IFTTT vor Start der Android-Beta

IFTTT – Dinge miteinander verknüpfen. Ein Thema, welches schon häufiger Besucher in diesem Blog war. Der Dienst erlaubt es zum Beispiel, Dinge von Social Network A in Social Network B zu beamen oder informiert euch, wenn euch jemand auf einem Bild bei Facebook markiert.

ifttt-android

Die Möglichkeiten sind vielfältig, eine unüberschaubare Menge an Kanälen nebst zu verknüpfenden Diensten steht bereit, sodass für jeden eigentlich etwas dabei sein müsste, der Dinge automatisieren will. Die Automatisierung macht nicht nur in der Onlinewelt halt, sondern kann auch mit entsprechend verbundener Hardware in die Echtwelt eingreifen.

Da kann mit speziellen Steckdosen (WeMo von Belkin zum Beispiel) dafür gesorgt werden, dass die Kaffeemaschine twittert oder sie durch einen Tweet oder Facebook-Post mit ihrer Arbeit beginnt. Vieles ist machbar – IFTTT schaltet zum Beispiel meine Schreibtischlampe ein, nachdem ich im Badezimmer auf meiner Waage war.

Bislang funktioniert die Plattform im Netz, man brauchte auch eine iOS-App auf den Markt, die jüngst um eine iPad-Version ergänzt wurde. Android wurde schon als „bald“ angekündigt, ließ aber bis jetzt auf sich warten. Gestern verkündete man über die Google+-Seite des Dienstes den Start der Android-Beta für IFTTT. Ich freute mich schon, denn gerade mittels Android wird man da absolut tolle Dinge mit machen können.

Das Problem: der Post ist mittlerweile wieder verschwunden und die Betaversion nicht herunterladbar. Dennoch dürfte dieser Beitrag das untrügliche Zeichen sein, dass IFTTT vor dem Start der Betaversion steht und wir bald einen Haufen Android-Automatisierungen erleben werden. Sobald sich da etwas tut, werde ich sicherlich darüber berichten.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

14 Kommentare

  1. Wh00t? Nicht Dein ernst, oder? Lampe mit Waage koppeln? Ich schmeiss mich weg…

  2. @Hubert: Doch. Withings mit IFTTT-Kanal an WeMo, an der die Lampe hängt. So ist im Arbeitszimmer an, wenn ich runterkommen. Und ich kanns halt via iPhone und Android steuern.

  3. Zur Waage und der Schreibtischlampe hätte ich auch gern den Hintergrund 😉 Ist es so schlimm (aus der Waage), dass Du dich danach ins dunkle Kämmerchen zurückziehen musst?? Sonnigen Sonntag!

  4. Das koppeln der Waage finde ich ne super Idee. Ich wiege mich ebenfalls regelmäßig und es gehört morgens mit dazu und ist mein letzter Schritt im Badezimmer. Home Automation ist was feines. DigitalSTROM hat mich auch in ein Musterhaus eingeladen und da bin ich gespannt, was die sich noch so für coole Sachen haben einfallen lassen.

    Klar es ist vielleicht Spielerei und Luxus, aber das haben wir doch von Smartphones auch Anfangs gedacht oder? 🙂

  5. Muss man dem IFTTT nicht die ganzen Zugangsdaten für all diese verknüpften Dienste überlassen? Gibt es da keine bedenken wegen der Sicherheit?

  6. @Jens: Sollte per OAuth laufen, so dass du nicht deine Daten (Nutzername & Passwort) sondern nur die Einwilligung zum (eingegränzten) Zugriff gibst und diesen auch ebenso widerrufen kannst.

  7. Schön!

    Kleiner Tipp noch, wer dem Dienst nicht direkten Zugriff auf Konten, die sensitive Daten enthalten können (z.B. Dropbox, Evernote, Google Drive), geben möchte:
    Einfach einen Zweitenaccount beim jeweiligen Dienst erstellen, welcher dann bei IFTTT angemeldet wird. Die o.g. Dienste bieten Funktionen Ordner und Notizbücher mit anderen Nutzern zu teilen, so kann dann den Hauptaccount zu einem geteilten Ordner einladen und mit Schreibrechten ausgestattet werden. IFTTT hat somit nur Zugriff auf das was im Zweitaccount ist.

    Hat für einen selbst, was den komfort betrifft, keinerlei Nachteil, bietet aber eine Zwischenschicht an Sicherheit.

    lg

  8. Ich habe dieselben Bedenken wie Jens. Wer vertraut einem einzelnen Dienst seine ganzen Zugänge an? Irgendwie scheint das allen in Bezug auf den Hype-Service IFTTT trotz NSA und den vielen Hacker-Angriffen der letzten Zeit völlig egal zu sein. Wieso???

  9. Mich persönlich nervt das, dass vieles nur noch Online verfügbar ist. Ich mag das wenn Sachen auf meiner eigene Hardware zuhause laufen. So wie Fhem z.b.

  10. @mo: Mich persönlich nervt, wenn ich Sachen zuhause installieren/updaten/administrieren soll. Gehts noch ? yay auf die Zukunft. WO die Daten liegen ist schnurz, wer zu dumm zum verschlüsseln ist…..

  11. Ich ja mal erschrocken als ich gesehen habe, was IFTTT auf Facebook für Rechte haben will. Hat etwas das Vertrauen in die App gestört.

    • @Dirk: Bei Evernote sieht es ähnlich aus, da will IFTTT sozusagen Zugriff auf alles. Ist aber auch ein Problem des Diensteanbieters, hier Evernote, wenn er keine granularen Rechte über die API zulässt. Evernote wollte da was machen, ist aber vermutlich noch nichts passiert.

  12. So, seit gestern gibt’s das Ding offiziell, wenn ich’s richtig sehe. Inklusive location based services. Man könnte seinen Rechner mit so’ner WeMo hochfahren, wenn man sich dem Bürogebäude nähert. Man könnte auch immer, wenn das eigene twitter-handle gementioned wird… äh… irgendwo das Licht anmachen. ^^

    Wenn man davon absehen würde, dass das alles wg. a) hackbarkeit und b) Datenschutz ein No-Go ist, ist IFTTT & so’n Intellentes Home schon ziemlich faszinierend.

    Nix für Ungut, aber wer wirklich Steckdosen, Heizungen oder Kirchenglocken ans Internet hängt, der muss mit’m Klammersack gepudert sein. I, for one, can’t do that, Dave. ^_^