feministinnen anwesend sein sollten)
    Aber selbst unter den Jungs hat sich noch lange nicht jeder sehr für Technik und Lego intressiert. Hinzu kommt, dass man da als Kind auch Eltern braucht die das unterstützen würden^^ Naja alles spekulationen… 😀

    Wer technikintressierte Kinder hat, der kann sich diese Anschaffung ja mal überlegen…..ist vielleicht sogar für den einen oder anderen Erwachsenen intressant 😀

  2. Schulen werden kaum mehr Geld für sowas übrig haben, leider Gottes. Derzeit wird in ganz andere Dinge investiert werden müssen.

  3. Ich bezweifle stark, dass es damit möglich ist, wirklich strukturiertes Programmieren zu lernen, wenn das Kind nicht vom Erwachsenen anhand der Lektionen dazu angeleitet wird. Was auf dem Bildschirm zu sehen ist, schaut aus wie eine abgespeckte Version der LEGO Mindstorms Programmieroberfläche, die auf National Instruments‘ LabVIEW basiert. Selbst damit artet das Programmieren, auch bei älteren Kindern, leicht in ein „mal-schnell-zusammenklicken“ aus, oder es werden einfach nur Programme aus dem Internet heruntergeladen und lediglich die Hardware selbst aufgebaut.
    Ist daher mMn ein zweischneidiges Schwert: einerseits ist es gut, dass es so etwas gibt, aber andererseits verleitet es ggf. dazu, das Kind damit allein zu lassen, was den guten Ansatz schließlich zunichte macht.