Intel muss Chips aus dem 7-Nanometer-Verfahren verschieben

Intel hat in seinem aktuellen Quartalsbericht angegeben, dass die aktuelle Chip-Ausbeute bei der Fertigung im 7-Nanometer-Verfahren weit hinter den Erwartungen liege – um rund 12 Monate. Deswegen müsse man die Veröffentlichung seiner neuen Prozessoren aus dem Herstellungsverfahren um ca. ein halbes Jahr verschieben.

Überraschung? Das nicht unbedingt, denn schon seine 10-Nanometer-Chips musste Intel mehrfach verzögern. Immer noch werden viele Prozessoren des Unternehmens im 14-Nanometer-Verfahren hergestellt. Intel gerät da nun unter enormen Druck, denn andere Hersteller sind schon weiter. Qualcomm und AMD etwa konnten schon Chips aus dem 7-Nanometer-Verfahren präsentieren. Auch Apple, Samsung und TSMC arbeiten bereits mit 7-Nanometer-Chips.

Ansonsten sei erwähnt, dass Intel im zweiten Quartal 2020 Einnahmen von 19,7 Mrd. US-Dollar erwirtschaften konnte, was einem Anstieg um 20 % entspricht, wenn man mit dem gleichen Zeitraum 2019 vergleicht. Für das Gesamtjahr rechnet Intel nun mit Einnahmen über 75 Mrd. US-Dollar. Man will nun den Umstieg des Portfolios auf 10-Nanometer-Fertigung beschleunigen.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. „… konnten chips aus dem 7nm node präsentieren“. Das wäre korrekt formuliert, wenn es um Intel ginge. ich arbeite seit 1 Jahr mit 7nm parts :d

  2. Klaus Mehdorn Travolta says:

    Das Intel da unter Druck gerät finde ich etwas übertrieben. Ob 7, 10 od. 14 nm ist mir eigentlich egal denn beim normalen ‚Gebrauch‘ im PC ziemlich Nebensache. Ausser ich bin Übertaktungs-Artist .. das ist aber nur ‚Labor‘ ohne praktische Relevanz.

    • therealThomas says:

      Je geringer die Spurbreite um so geringer der Stromverbrauch und damit die Hitzeentwicklung. Außerdem ist mehr Platz auf derselben Chipgröße, also ist grundsätzlich auch die Möglichkeit von mehr Leistung gegeben.

      Das mag im Desktop-Rechner relativ egal sein, aber im Laptop, Tablet, Smartphone, Smartwatch und sonstigen mobilen Geräten, die einen Akku oder eine Batterie verwenden und im Optimalfall auch keine unendliche Hitzeentwicklung haben, ist das von deutlich größerer Bedeutung.

      • Aber mal ehrlich, spielt denn Intel außerhalb vom Laptop auf mobilen Geräten eine Rolle?
        Mein Smartphone nutzt Snapdragon, Samsung Geräte Exynos und Billig China Geräte Mediatek.
        Wo ist da groß Platz für Intel?

  3. Würde Trump nicht den Handel mit China blocken wären die Chinesen da auch schon dran

  4. Okay, die weitere Verzögerung ist echt schwach und dass die anderen Hersteller bei der Hälfte angekommen sind, heißt schon was. Trotzdem kann ich zu dem Thema noch das Video „Should You Believe CPU Marketing?“ von Linus Tech Tips („Techquickie“) empfehlen ( https://www.youtube.com/watch?v=ROS008Av4E4 ).

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