Kabel Deutschland: 200 MBit/s für 600.000 neue Haushalte

Ende 2014 vermeldete Kabel Deutschland, dass man in bestimmten Städten Download-Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s realisieren wolle. Bereits im letzten Jahr konnten mehr als 1,1 Millionen Haushalte in Deutschland dieses Angebot wahrnehmen, unter anderem im April und im Mai erweiterte man das Ganze noch um andere Ortschaften, die zusammen rund 950.000 Einwohner zählen dürfen. Nun hat man wieder nachgelegt und erhöht so die Zahl der möglichen Nutzer auf mittlerweile über 3 Millionen Haushalte.

Kabel Deutschland

Im aktuellen Schritt sind 600.0000 Haushalte in der Lage, die neue Geschwindigkeit zu nutzen, hierzu gehören unter anderem Haushalte in Braunschweig, Buxtehude, Celle, Cloppenburg, Göttingen, Lauf, Rathenow, Starnberg und Wolfsburg. Das Ganze soll natürlich kein Ende haben, Anfang 2016 werden bereits über zehn Millionen Kabelhaushalte Zugang zu den neuen Internetbandbreiten haben.

Schon heute können 14,6 Millionen Haushalte im Verbreitungsgebiet des Kabelnetzbetreibers bis zu 100 Mbit/s-schnelle Internetanschlüsse nutzen. Wie ich aber bereits einmal schrieb: Ob diese Geschwindigkeiten wirklich genutzt werden können, hängt von verschiedenen Faktoren ab, nicht umsonst heißt es “bis zu xxx MBit/s”. So weiß ich, dass auch gerne mal 100 MBit-Verträge angeboten werden, auch wenn der Kunde gar nicht die Möglichkeit hat, diese Geschwindigkeit zu nutzen.

Und weiterhin gilt bei Kabel Deutschland folgender Passus: Ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB pro Tag ist Kabel Deutschland berechtigt, die Übertragungsgeschwindigkeit für File-Sharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen; aktuell wird dies erst ab einem Gesamtdatenvolumen von 60 GB pro Tag durchgeführt.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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36 Kommentare

  1. nodesplit says:

    Warst du nicht auch mal Kunde? Wie sind deine Erfahrungen bzgl Segmentüberlast?

  2. „Ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB pro Tag ist Kabel Deutschland berechtigt, die Übertragungsgeschwindigkeit für File-Sharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen“

    Ernsthaft? Ab 10GB? Finde ich ganz schön heftig. Da brauch ich mir nur ein paar HD Videos ansehen und noch ne Linux -Iso laden und schon hab ich das Limit erreicht.
    Bei solchen Einschränkungen braucht niemand die Geschwindigkeit von 200Mbit. Da ist das Limit nur noch schneller erreicht 😉

  3. Peter Enis says:

    @sylvio2000 Die Drosselung gilt nur bei P2P 🙂 Also sollte es für alles langen. Videos und Downloads außer P2P kannst du unendlich weiter nutzen.

  4. Eine Drosselung nur auf P2P ist für mich ein Eingriff in die Netzneutralität. Nur wenn Sachen auf Port 80 oder 443 laufen soll es ok sein? Nicht gut….

  5. Wenn man 100MBits hat und Abends, wenn alle online sind nur noch 10MBits ankommen, hat man dann bei einer 200MBits Leitung auch nur 10MBits oder bisschen mehr?

  6. Bin seit Jahren KDG-Kunde mit 100er Leitung und frage mich immer wieder warum es so eine Aufregung um diese Drosselung gibt. Es geht doch wirklich nur um File-Sharing (One-Click-Hoster, Torrent/P2P etc.) und da hat der Netzbetreiber eben berechtigtes Interesse daran, dass das nicht ausartet. So wie das formuliert ist werden doch auch nur diese Dienste gedrosselt. Ich selbst profitiere doch auch davon, wenn die sich drum kümmern das das Netz nicht überlastet wird. Nach meinem Empfinden bestehen wohl mind. 90% der Inhalte über die genannten Dienste aus illegalem Kram. Es kann mir niemand erzählen das derartige Dienste besser sind als ein regulärer http/ftp-Download oder ein seriöser Cloud-Hoster (Dropbox/Onedrive/Drive). Mein täglicher Traffic liegt bei 50-100 GB (Webcam, mehrere Freifunk-Knoten und ein Tor Relay) und es gab nie Einschränkungen. Macht also keinen Schei**, dann wird auch nicht gedrosselt.

  7. Unzensiert says:

    Das gilt nicht nur bei p2p sondern auch OCH’s. Zusätzlich muss man aber erwähnen das aktuell meistens ab 60GB gedrosselt wird

  8. @tOsE
    Ich als Nutzer habe eine interesse daran die Leistung zu kriegen für die ich bezahle. Egal was ich wann mache.

  9. Und Zwangsrouter gibt es auch immer noch, oder ? Fand ich ne totale Katastrophe, hab deswegen tatsächlich wieder auf DSL gewechselt. Eine Fritzbox, 100% unter meiner Kontrolle. Fertig. Ich will nix anderes mehr haben…

  10. Alle sprechen über immer mehr Down. Ich würde es begrüssen wenn KD Tarife mit wesentlich mehr Upload bereitstellen würde. 6Mbit sind meiner Meinung nach viel zu wenig.

  11. Mal was anderes zu dem Thema: Drossel.

    Wir waren bei uns im Wohngebiet wohl mit bei den ersten was VDSL der Telekom angeht. Noch fast alle Ports im Knoten frei. Volle Leistung anliegen. Mittlerweile liegen wir bei 32-39 MBit/s weil die Leitungskapazität lt. Fritz!Box auf knapp über 40 MBit/s gesunken ist. Kenne mich zwar nicht aus, würde mich aber nicht wundern, wenn das eben daran liegt, dass immer mehr Menschen am Telekomknoten VDSL(50) gebucht haben und die Leitung mehr beansprucht wird.

    Dennoch. Selbst 30 MBit/s sollten doch DICKE ausreichen, vernünftig Skypen zu können. Statt dessen habe ich immer öfters den Eindruck, dass die Telekom da die Finger im Spiel hat. Skype sagte mir in der Vergangenheit immer häufiger, dass unsere Verbindung nicht für Videotelefonie ausreichend sei. Nebenbei laufende Tests über wieistmeineip.de oder speedtest.net ergaben jeweils werte um die 30 MBit/s mit leichten Unterschieden zu den Testportalen. Mein Vater, der mit irgendeiner SIM in einem 3G-Stick am Laptop in China oder Canada im Hafen vor Anker liegt, hat dagegen beste Verbindung. Da KANN irgendwas nicht stimmen.

  12. Der Ping war übrigens auch jeweils nicht bedenklich.

  13. >90% der Inhalte über die genannten Dienste aus illegalem Kram.

    Sorry, aber nicht totzukriegen, die Kommentare von Leuten, die glauben, zu wissen, wie sich der Traffic anderer Leute zusammensetzt und einschätzen zu wollen, ob legal oder nicht legal…

    btw: ich selbst liege weit unter derartigem Traffic….

  14. @ Frank Je nach Paket kriegst du bei KD ne Fritzbox kostenlos oder für 5€ mtl. dazu. Es gibt aber auch die Möglichkeit nen eigenen Router hinter deren Modem zu klemmen?!

    Bin der Meinung, dass auch die Konkurrenz von den Zwangsgeschichten abstand genommen hat & es das so nur noch bei Sky mit deren Receivern gibt.

  15. @icancompute: schon mal was von vpn gehört? Problem gelöst.

  16. @tOsE
    Ganz einfach, weil es schlicht und ergreifend den Provider absolut nicht zu interessieren hat für welche Dienste der Kunde die bezahlte Leitung nutzt.
    Sonst ist schon absehbar, dass das ausarten wird. Der nächste Provider drosselt dann You

  17. Fortsetzung: Youtoube, dann Skype und ein anderer vielleicht Netflix weil ihnen das alles zuviel Traffic verursacht und greift damit massiv in eines der Grundprinzipendes Internets ein zum Schaden von uns allen.
    Da ist die Kritik mehr als berechtigt.

  18. @tOsE
    Wäre ja prima, wenn es nur so wäre, aber das, was Kabel Deutschland tut, ist meiner nicht-juristen Meinung nach schon wettbewerbsrechtlich relevant, denn nirgendwo gibt es eine ordentliche Auflistung, was nun wirklich gedrosselt wird. Gesprochen wird von File-Sharing. Das ist so schwammig, dass es leichter ist einen Wackelpudding an die Wand zu nageln.
    Wenn ich mich weit aus dem Fenster lehne, könnte ich auch stinknormale E-Mails als Filesharing deklarieren (ich hänge Dateien an und sende sie ab) – bei Foren mit Anhangfunktion verhält es sich ähnlich.
    Das sind natürlich Extrembeispiele, aber da Kabel Deutschland hier keine Flagge bekennt und sagt, was wirklich Sache ist, ist ihre Formulierung, die sie gewählt haben, ein reiner Blanko-Schein und kann demnach in jede Richtung umdefiniert werden, ohne, dass der Kunde informiert werden muss.
    Um aber nochmal genauer zum wettbewerbsrechtlichen Teil zu kommen: mega.co.nz wird auch gedrosselt. Was ist mega.co.nz? Mittlerweile ein Cloud-Anbieter mit Syncsoftware, WebApp zur Dateiverwaltung, etc. und damit nichts anderes, als Dropbox, Google Drive, und Konsorten. Was dort wie lagert und an wen verteilt wird, spielt keine Rolle – kann ich schließlich mit den anderen Diensten genauso tun.
    Damit wird eindeutig Rosinenpickerei seitens KD betrieben, was zu einer Benachteiligung bzw. Bevorteilung von einigen Anbietern führt. Wie ich finde, eine riesige Sauerei.

    Von Bekannten habe ich auch gehört, dass wohl auch Dienste, wie Steam und Uplay gedrosselt werden sollen – kann das wer bestätigen/widerlegen?

  19. @Manu
    Eine Drosselung bei Stream kann ich persönlich nicht bestätigen, und da hatte ich Tage an denen die besagten 10Gb bzw. 60Gb überschritten wurden.
    Das Problem ist jedoch, dass es sich auch nicht 100% widerlegen lässt – wie dein Beitrag schon richtig sagt ist da ziemlich viel Willkür dabei.
    Von daher kann ich dazu nur sagen: Nein wird meiner Erfahrung nach nicht gedrosselt….repräsentativ ist das jedoch in keinster Weise 😉
    Damit bleibt es wohl bei einem Nein, aber….

  20. meetdaleet says:

    Also ich war genau 3 Tage bei Kabel Deutschland Kunde.
    Nachdem ich Filesets bei Mega hochgeladen habe (Firmware Files) war nach 10GB Schluss mit dem Spaß. Gleiches bei ul.to.

    Anfänglich dachte ich es geht um P2P Traffic.
    Somit gleich widerrufen, hätte ich mir folglich auch sparen können.

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