IKEA nimmt herkömmliche Alkali-Batterien aus dem Sortiment

IKEA nimmt herkömmliche Alkali-Batterien aus dem Sortiment. Dies gab das Unternehmen am 30. September bekannt. Bis die Batterien komplett verschwinden, vergeht allerdings noch etwas Zeit. Bis Oktober 2021 will man aber alle Alkali-Batterien aus dem Sortiment genommen haben. Im Geschäftsjahr 2019 verkaufte IKEA weltweit rund 300 Millionen Alkali-Batterien. Berechnungen zufolge könnten – rein hypothetisch – jährlich 5.000 Tonnen Abfall eingespart werden, wenn alle IKEA-Kunden beim Betrieb stromintensiver Geräte von ALKALISK-Alkali-Batterien auf die wiederaufladbaren LADDA-Akkus umsteigen und diese nur 50-mal wiederaufladen. Der LADDA-Akku kann bis zu 500-mal wiederaufgeladen werden, sodass sogar noch mehr Potenzial für Abfalleinsparungen besteht, so das Unternehmen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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37 Kommentare

  1. Problem dabei ist nur, dass einige Geräte sich mit den 1,2V der Akkus nicht zufrieden geben und 1,5V verlangen.

  2. Das ist eine ähnliche Milchmädchenrechnung wie bei den Strohhalmen. Die hat ja auch keiner aufgegeben, bloß weil sie der ein oder andere Laden aus dem Regal genommen hat. Ordert man die halt bei Amazon und fertig.

    … auch symbolisch eine durchwachsene Sache und keinesfalls so klar positive PR wie man annehmen könnte. Falls sich noch jemand an das große Glühbirnenspektakel erinnert.

    • Es ist ein Anfang. Niemand kann doch ernsthaft der Meinung sein, dass Strohhalme oder normale Batterien innerhalb weniger Monate oder Jahre komplett verschwinden können?

      Und an das „ große Glühbirnenspektakel“ kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern. Kaufen kann ich mittlerweile aber nur schwer welche. 😉

      • Okay, also falls du dich an die Glühbirnen nicht erinnern kannst:

        Man wollte fortschrittlichere Leuchtmittel politisch besser stellen und hat damit versehentlich eine riesen Front aufgebaut von Leuten die ganz plötzlich eine besondere Vorliebe für klassische Glühbirnen gefunden haben.

        Ein paar Jahre später ist alles wie gehabt, nur dass man ganz viele Leute hat, die bei Glühbirnen denken die EU sei böse.

        Also ein Policyfail. ..sowas kommt vor, ist nicht so wild, aber eben trotzdem Quatsch. So macht man keine Politik.

        • Blacky Forest says:

          Und ich kenne genug, die sich mit Glühbirnen eingedeckt und plötzlich alle weggeschmissen haben. LED war auf einmal doch günstiger. Es motzt auch keiner mehr von denen.

    • Jein. Ikea ist groß genug um mit entsprechender Kampagne das Bewusstsein zu wecken. Beim kleinen Laden an der Ecke würde ich dir Recht geben.

      Apropos Glühbirnen: gibt es heute tatsächlich noch Menschen, die angesichts der Strompreise in größerem Maßstab 60 Watt statt 6 Watt durch das Licht fließen lassen?

      • Höchstwahrscheinlich Hr. Trump, weil seine Orange Hautfarbe kommt ja wegen der Energiesparlampen 😉
        https://futurezone.at/digital-life/trump-energiesparlampen-machen-mich-orange/400605596

      • Ich wette es gibt noch genug Leute die Glühbirnen verwenden. Nach dem Motto: Solange Sie nicht kaputt sind, warum dann austauschen. Ich selbst habe schon vor Jahren alles auf LED umgestellt aber ganz einfach war das nicht unbedingt. Flackernde LEDs, summende LEDs, LEDs die im ausgeschalteten Zustand weiterhin schwach leuchten, LEDs die einfach total beschissen leuchten..

      • Das Problem damals war, dass es keine vernünftigen LEDs gab und die die es gab waren sauteuer. Und die klassische „Energiesparlampe“ ist einfach keine Alternative, sondern Mist. Heute hab ich mir noch hue Lampen und vermisse nix

      • > gibt es heute tatsächlich noch Menschen, die angesichts der Strompreise in größerem Maßstab 60 Watt statt 6 Watt durch das Licht fließen lassen?

        Ich glaube nicht, dass ein nennenswerter Teil der Bevölkerung die eigene Stromkosten groß optimiert.

        Mein Punkt war aber auch nicht dass die einen Lampen irgendwie besser seien als die anderen. Politisch ganz vollkommen normalen technischen Entwicklungen minimal vorzugreifen ist bestenfalls sinnlos, schlechtestenfalls ein Vektor an dem sich Opposition reproduziert.

        Gewinnen kann man da wenig.

        • Wenn ich daran denke, dass damals eine LED-Birne noch 30 € gekostet hat, war es schon gut, dass der Staat da Vorschub geleistet hat. War auch für viele kein Problem, nur der Deutsche musste mal wieder rebellieren und dem Staat eins auswischen. Völlig sinnlos. Lieber 30 € pro Birne und Jahr dem Energieversorger hinterher geschmissen als zu akzeptieren, dass der Staat eine gute Entscheidung getroffen hat.

          • Wenn man das oft genug macht ist die eigene Legitimität halt irgendwann schwer beschädigt. … aber von solchen Bedenken lässt sich die EU traditionell nicht aufhalten.

  3. Und das Ladegerät bleibt dann die ganze Zeit an der Steckdose.
    Zum Glück hat Aldi auch noch günstige und sehr gute Batterien im Verkauf.
    Nochmal einen Vorrat anlegen.

  4. IKEA Sachen sind ok, aber die Batterien von denen sind der letzte Müll. Keine Ahnung wer die produziert aber bei jeder Packung die ich mal kaufte waren nur die Hälfte brauchbar. Selbst in etwas sparsamem wie einer Fernbedienung waren die ruck-zuck leer.

  5. Die Frage ist, sie nur die klassischen Alkai-Rundzellen meinen, oder alles was nicht wieder aufladbar ist. Dann würde es auch die Li-ion-Kopfzellen treffen. Und das wäre echt blöd. Denn viele der Smartphone-Geschichten von IKEA nutzen die CR2032 mit 3V. Die gibt es nicht als Akku.

    Und die bekommt Frau/Divers/Mann auch nicht überall.

  6. Ich verwende sowohl eneloop-Akkus als auch Alkali-Batterien. Je nach Anwendungszweck nehme ich das was dafür sinnvoller ist.
    Finde ich ja schon lustig dass IKEA der Meinung ist den Kunden vorzuschreiben was sie nehmen sollen – aber dann kauf ich die Batterien halt im Supermarkt und nehm nicht mal im Vorbeigehen welche mit wenn ich mal bei IKEA bin.

  7. Mir ist sowieso von jeder Packung im Schnitt mindestens eine der Batterien ausgelaufen. Hab mir damit schon so manches Gerät versaut.
    Dort, wo Akkus funktionieren und Sinn machen, nutze ich aber sowieso schon welche.

    • Das kenne ich nur zu gut, die IKEA-Batterien waren immer die ersten (und das auch noch in hoher Zahl), die ausgelaufen sind. Bei keiner anderen Marke war das so extrem, wie bei dem Ikea-Schrott!

  8. Bei der üblichen Uhr dürfte der Akku sich schneller selbstentladen, als die normale Batterie je leer gewesen wäre. Hab in letzter Zeit so viele Akkus weggeworfen, weil die sich nicht mehr richtig Laden ließen/bzw Spannung nicht mehr hielten. Allerdings waren die auch inzwischen Alt. Aber nach 2 Jahren gings meist schon bergab.

  9. Genau: Dass mit den LED-Lampen ist eine super Entwicklung und total toll für die Umwelt! Endlich komplette Lampen wegwerfen weil eine LED ausgefallen ist, statt nur das Leuchtmittel zu tauschen. Auch die Akku-Entwicklung ist super: Komplette Geräte wegwerfen, weil der Akku fest verbaut ist. Schon toll dieses neue Greenwashing mit Schlagworten wie LED und Akku! Wenn es korrekt, sprich austauschbar umgesetzt werden würde, dann wäre ich ja dabei, aber der immer schlimmere Trend zu „eine kleine Komponente in einem Gerät fällt aus, also schmeißen wir das Gerät weg“ ist einfach nur bekloppt!

  10. Ich habe mir vor kurzem erst einige Akkus in diversen Größen zugelegt, aber nicht primär aus dem ökologischen Grund der Abfallreduzierung oder allgemeiner Nachhaltigkeit, sondern schlicht aus ökonomischen Aspekten. Allerspätestens nach dem zehnten mal aufladen eines Akkus habe ich die Mehrkosten des Akkus wieder drin. Jede weitere Aufladung und Nutzung spart mir Geld.
    Aus dem gleichen Grund habe ich auch die ganzen älteren Leuchtmittel ausgetauscht. Ob ich jetzt 15W für 400lm mit einer alten Birne verbrate oder 8W für 800-1000lm mit einer neuen die ich dann auch noch dimmen kann, spielt sich auf längere Sicht und in Summe erheblich auf meinen zu verfügungstehendes Budget aus.
    Natürlich sollte man über manche Hürden erhaben sein, das sind bei Akkus hauptsächlich zwei: 1. teilweise öfters tauschen, das heißt bei mir zum Beispiel in den Fernbedienungen alle 4-5 Monate statt 5-6 bei Batterien, Funk-Tastatur und Maus einmal im Monat statt alle 1,5 Monate oder Bewegungsmelder alle 3 Monate statt 5. Und das zweit „Problem“ ist die geringe Spannung der (NiHM-)Akkus mit der manche Geräte den Dienst verweigern. Hierfür gibt es aber mehrer Lösungen, denn die Batterien haben 1,5V Nennspannung, weit verbreitet NiHM-Akkus „nur“ 1,2V. Es gibt aber auch noch Zink-Nickel-Akkus die eine 1,6V Spannung haben und 1,5V Hybrid (Li-Ion?) Akkus mit denen die Geräte die sonst mit 1,2V NiHM-Akkus den Dienst quittieren wunderbar funktionieren. Leider ist die Anschaffung der 1,5 bzw 1,6V Akkus teurer, genau so wie die speziellen Ladegeräte die sie erfordern, vermutlich weil sie schlicht (noch) nicht so weit verbreitet sind.

    Hauptproblem weshalb ich vermutlich aber noch in einigen Jahren Batterien kaufen muss ist, das bei manchen Geräten ein Wechsel auf Akkus nicht möglich ist, nicht wegen der Spannung, sondern weil es für Knopfzellen keinen Ersatz als Akku gibt. Hier sind auch Geräte von Ikea (aus dem Smart-Home Sektor) mit Knopfzellen, daran sollten sie doch mal arbeiten und diese Geräte nicht mehr verkaufen.
    Dennoch ein guter erster (!!!!!) Schritt in eine, aus ökologischer Sicht, nachhaltige Zukunft der Unterstützt gehört.

  11. Interessant finde ich, dass es dort für 6,81€ offenbar ein „gut genug“-Ladegerät gibt: Vier Schächte mit Einzelüberwachung und LED-Anzeigen, Ladestrom 220mA bzw. 330mA.

    Hab vor Jahren ein defektes Ladegerät nicht mehr ersetzt, weil ich dachte, die Verwendung von Standard-Akkus neigte sich eh dem Ende entgegen. (Und die interessanten, etwas kostspieligeren Ladegeräte wurden auch irgendwie alle kritisiert, als ich mal in Kauflust war…) Jetzt benutze ich immer noch eine alte batteriebetriebene Fahrradleuchte mit entsprechendem Alkaline-Abfall.

  12. Ich bin anfang der 90er auf (damals noch NiCd) Akkus umgestiegen und nutze mittlerweile nur noch Eneloop Akkus.
    Abgesehen davon, dass 1,2V nachm Aufladen weit überschritten ist und ein -delta-V Ladegerät eh meist bei ca. 1,5V anschlägt, kann ich keinerlei negatives berichten. Ich habe einige Geräte die tatsächlich häufigeren Akkuwechsel erfordern, aber alles was eh Monate lang läuft merkt man in der Praxis nicht ob es jetzt 20% weniger Laufzeit war.
    Was man aber merkt, ist wenn der Saft alle ist und man nicht neue Batterien kaufen muss sondern sie einfach auflädt und weitermachen kann.
    Gerade bei energieintensiven Kinderspielzeug ist es Gold wert, weil Akkus einfach besser performen wenn sie viel Energie abgeben sollen und auch nicht gleich auslaufen wenn man sie in nem Spielzeug vergessen hat.

    Wenn ich überschlage, wie viele Batterien ich NICHT gekauft habe in den letzten ~30 Jahren bei 50-100 Akkus im Einsatz (ja auch Thermostate, Fahrradbeleuchtung, Uhren usw.) gibt mir das ein gutes Gefühl.

    Ich bin immer wieder fassungslos wenn ich bei einem Freund bin und wir z.B. nicht auf der Konsole spielen können, weil er keine frischen Batterien da hat. Er lässt sich aber auch nicht auf Akkus ein. Gibt halt hardcore Gewohnheitstierchen 🙂

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