Jitsi: Mehr gleichzeitige Teilnehmer möglich und neue Funktionen im Anmarsch

Nicht nur Zoom ist Nutzern im Rahmen der Corona-Pandemie bekannt geworden, auch das Open-Source-Tool Jitsi konnte seine Bekanntheit erheblich steigern. Steigern möchte man nun auch die Zahl der möglichen Teilnehmer auf der Jitsi-Instanz des Betreibers – da sollen Videokonferenzen mit bis zu 500 gleichzeitigen Teilnehmern möglich sein. Bislang lag die maximale Anzahl bei 100, wobei man wohl festhalten kann, dass eine gute Funktion eher im Bereich unter 50 Teilnehmern gewährleistet war.

Wie will man die neuen Zahlen stemmen, falls so viele Nutzer zusammenkommen? Jitsi spielt ab sofort nur noch die im Browserfenster sichtbaren Videobilder aus. Die weiteren Videobilder werden nur dann gerendert, wenn zu den weiteren Videos gescrollt wird. In diesem Fall werden dann die anderen nicht mehr gerendert. Außerdem werden voraussichtlich noch diesen Monat Umfragen unterstützt und in den nächsten Wochen kommen auch noch Breakout-Rooms als neue Funktion hinzu, so die Informationen aus dem Community-Call.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Peter Panzke says:

    Jitsi hat uns auch wunderbar durch die Pandemie gebracht bisher. Immer mittwochs Jitsi in Verbindung mit Skribbl. Denke ich gerne dran zurück 🙂 und so wie sich die Zahlen hier entwickeln, ist es auch bald wieder so weit ^^

    Hier sieht man aber wieder die wahnsinnig gute Marketing-Maschinerie von Microsoft. Wie oft und lange ich Leuten erklären musste, dass ich kein Big-Tech-Produkt (im privaten Bereich) nutzen möchte… Zumal es soooo viele öffentliche Jitsi-Server in Deutschland gibt:

    https://jitsi.github.io/handbook/docs/community/community-instances

    Unter Ubuntu hat man auch in wenigen Schritten sogar einen eigenen Server eingerichtet.

    • FriedeFreudeEierkuchen says:

      Wir wollten JITSI auch unbedingt haben, aber bei uns lief es einfach nicht gut genug. WIr haben einige Teilnehmer mit schmaler Bandbreite, da ist JITSI nach unserer Beobachtung nicht so gut. In den ersten Tests ging es ab dem 6. Teilnehmer in die Knie. Später haben wir noch Kleinsessions gemacht (2-3 Leute), über die massive Infrastruktur von Freifunk München. Es ging, aber auch dort war die Qualität nicht so prickelnd. Vor allem beim Ton waren wir nicht zufrieden.
      Letztendlich haben wir Zoom genutzt, da wir Meetings mit bis zu 60 Leuten haben und keine Ressourcen, um eine eigene JITSI Instanz auf fähiger Hardware aufzusetzen und optimal zu konfigurieren.
      Von den ganzen freien Lösungen scheint mir aber JITSI immer noch die vielversprechendste Software zu sein, mit aktiver Community. Behalten wir auf jeden Fall im Blick.

      • Peter Panzke says:

        Also bei mir läuft Jitsi neben einer Nextcloud, einem Mail-Server, einem Matrix-Server und einem Etebase-Server auf meinem V-Server mit 2 Kernen und 8 GB Arbeitsspeicher. Hier haben wir schon Sitzungen mit bis zu 9 Leuten ohne Probleme halten können. Natürlich waren dann auch nur wir auf dem Server.

        60 Leute sind dann natürlich eine andere Hausnummer 🙂 Ich weiß von Freunden (Lehrer), dass diese Jitsi in der Schule effektiv einsetzen. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, welche Infrastruktur im Hintergrund besteht.

        Zu der Tonqualität kann ich jetzt nichts sagen, da ich Zoom nie benutzt habe. Meine Frau ist aber mal mit Ihren Mädels von Zoom auf meinen Server gewechselt, weil die Tonqualität bei Zoom so schlecht war.

        Unterm Strich finde ich, dass man für freie und datenschutzfreundlichere Alternativen offen sein sollte, was Sie ja auch sind. Wenn etwas praktikabel alternativlos ist, kann/sollte man es auch nutzen. Aber man sollte sich immer bewusst machen, dass Unternehmen Geld verdienen wollen und keine heiligen Samariter sind, gerade was den privaten Gebrauch angeht.

      • Das Thema was Sie ansprechen, bzgl. Qualität bei Video und Ton und das Thema 60 Leute in einen Meetingraum funktioniert eben nicht mit dem Jitsi Communite Produkt out of the Box! Hier muss an der Config etliches angepasst werden und dann kann man Problemlos mit Zoom oder Teams mithalten bis zu nem gewissen Rahmen.

        Es gibt die unterschiedlichsten Hosting Angebote für Jitsi und die wirklich guten und Enterprise fähigen kosten eben Geld. Aber das ist überschaubar, wenn man sieht was möglich ist.

        • FriedeFreudeEierkuchen says:

          Die Leute von Freifunk München kennen sich mit JITSI extrem gut aus und haben eine hoch-optimierte JITSI Infrastruktur aufgebaut. Daher war ich so überrascht, dass bei einem Mini-Meeting mit drei Personen die Qualität so schlecht war. Wir nutzen hauptsächlich Zoom. Von allen (kleineren) Meetings die über JITSI statt fanden kamen ähnliche Rückmeldungen, wobei unterschiedliche Infrastrukturen getestet wurden.
          Wenn wir uns abends treffen, haben wir 2 1/2h straffes Programm vor uns. Da muss der Dienst absolut zuverlässig funktionieren. Nerv für technische Probleme hat dann niemand mehr.

          Recht gut gefallen hat uns übrigens „Around“ . Die verbessern zum einen die Qualität algorithmisch. Dabei werden Störgeräusche sehr gut weg gefiltert. Zum anderen reduzieren sie die Videobandbreite, in dem sie einen Kreisförmigen Ausschnitt auf den Kopf legen und den ganzen Rest weg lassen. Wir haben den Dienst aber bisher nur testweise genutzt. Die Stabilität scheint – laut Kollegen – nicht vergleichbar mit den etablierten Diensten zu sein. Für eine Runde ohne Zeitstress scheint es aber eine gute Alternative zu sein.

          • Sie haben völlig Recht, FFM betribt einen sehr großen Jitsi Cluster, dass kann man aber nicht bei Unternehmen in dieser Konstellation einsetzen. Die Grundanforderungen sind völlig unterschiedliche. Die meisten die meinen Jitsi würde nicht so laufen, wie Sie es gerne hätten, haben eben leider nur beschränktes wissen und setzen auf alles was aus der Community kommt. Und genau daran scheitern die meisten, denn Projekte in Firmen haben völlig andere Anforderungen!

            Wir haben z.B. Kunden aus dem Gesundheitswesen, bis das Setup wirklich Fehlerfrei und stabil lief, dass auch noch in guter Qualität hat es mehrere Wochen gedauert und wir sind mittlerweile weit vom Standard entfernt was die Config angeht. Und daran scheitern sehr viele und stellen dann das Produkt infrage und nicht die fehlende Fachkenntnis. Nicht alle Detail´s landen wieder in der Community, denn so verdienen die guten Anbieter Geld.

            Gerne kann ich Sie einmal einladen, dann können wir auf einem unser Systeme einen Test starten und Sie können sich selber davon überzegen.

  2. Da bin ich dann mal auf die zusätzlichen Anforderungen an den Server gespannt, großer Vorteil von Jitsi ist (war?) für mich immer, dass man es auch schon für schmales Geld selber hosten konnte.

  3. Ich empfehle die Marktführer Zoom und Microsoft Team.

    • wieso empfehlen Sie diese? Was sind die Gründe dafür?
      Datenschutz und deutsches RZ nicht relevant?

      • Johanna II. says:

        Ja, ein deutsches Rechenzentrum ist bei den meisten das KO kriterium, der BND liest alles mit!

      • FriedeFreudeEierkuchen says:

        Fragen wir andersrum: Was genau sind Ihre Datenschutzbedenken bei Zoom? Konkret, auf heute bezogen, nicht auf Meldungen von Anfang letzten Jahres?
        Unsere Nutzer müssen nirgends Daten abgeben. Vielleicht übersehe ich etwas wichtiges?

  4. Wer Datenschutzbedenken hat oder nicht selbst ein Jitsi mit allem drum und dran aufsetzen möchte:
    Wir nutzen in unserer Firma regelmäßig die Plattform meetzi, die wurde von den Berliner Datenschützern mit einer grünen Ampel versehen, basiert ebenfalls auf Jitsi und hat diverse nützliche Tools, wie z.B. digitales Whiteboard und eine Textverarbeitung gleich mit integriert.

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