IfD-Studie: Rund 7 Prozent der deutschen Internetnutzer kämpfen mit langsamem Internet

Wir schreiben das Jahr 2014. Smartphones, Tablets und Notebooks mit immer schnellerer Hardware erscheinen gefühlt im Minutentakt. Die Werbung der Netzanbieter hakt sich unter und jeder von denen bietet „das schnellste Internet aller Zeiten“ an. Auch die Statistiken bestätigen, dass sich die Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland seit 2011 nahezu verdoppelt hat. Mobil sind wir also offenbar prima abgedeckt. Doch wie sieht der Status quo im Bereich Breitband-DSL eigentlich heutzutage aus? Das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) fand in einem Kurzbericht heraus, dass 7 Prozent der 1.530 befragten Internetnutzer ab 16 Jahren immer noch mit sehr langsamem Internet zu kämpfen haben.

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Der Bericht des IfD besagt außerdem, dass 13 Prozent der Internetnutzer in Kleingemeinden immer noch mit einer sehr langsamen Leitung durchs Internet surfen. Zwar steht bereits seit längerem seitens der Bundesregierung, den jeweiligen Kommunen und der Telekom ein priorisierter Ausbau der Breitband-DSL-Infrastruktur auf der Agenda, jedoch höre ich diese Aussagen persönlich schon eine gefühlte Ewigkeit.

Während im Jahr 2013 noch rund 40 Prozent der Befragten meinten, dass schnelles Internet für sie quasi zur Grundversorgung gehört, sind es in diesem Jahr bereits 48 Prozent. Aber ich glaube, unter unseren Lesern dürfte die Zahl wohl glatte 100 Prozent ausmachen.

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Doch wie siehts eigentlich bei Euch aus? Ist Eure Leitung rasend schnell oder kommt sie eher einer lahmen Schnecke gleich? Lasst mal hören, vielleicht knacken wir die Zahl der Befragten ja und reichen sie als eigene Studie ein.

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20 Kommentare

  1. Leider Gottes kämpfe ich Zuhause mit einer 5.000 Mbit/s Leitung… Vertrag ist bei 16.000 aber mehr kommt leider nicht Störungsfrei rein.

  2. Ich wohne mitten in Dresden und kriege „bloß“ DSL 6000. Damit sollte man eigentlich zufrieden sein, aber oft genug hakt es trotzdem beim Video on Demand – und ich leihe mir keine HD Filme. Gebe ich meine Adresse bei den einschlägigen Verfügbarkeitschecks ein, kriege ich alles angezeigt von ISDN bis 16k.
    Es ist einfach nur peinlich.

  3. Ich wohne auf dem Unicampus und habe zu besten Zeiten 300Mbps Down- und Upstream.
    Trotzdem würde ich nicht unbedingt sagen, dass das Surfen jetzt mehr als 15 mal schneller als die 16 Mbps Leitung meiner Eltern ist (natürlich abgesehen vom einfachen Dateidownload) . Es ist wirklich kaum ein Unterschied erkennbar!
    Ich denke das dies daran liegt, dass der PC Webseiten rendern muss, wofür bei diesen Geschwindigkeiten deutlich mehr Zeit draufgeht.
    Mit dieser Erfahrung würde ich sogar zustimmen, dass 16 Mbps heutzutage schnell genug ist.

  4. 12000 Leute Gemeinde max. DSL 6000. Es kommt vielleicht 2000 an. Am Abend brauch man bis 23 Uhr gar nicht anfangen ein Youtube Video zu schauen. Auch nicht auf 140p >.<

  5. @Nub: Richtig ist, dass das reine Surfen zwischen DSL-6000 und VDSL 50 oftmals nicht besonders viel schneller ist. Und selbst VOD konnte ich mit DSL 6000 sogar mit 2 parallelen Streams.

    Allerdings: eine sehr schnelle Internetverbindung kommt erst dann so richtig zur Geltung, wenn man große Systemupdates herunterladen muss, in einer Cloud zu tun hat oder Emails mit großen Anhängen verarbeiten muss. Dabei ist insbesondere auch die Geschwindigkeit des Upstreams wichtig.

  6. Ich hab mich von 32mbit wieder zurück auf 16mbit stufen lassen. Reicht mir vollkommen auch für Streams und Co. Der Aufpreis ist meinen Augen nicht gerechtfertigt. Und ich nutze relativ viel das Internet (auch beruflich), Streams, Zocken (Ping) ist alles kein Problem. Theoretisch könnte ich hier 100mbit von KD bekommen, aber mir fällt da echt kein Anwendungsfall ein. Aber man soll ja nicht von sich auf andere schließen 😉

  7. Gehöre zu den 13% 🙁

    bei mir im Kuhdorf gehts nur bis zu einer 2000er Leitung.
    Alleine gehts noch so aber sobald mehrere es nutzen wird es nichtnutzbar.

    Am meisten stören mich die Downloadzeiten da ich nur mit max 250 kbit/s herunterladen kann dauert selbst ein kleines programm von 100 MB mindestens 30 Minuten.

    Achja und wenn man online zocken möchte geht das nur wenn ich alleine grad das internet nutze da sonst die Latenzzeiten zwischen 1000 und 2000 liegen.

    Und solange die Preise für LTE so Teuer sind mit gerade mal 10 bis 30 GB Volumen werde ich auchnicht auf LTE wechseln…

  8. Gezahlt wird für DSL 6000. Tatsächlich nutzbar ist aber nur die Hälfte.

  9. Hallo Leute,
    tja, hier am Stadtrand siehts leider nicht so üppig aus. DSL-Light nennt sich das ganze wohl und das bedeutet 1Mb Down,- und 156Kb Upstream. Für Email und Text kein Problem. Aber Youtube, Mediathek, Download großer Dateien – vergiss es! Smart TV ist vorhanden, aber nicht mal ansatzweise nutzbar. Gromecast oder FireTV brauch ich mir nicht kaufen, es sei denn ich brauche nen Briefbeschwerer. Von Fotoupload ist gar nicht zu reden, Geile sache wenn man Amateurphotograph ist. Wir fühlen uns ausgegrenzt und empfinden das ganze als Traurig und Peinlich für Deutschland!!!

    MfG

  10. Walldorf, 15000 Einwohner Gemeinde bei Heidelberg und Stammsitz der SAP. Im Ort ist teilweise ADSL 50 verfügbar, aber eher in den Gegenden in denen die ganzen SAP-Mitarbeiter wohnen. 😉
    Hier in der Strasse und im Umkreis von ca. 500-1000m sind fast nur 13000 verfügbar.
    Wir persönlich sind bei einem lokalen Provider, der auf Telekom-Leitungen zugreift.
    Ich würde gerne wechseln, aber meine Freundin, auf die der Anschluss läuft, hat mit anderen Anbietern so ihre Erfahrungen, deshalb erst mal kein Wechsel.
    Laut Provider wird ausgebaut, man sieht auch immer mal wieder Arbeiter, die entweder Glasfaser verlegen oder zumindest eindeutig irgendwas an den Leitungen basteln, aber eine genauere Aussage gibt es nicht.
    Erwarte ich aber auch nicht, da der Provider ja auf Nachfrage auch sagt, IPv6 würden sie nicht anbieten, da dann das halbe Internet ja nicht mehr erreicbar wäre.
    Zumindest ist die Leitung hier im Haus einigermassen stabil, keine Einbrüche oder so. Laut Fritzbox kann der DSLAM 13000 im Moment, Leitungskapazität 15000.

  11. Hier im Ort meiner Eltern kommen von versprochenen 1000 so ca 700-800 an. Die Telekom wirbt mit kompletter Erschliessung, obwohl viele Strassen nicht angebunden sind und noch auf ISDN rumkrepeln. Bei Prüfung bietet man eine 100000er Leitung an. Es ist ein Trauerspiel.

  12. In Zürich: Glasfaser – Im Rheinland wo ich herkomme (bei der größten Metropole Europas Rhein/Ruhr) kenne ich aber viele mit DSL 1.000, 2.000 oder nur IDSN + Sky DSL. Sehr peinlich für die Telekom und die Werbeversprechen von schnellem Internet. Armes rosa Deutschland.

  13. Delbrück-Ostenland 3000 Einwohner. Vor 2,5 Jahren ist VDSL von EWE ausgebaut worden. Natürlich nur mit Förderung vom Land NRW und der Stadt Delbrück. Habe jetzt VDSL mit 55000 Down und 10000 Up zuvor hatten wir DSL mit 386kbit/s.

  14. Bleichenbach Hessen DSLRAM Annex J Down 3.5 Mbit Up 1.7 Mbit
    Provider Telekom

    Vodafon kann hier nur 1 Kbit Leitungen zur Verfügung stellen. Kabel,VDSL, LTE iss nich

  15. Bei mir aufm Dorf nur ISDN.
    Herzlichen Dank, liebe Netzausbauer….Da lacht nur der Vodafone LTE Geldbeutel.
    Alle zwei Monate einen Film ausleihen, und alle drei Monate Updates für PC, Handy und co. Sonst bleibt zuwenig „Highspeedvolumen“ übrig

  16. Bei der Wohnungssuche einfach das Kriterium Internet mit einfügen. Eine Wohnung bei der nicht 50Mbit oder mehr verfügbar ist, ist schlicht weit aus weniger wert.
    Wie eine Wohnung mit Nachtspeicheröfen z.B. eben auch.
    Dann ist das alles auch kein Problem 🙂
    Man kann eben nicht alles haben billig wohnen, ländlich wohnen, Wald vor der Tür, schnelles Internet, Freizeitmöglichkeiten etc.. Gibt ja auch die Möglichkeit umzuziehen.

  17. Bayern. Kaff, nach Aschaffenburg 13 (Straßen)Kilometer.

    Ich habe VDSL25, 24Mbit kommen an. In anderen Straßenzügen geht auch VDSL50.

    Ist ein OT von Mömbris´mit etwa 12Tsd. Einwohnern. Mömbris nimmt am Förderprogramm „schnelles-internet-in-Bayern“ teil, Kerngebiete werden Glasfaser erhalten – das betrifft mich aber nicht. LTE-Abdeckung von Telekom und Vodafone vorhanden, 3G schlecht.

    Grundsätzlich erachte ich (heute!) 16Mbit. als vollkommen ausreichend.

  18. Dortmund 4.000-9.000 Mbit, aber viel nerviger sind die ständigen Verbindungsabbrüche und Resyncs, gut 20-30 mal am Tag.

  19. Also ich habe bei 6km Leitungslänge mit viel experimentieren jetzt 2,4 Mbit stabil am laufen. Bei 3,3 Mbit was geht habe ich alle paar stunden Abbrüche. Aber bei einer 50db dämpfung auf meiner Leitung auch kein wunder. Also ich muß sagen das Deutschland ein Dritte welt land ist was Internet angeht und ich kenne Leute die 50Mbit haben aber damit nichts machen außer einmal am Tag E-Mails lesen. Die würden Nichtmal merken wenn man ihnen einfach mal 49Mbit davon wegnehmen würde. Das Problem hier auf dem Land ist es halt nicht wirklich rentabel. Wobei in Cadenberge wo ich Arbeite haben wir jetzt 50Mbit bekommen und ich weiß jetzt von ca. 40 Leuten das die sofort gewechselt sind also waren die ja wohl nicht zufrieden. Könnte aber auch daran liegen das es auch 10€ billiger ist als vorher.

  20. (A)DSL 6000, wovon weniger als die Hälfte (max 270kbit/s Down) ankommen. 2000 Seelen Dorf in SA.
    Obwohl Sachsen-Anhalt ja eh allgemein im unteren Downloadgeschwindigkeiten rum kraucht.
    Ist einfach nur lächerlich… vor allem, weil es ja angeblich auch als Ziel unserer Politiker angesehen wird, dass wir in Deutschland ein anständig ausgebautes Netz vorfinden. Ist definitiv nicht der Fall, wie man ja an einigen Kommentaren hier lesen kann.

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