Intel stellt neue RealSense-Kameras vor

Wenn ihr euch schon einmal mit Twitch-Streaming auseinandergesetzt habt, dann seid ihr bei dem Vorhaben, den Hintergrund im Bild zu entfernen sicherlich schon einmal über die Intel-RealSense-Kameras gestolpert. Mehr oder weniger handelt es sich dabei um eine kleine Leiste, die Xbox Kinect ziemlich ähnlich ist. Intel RealSense ist in der Lage Objekte zu tracken und entsprechende Tiefen-Informationen aus dem Bild zu entnehmen. Diese Informationen können dann per Software für verschiedenste Zwecke verwendet werden, zur Entwicklung, zur Live-Übertragung per Webcam (ohne Hintergrund) und so weiter. 

Intel hat nun per Pressemitteilung zwei neue RealSense-Kameras vorgestellt, die D415 und D435. Beide sind genau wie die Vorgänger in der Lage, Tiefen-Informationen in Echtzeit in hohen Bildraten zu verarbeiten und Objekte zu tracken.

Der einzige sichtbare Unterschied zwischen der D415 und D435 ist das Sichtfeld, die D435 kommt im Gegensatz zur D415 mit einer Weitwinkel-Linse daher. Außerdem sind die Verschlüsse unterschiedlich, die D415 besitzt einen sogenannten Rolling Shutter, die D435 einen Global Shutter. Dadurch ändert sich die Art, wie das Bild gescannt wird.

Wenn man die beiden Kameras mit dem Intel RealSense SDK 2.0 kombiniert, sind Entwickler in der Lage, Computer-Vision-Applikationen zu bauen, die in der Robotik, AR oder VR verwendet werden können. Beide Modelle können ab jetzt für 149 US-Doller (D415) oder 179 US-Dollar (D435) vorbestellt werden. Der Hersteller rechnet mit einer großen Nachfrage und sagt dementsprechende Lieferengpässe voraus.

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Hauptberuflich im SAP-Geschäft tätig und treibt gerne Menschen an. Behauptet von sich den Spagat zwischen Familie, Arbeit und dem Interesse für Gadgets und Co. zu meistern. Hat ein Faible für Technik im Allgemeinen. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Instagram, XING und Linkedin, oder via Mail. PayPal-Kaffeespende an den Autor

3 Kommentare

  1. Was genau macht Otto Normal verbraucher damit?

  2. Benjamin Wagener says:

    Die müssten dann auch wieder kompatibel zu Windows Hello sein, oder?

    @Christa: Der Otto Normaluser, der allenfalls hier und da nen Videochat/Skype nutzt braucht sowas spezielles nicht. Das ist halt schon was aufwändigeres für professionelle Streamer, welche spezielle Effekte nutzen, wie etwa den Hintergrund ausblenden.

  3. Funktioniert das „Hintergrund-Ausblenden“-Feature auch mit Skype for Business? Bei uns in der Firma gibt es eine Vorschrift, dass aus Datenschutzgründen Videochats in Großraumbüros nur erlaubt sind, wenn im Erfassungsbereich der Kameras nicht dauerhaft die Arbeitsplätze anderer Kollegen zu sehen sind. Das ist in größeren Firmen übliche Policy. Klingt erstmal komisch, aber ich kenne niemanden, der gerne acht Stunden am Tag unter Videobeobachtung im Büro sitzt. Solche Dinger wären da eine prima Lösung.

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